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8,8 auf der Richterskala: Chiles Herz in Trümmern

 
8,8 auf der Richterskala: Chiles Herz in Trümmern

Am 27. Februar 2010 um 3.34 Uhr Ortszeit bebt in Chile die Erde. Das Epizentrum liegt etwa 92 Kilometer von Concepción entfernt.

Concepción liegt in der Mitte des Landes und nahe der Pazifikküste. Nach der Hauptstadt Santiago ist die fast eine Million Einwohner zählende Metropole das zweite Wirtschaftszentrum des Landes.

Direkt am Ufer bricht über das benachbarte, zu Tomé gehörige Dichato eine zwei Meter hohe Flutwelle herein.

Brücken werden zerstört, ...

... komplette Häuser schwimmen davon.

Trümmer, Autos, Busse und Züge liegen wild über- und ineinander.

In Concepción reißen die Erschütterungen dieses Wohnhaus in der Mitte auseinander.

Chile ist Risikogebiet für Erdbeben, da an der Küste des südamerikanischen Landes zwei Kontinentalplatten aufeinandertreffen.

Immer wieder kommt es in der Region zu starken Beben.

Auch 1960, als in Chile der stärkste jemals gemessene Erdstoß registriert wird. Er erreicht 9,5 auf der Richterskala. In der südchilenischen Stadt Puerto Montt werden 90 Prozent der Gebäude zerstört.

Propellerflugzeuge der USA versorgen die betroffene Bevölkerung in Puerto Montt mit Hilfsgütern.

Das Epizentrum des "Erdbebens von Valdivia" liegt etwa 430 Kilometer südlich von Concepción. Doch auch dort stürzen Hunderte Gebäude ein.

Wie im aktuellen Fall löst auch das verheerende Erdbeben von 1960 einen Tsunami aus.

15 Stunden nach dem Beben in Chile erreicht die Flutwelle mit einer Geschwindigkeit von etwa 800 Kilometern pro Stunde Hawaii. Hier kommen 61 Menschen ums Leben.

Heute sind viele Gebäude "erdbebensicher" gebaut, ...

... viele andere jedoch noch immer nicht.

Mindestens 711 Todesopfer gab es bisher. Die Zahl werde in nächster Zeit noch weiter steigen, sagt Innenminister Edmundo Pérez Yoma am Montag.

Rettungskräfte sind ständig im Einsatz, um Tote und Verletzte aus den Trümmern zu bergen.

Viele Einwohner vermissen Angehörige oder Freunde. Unter dem Schutt werden Hunderte Menschen vermutet.

Diese Verletzten müssen unter freiem Himmel behandelt werden, da das Krankenhaus durch das Beben beschädigt wurde.

Menschen suchen sich ihre Wege durch die Straßen.

Viele Verkehrswege sind beschädigt ...

... oder komplett zerstört.

Brücken sind vielerorts nicht mehr passierbar.

Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet verschafft sich Stunden nach der Katastrophe ein Bild aus der Luft ...

... und am Boden. Die Nation müsse schnell wieder aufgebaut werden, sagt Bachelet.

Auch US-Präsident Obama reagiert ...

... und sichert Chile die Hilfe der Vereinigten Staaten zu.

Viele Menschen verlassen nach dem ersten Erdstoß zur Sicherheit ihre Häuser und verbringen die Nacht im Freien - manche gar mit Fernseher.

Glücklicherweise ist in Südamerika momentan Sommer, ...

... so dass kaum jemand frieren muss.

In Talcahuano, einer Hafenstadt nur wenige Kilometer von Concepción entfernt, kommt es ebenfalls zu großen Schäden.

Ganze Schiffe werden von der Flutwelle auf die Uferwege geworfen, ...

... Schiffscontainer wild durcheinandergewürfelt, ...

... Wasser steht auf Hafenstraßen.

Auch in der Hauptstadt Santiago de Chile stürzen Gebäude ein.

Ganze Teile von Wohnhäusern ...

... sacken ab.

Für Menschen, die zum Zeitpunkt des Bebens über eine Autobrücke in Santiago fahren ...

... gibt es kein Zurück.

Die Überführungen stürzen einfach herab, ...

... und werfen die Fahrzeuge aufs Dach, wie im 130 Kilometer entfernten Valparaíso.

Viele Chilenen haben nun keine richtige Bleibe mehr. 1,5 Millionen Wohnungen wurden teilweise oder ganz zerstört.

Manche konnten neben sich selbst auch ihre tierischen Gefährten retten, ...

... andere sind allein ...

... und versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.

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