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Elf Menschen sterben: Das Zugunglück von Oberbayern

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Es ist kurz vor 7 Uhr, als südöstlich von München bei Bad Aibling zwei Regionalzüge ineinanderkrachen. (Foto: dpa)

Es ist kurz vor 7 Uhr, als südöstlich von München bei Bad Aibling zwei Regionalzüge ineinanderkrachen.

Es ist kurz vor 7 Uhr, als südöstlich von München bei Bad Aibling zwei Regionalzüge ineinanderkrachen.

Die Züge verkehrten auf der hier eingleisig befahrenen sogenannten Mangfalltalbahn.

Bei dem Zusammenprall verkeilen sich die Fahrzeuge ineinander ...

... und entgleisen teilweise.

Die Fahrgäste, viele von ihnen sind Pendler, haben keine Chance, der Wucht des Aufpralls zu entgehen.

Sofort werden in der ganzen Region Rettungskräfte zusammengezogen.

Bei deren Eintreffen am Unfallort bestätigen sich die schlimmsten Befürchtungen: ...

... Elf Menschen kommen bei dem Unglück ums Leben.

Nach Angaben der Polizei werden 18 Menschen schwer verletzt, 63 kommen mit leichten Verletzungen davon.

Auch das benachbarte Österreich schickt Rettungskräfte und Notarzthubschrauber.

Der Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn, die die Strecke betreibt, zeigt sich erschüttert: ...

... "Der Unfall ist ein Riesenschock für uns. Wir tun alles, um den Reisenden, Angehörigen und Mitarbeitern zu helfen", sagt Bernd Rosenbusch.

Die betroffene Strecke wird komplett gesperrt. Zwischen Rosenheim und Holzkirchen wird zunächst Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Hubschrauber bringen die Schwerverletzten in Krankenhäuser.

Viele Leichtverletzte werden in einer Sammelstelle direkt am Unfallort versorgt.

Der Blutspendedienst München ruft Bürger auf, einen Spendetermin wahrzunehmen, weil es einen erhöhten Bedarf an Blutkonserven gebe. Wegen der hohen Hilfsbereitschaft teilt die Organisation später mit, erst wieder am Mittwoch Spender aufzunehmen.

Wie es zu dem Unglück kam, ist noch völlig unklar. Medienberichte sprechen unter Berufung auf Ermittler von "menschlichem Versagen".

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagt in Nürnberg: "Was hier schiefgelaufen ist in der Abstimmung zwischen den einzelnen Startbahnhöfen, von denen die einzelnen Züge gekommen sind - das muss jetzt näher ermittelt werden."

Jetzt gehe es erstmal darum, die Verletzten zu bergen.

Die Unfallstelle ist sehr schwer zugänglich und liegt an einer Hangkante, die zur Mangfall abfällt.

Deshalb ist auch die Bergwacht im Einsatz.

Verletzte werden mit Hilfe von Seilwinden und Hubschraubern gerettet.

Wären nicht gerade Ferien, wäre die Zahl der Opfer wahrscheinlich noch deutlich höher.

Dennoch dürfte es sich um das schlimmste Zugunglück in Bayern seit Jahrzehnten handeln.

Laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt prallten die Züge vermutlich "mit sehr hoher Geschwindigkeit" aufeinander.

Die Unfallstrecke liege in einer Kurve, so dass die beiden Zugführer vermutlich vorher keinen Sichtkontakt gehabt hätten und "weitestgehend ungebremst" zusammengestoßen seien, so Dobrindt.

Mit Hochdruck werden die in den Zügen befindlichen Blackboxen ausgewertet.

In der Nacht werden die Rettungsarbeiten unterbrochen.

Am Mittwoch sollen die Züge dann mit schwerem Gerät von den Gleisen entfernt werden.

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