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Jetzt, da das Hochwasser der Neiße zurückgegangen ist, offenbaren sich die Schäden.
Zahlreiche Dörfer in der Flutregion müssen aufräumen.
Viele Hausbesitzer packen an, ...
... entsorgen den Schlamm, den der Fluss mit sich trug.
Das ist mühsame, harte Arbeit.
Einige Häuser sind zerstört oder auf Jahre unbewohnbar geworden.
Der Dreck hat sich überall festgesetzt.
Die Feuchtigkeit ist kaum aus den Wänden zu bekommen.
Manchmal hilft die Sonne, ...
... manchmal nur noch der Mülleimer.
Nach dem Aufräumen müssen Versicherungsfragen geklärt werden.
Und Geschäftsinhaber müssen schauen, wie es um ihre Ware steht.
Das Wasser hat hohen Millionenschaden angerichtet.
Reißende Fluten und ...
... abgesoffene Ortschaften, ...
... dramatische Rettungsaktionen und ...
... geflutete Häuser gehörten in den letzten Tagen zum Bild der Naturgewalt: ...
Das Hochwasser in Sachsen rief Erinnerungen an ....
... die Katastrophe von 2002 hervor.
Damals waren in Sachsen durch das Hochwasser 21 Tote zu beklagen. Der Gesamtschaden wird auf knapp 9 Milliarden Euro geschätzt.
Acht Jahre später drohte in diesen Tagen dann eine neue Hochwasser-Katastrophe: ...
Nach starken Regenfällen war die Neiße an der Grenze zu Polen auf ungeahnte Höhen angeschwollen.
In der Nacht zum Sonntag stieg der Strom nach einem Dammbruch in Polen rasend schnell an.
Binnen drei Stunden kletterte der Pegel in Görlitz um vier Meter, am Sonntagmorgen wurden hier 7,07 Meter erreicht - der höchste Stand seit Beginn der Messungen im Jahr 1912.
In mehreren Regionen Sachsens wurde Katastrophenalarm ausgerufen. Die Anwohner wurden mit Lautsprecherwagen vor einer massiven Flutwelle gewarnt.
In Görlitz begannen die Evakuierungen noch in der Nacht zum Sonntag.
Die betroffenen Bürger verharrten in Notquartieren.
Drei Menschen kamen allein in Sachsen ums Leben.
Alle drei Todesopfer ertranken in diesem Keller in Neukirchen bei Chemnitz, als sie ihr Hab und Gut vor den Fluten retten wollten.
Entlang der Neiße war fast alles überschwemmt, wie hier das Kloster St. Marienthal im ostsächsischen Ostritz.
Ganze Straßenzüge lagen in Görlitz unter meterhohen Wassermassen.
Doch die Lage beruhigte sich relativ schnell.
Insgesamt wurden in der Region um Görlitz knapp 2000 Menschen zweitweise in Sicherheit gebracht, ...
... ein Viertel davon in der Görlitzer Altstadt sowie in den Ortsteilen Hagenwerder, Ludwigsdorf und Ober Neundorf.
Rasend schnell war das Wasser am Samstag auch in die knapp 40 Kilometer von Görlitz entfernte Stadt Zittau geflutet, ...
... ein Wohnviertel musste evakuiert werden.
"Hier herrscht absolutes Chaos, das übertrifft alles bisher Dagewesene", berichtete ein Polizeisprecher.
Mehrere Menschen wurden verletzt oder vom Wasser eingeschlossen. Helfer waren in Schlauchbooten unterwegs.
In Polen sah die Lage ähnlich dramatisch aus: Mit Sandsäcken versuchten die Menschen im polnischen Zgorzelec, sich vor den Fluten zu schützen.
In Bogatynia nahm die Flut alles mit, was ihr im Weg stand, ...
... auch einen Teil dieses Hauses.
Die 18000-Einwohner-Stadt wurde vom Fluss Miedzianka fast vollständig überflutet worden.
Es gab eine Knappheit an Trinkwasser und Brot.
Auch hier mussten mehrere hundert Menschen evakuiert werden.
Betroffen sind auch die Menschen in Bad Muskau. Das Hochwasser beschädigte dort den zum UNESCO-Welterbe zählenden Fürst-Pückler-Park. In Sagar vor Bad Muskau wurden alle Einwohner vorsichtshalber in Sicherheit gebracht.
Deutlich wurde in den letzten Tagen, dass die Region aus der Flut von 2002 gelernt hat. So waren die Helfer besser ausgebildet und ausgerüstet. Das Allerschlimmste konnte auch dadurch verhindert werden.
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