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Kälte, Schlamm und Feuer: BraveheartBattle - der Weg durch die Hölle

Von Jana Zeh

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Marathon war gestern. (Foto: dpa)

Marathon war gestern.

Marathon war gestern.

Sportler, die die Herausforderung der besonderen Art suchen, dabei an ihre Grenzen kommen und ...

... auch noch das besondere Erlebnis mitnehmen wollen, entscheiden sich für den BraveheartBattle im unterfränkischen Münnerstadt.

Bei dem Extremlauf über 28 Kilometer müssen die Teilnehmer 50 verschiedene Hindernisse überwinden, bei denen sie mit den Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft und vor allem mit sich selbst in direkten Kontakt kommen.

Es geht mehrmals durch eiskaltes Wasser, das so tief wird, dass man sogar ein Stück tauchen muss.

Hinab in Schlammgruben und ...

... wieder hinauf. Alle Teilnehmer müssen die gleiche Route nehmen. Sogenannte "Pussylanes", also einfachere Routen, gibt es beim BraveheartBattle nicht.

Jeder Teilnehmer läuft, springt und kriecht sein eigenes Rennen und begegnet dabei sicher nicht nur einmal ...

... seinem inneren Schweinehund.

Dennoch gibt es einen Zusammenhalt zwischen den 3000 Startern.

Denn manche Hindernisse könnte man ohne fremde Hilfe gar nicht überwinden. Mitgebrachte Hilfsmittel sind verboten, Kostüme aber ausdrücklich erlaubt.

Viele Teilnehmer setzen auch beim diesjährigen 5. BraveheartBattle mit ihrer Verkleidung bewusst auf schottische Folklore.

Kein Wunder, geht doch der Name des Laufes, der für die Teilnehmer wohl mehr eine Schlacht ist, auf den schottischen Freiheitskämpfer William Wallace zurück. Dieser ging als Braveheart in die Geschichte ein.

Braveheart soll Ende des 13. Jahrhundert das schottische Volk aufgerufen haben, gegen Eduard I. von England vorzugehen. In einer blutigen Schlacht schafften es die Schotten, die englischen Truppen aus ihrem Land zu vertreiben. Mit seinem Schwert soll der Hüne 50 berittene Soldaten nacheinander getötet haben.

Nur mit ähnlicher Kraft und Entschlossenheit schaffen es auch die Läufer des BraveheartBattles, die Strecke zu überwinden.

Der Veranstalter, Joachim von Hippel, ist sich sicher, dass die Fitness bei diesem Rennen rund 40 Prozent ausmacht. Der Rest sei Willensstärke.

Nur die Tapfersten der Tapferen bewältigen die Strecke. Rund fünf Prozent der 3000 Teilnehmer kommen aufgrund von Unterkühlung oder Verletzung nicht ins Ziel.

Alle anderen beißen sich durch. Der Schnellste 2014 schaffte den Weg durch die Hölle in 2 Stunden und 18 Minuten. Die schnellste Frau brauchte 30 Minuten mehr.

Und obwohl Otto Normalverbraucher nicht nachvollziehen können, was die Teilnehmer zu solchen Extremrennen motiviert, sind die 3000 Plätze schnell vergeben.

Die Anmeldungen für den Extremlauf 2015 haben bereits begonnen.

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