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Gedenkfeier im April 2007: Der Erfurter Amoklauf

 
Die Homepage des Gutenberg-Gymnasiums. Bis zum 26. April 2002, 11 Uhr, war die Welt an der Erfurter Schule noch in Ordnung.

Die Homepage des Gutenberg-Gymnasiums. Bis zum 26. April 2002, 11 Uhr, war die Welt an der Erfurter Schule noch in Ordnung.

Dann drang der ehemalige Schüler Robert Steinhäuser in das Gymnasium ein. Er war kurz zuvor von der Schule geflogen.

Nachdem er Schüsse gehört hatte, rief der Hausmeister des Gymnasiums um 11.05 Uhr die Polizei.

Die eintreffenden Beamten wurden sofort aus dem Gebäude heraus beschossen.

Ein schwerbewaffnetes Sondereinsatzkommando wurde hinzugezogen.

Die während des Amoklaufs eingeschlossenen Schüler riefen verzweifelt um Hilfe.

Der 19-jährige Steinhäuser tötete zwölf Lehrer, zwei Schüler, eine Sekretärin und einen Polizisten.

Seine Tatwaffen waren eine Pump-Gun solcher Bauart und eine Pistole.

Die Polizei stellte während des Amoklaufs auf einem nahegelegenen Sportplatz Rettungszelte auf.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Täter vermutlich schon zahlreiche Menschen im Schulgebäude erschossen.

Gerade fanden die Abitur-Prüfungen statt. Robert S. soll mit den Worten "Es hat ja doch keinen Sinn" auch in den Klassenraum seines Mathematikkurses eingedrungen sein und dort um sich geschossen haben.

Eine Schülerin berichtete, wie einen Meter neben ihr eine Lehrerin erschossen wurde.

Mit Schusswesten bekleidete Polizisten umstellten das Gutenberg-Gymnasium.

Als die Polizei in die Schule eindrang, richtete der Amokschütze sich selbst.

Mehrere Menschen wurden durch Schüsse verletzt ...

... und in naheliegende Krankenhäuser gebracht.

Fassungslosigkeit bei Schülern, Eltern und Lehrern.

Erschüttert zeigte sich auch Erfurts Oberbürgermeister Manfred Ruge.

Auch Jahre nach dem Amoklauf können viele das Geschehene noch nicht fassen.

In einer Gedenkfeier erinnern Schüler, Lehrer, Angehörige und Repräsentanten der Stadt Erfurt an die Tat. Erstmals seit dem Amoklauf versammeln sie sich wieder in der Schule im Jugendstil, die inzwischen saniert wurde.

Trauer und Betroffenheit ...

... steht den Anwesenden ins Gesicht geschrieben.

Ein Schülerchor sorgt für die musikalische Untermalung der Gedenkfeier.

Auch Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus, Oberbürgermeister Ruge und Schuldirektorin Christiane Alt gehören zu den Gästen.

"Für viele ist es eine Rückkehr, die man sich erarbeiten muss", sagte Alt mit Blick auf die Zusammenkunft am einstigen Tatort.

Althaus legte vor der Schule ebenso Blumen nieder ...

... wie zahlreiche Schülerinnen und Schüler.

Auch der Lehrer Rainer Heise, der Steinhäuser einsperrte und so den Amoklauf beendete, ist zu der Gedenkfeier gekommen.

Jeder nimmt auf seine Weise noch einmal Abschied von den Opfern.

Auch im Dom der Stadt wird der Toten gedacht.

Nach seiner Sanierung erstrahlt das Gutenberg-Gymnasium in neuem Glanz.

An den Amoklauf soll nichts mehr erinnern - auch wenn das Geschehene nicht vergessen werden kann und darf.

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