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Halloween 2012: Der Monster-Trend geht um die Welt

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"HalloWAS?" Wenn Kinder dieser Tage verkleidet auf Süßigkeiten-Beutezug gehen, ist das vielen Erwachsenen nicht ganz geheuer. (Foto: picture alliance / dpa)

"HalloWAS?" Wenn Kinder dieser Tage verkleidet auf Süßigkeiten-Beutezug gehen, ist das vielen Erwachsenen nicht ganz geheuer.

"HalloWAS?" Wenn Kinder dieser Tage verkleidet auf Süßigkeiten-Beutezug gehen, ist das vielen Erwachsenen nicht ganz geheuer.

Wer Süßigkeiten will, soll zum Martinssingen wiederkommen - und überhaupt ist der 31. Oktober schon durch den Reformationstag belegt. Wer braucht da noch ein heidnisches Halloween?

Dafür, dass es sich es sich bei Halloween um ein keltisches Erntedank- oder Totenfest handeln soll, gibt es allerdings keine handfesten Quellen. Als sicher gilt nur, dass Halloween ursprünglich im katholischen Irland verbreitet war. Die ausgewanderten Iren brachten den Brauch dann in die USA - und von dort kam er zurück nach Europa.

Die Verbreitung in Deutschland geht allerdings tatsächlich auf kommerzielle Interessen zurück: Die Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie führte Halloween 1994 ganz bewusst in Deutschland ein, um eine zweite Saison neben der Faschingszeit zu kreieren.

Es bedurfte einiger Anlaufzeit, doch inzwischen läuft das Geschäft mit dem Grusel blendend: Rund 200 Millionen Euro geben die Deutschen schätzungsweise für Halloween aus, fast 31 Millionen Euro allein für Kostüme, Masken und Perücken.

Landwirte haben mit dem Zierkürbis-Anbau eine neue Nische entdeckt.

Es gibt sogar spezielle Halloween-Sorten, die zusammen mit einer Schnitz-Anleitung verkauft werden. In den USA hat man in dieser Hinsicht sicher keine Nachhilfe mehr nötig, ...

... hier hat Halloween seit über 100 Jahren Tradition.

Legendär ist die New Yorker Halloween-Parade, die seit 1974 durch Greenwich Village zieht. Dieses Jahr muss sie zum ersten Mal ausfallen. Nachdem Hurrikan "Sandy" über die Stadt hinweggefegt ist, haben immer noch hunderttausende New Yorker keinen Strom.

Auch Heidi Klum hat ihre lange vorbereitete Halloween-Party abgesagt, "aus erkennbaren Gründen". Im letzten Jahr schockierte sie als lebende Leiche.

Wer sich keinen Maskenbildner leisten kann, der wählt den klassischen Gespenster-Look.

Auch das Hexen-Kostüm geht immer. Mittlerweile geht der Trend aber zu blutigeren Auftritten: Gefragt sind Zombies, Monster und Mutanten, weiß Jörg Reisemann vom Fachgeschäft Deko Behrendt in Berlin: "Das Sortiment ist in den vergangenen fünf bis zehn Jahren enorm gewachsen".

Dank aufklebbarer Narben, diversen Bluteffekten oder Kontaktlinsen und speziellem Make up gelingt auch Laien der Gruseleffekt.

Masken tun es natürlich auch.

Wichtig: die richtige Haltung.

Das sehen diese beiden Mädchen in Berlin genauso.

Die Lust am Verkleiden ist generationsübergreifend.

Beim Süßigkeiten-Erbetteln dürfen Erwachsene allenfalls Geleitschutz geben, ...

... doch es gibt ja noch genug andere Möglichkeiten, seine Kostümierung zu präsentieren.

Auf dem Rad zum Beispiel, wie hier beim Halloween-Ride durchs nächtliche Madrid.

In der sibirischen Stadt Krasnojarsk treffen sich Monster zum "Evil Spirits"-Flashmob.

Und in Johannesburg werden die originellsten Kostüme prämiert.

Schön und traditionell, aber zum Sieg dürfte es nicht reichen, ...

... denn die Konkurrenz ist hart - und reichlich verstörend.

Für Irritationen dürfte auch der Auftritt dieser beiden Verkehrspolizisten in Manila sorgen.

Verkleidungen im Dienst sind aber auch in den USA nicht unüblich.

Tobende Kinder auf dem Friedhof? Fürs europäische Auge mag das befremdlich erscheinen.

Ziel der "Tour de Graves" in South Carolina ist es, das Bewusstsein für die lange Geschichte der historischen Friedhöfe in der Region zu schärfen.

In Texas dagegen herrscht großer Andrang ...

... bei den Spukhäusern, die in dieser Nacht geöffnet haben.

In Deutschland laden diverse Orte gegen Gebühr zum Gruseln ein, hier etwa der Freizeitpark Belantis ...

... oder der Berliner Tierpark, wo es vergleichsweise gesittet zugeht.

Wer keinen Eintritt zahlen möchte, zelebriert Halloween einfach vor der eigenen Haustür, wie diese beiden Berlinerinnen.

Hier ziehen Kinder in Frankfurt durch die Nachbarschaft. In Neubaugebieten mit vielen Familien stehen die Chancen auf Süßigkeiten gut. "Die Erwachsenen bringen Halloween viel Verständnis entgegen. Es ist im Grunde eine Form der Nachbarschaftspflege", sagt die Volkskundlerin Christiane Cantauw. In gewachsenen Stadtgebieten mit vielen älteren Menschen spiele Halloween dagegen kaum eine Rolle.

Kein Grund zur Aufregung also. Und bald ist der Spuk ja sowieso vorbei.

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