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Was ist das da draußen?: Der Sommer verdient seinen Namen nicht

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Gestern im Lokal. 15 Tische draußen. Alle leer, weil ... alle nass. 5 Tische drinnen. Alle rappelvoll, weil trocken. Eine Runde heißen Tee für die Gäste. Und dann dreht der Wirt die Musik auf: ... (Foto: dpa)

Gestern im Lokal. 15 Tische draußen. Alle leer, weil ... alle nass. 5 Tische drinnen. Alle rappelvoll, weil trocken. Eine Runde heißen Tee für die Gäste. Und dann dreht der Wirt die Musik auf: ...

Gestern im Lokal. 15 Tische draußen. Alle leer, weil ... alle nass. 5 Tische drinnen. Alle rappelvoll, weil trocken. Eine Runde heißen Tee für die Gäste. Und dann dreht der Wirt die Musik auf: ...

... "Wir brauchten früher keine große Reise. ...

... Wir wurden braun auf Borkum und auf Sylt. ...

... Doch heute sind die Braunen nur noch Weiße, ...

... denn hier wird man ja doch nur tiefgekühlt." (Oder bis auf die Knochen durchnässt.)

Dann folgt was von hitzefrei und Freibad, von Sonnenbrand und Eis. Brrrrh. Alle Gäste nicken betroffen und zeigen mit dem Finger nach draußen auf den Himmel.

Soweit man den durch die verregnete Scheibe überhaupt erkennen kann.

Und dann dreht der Wirt auf: ...

... "Wann wird's mal wieder richtig Sommer? Ein Sommer wie er früher einmal war. ...

... Mit Sonnenschein von Juni bis September. Und nicht so nass und so sibirisch wie im letzten, nein, wie in diesem! Jahr."

Die trübe Suppe am Himmel ist Gesprächsthema Nummer eins an diesem Abend.

Nicht nur Stammgäste, auch Urlauber, Wirt und die Kellnerin, eine Austauschstudentin aus wärmeren Gefilden, bedauern sich gemeinsam angesichts des feuchten, ungemütlichen Wetters.

Nach einem Bombenfrühling zeigt sich der Sommer 2011 von seiner bisher schlechtesten Seite: ...

... viel Regen, Sturm, ein wolkenverhangener Himmel, frische Temperaturen.

Diese unbeständige Witterung bestand schon zum Zeitraum des Siebenschläfers um den 27. Juni. Und kann sich, wie bei Großwetterlagen üblich, vier bis sieben Wochen halten.

Keine guten Aussichten für die verbleibenden Juli-Tage.

Und wenn dann auch noch Unwetter, ...

... Überschwemmungen ...

... und Schnee wie auf der Zugspitze hinzukommen, dann ist wirklich auch der letzte Funken Sommerlaune dahin.

Und wir träumen uns zurück und verklären die vergangenen Sommer, als wir noch Sonne satt tanken durften: ...

... "Und was wir da für Hitzewellen hatten, Pulloverfabrikanten gingen ein. ...

... Da gab es bis zu 40 Grad im Schatten. ...

... Wir mussten mit den Wasser sparsam sein."

Ach ja, knallende Sonne, Saunatemperaturen, Schafe, die geschoren werden wollen, FKK, ach ja, war das schön.

Stattdessen Regenjacke und Schirm statt Bikini und Shorts, ...

... Warmkuscheln unter der Decke statt Fläzen auf heißem Sand.

Sollen wir den Sommer 2011 also aufgeben?

Nein. Meteorologen machen Hoffnung für den August. Und so stimmen wir alle zum finalen Gesang ein: ...

... "Wann wird's mal wieder richtig Sommer?"

Und wer die Hoffnung doch schon aufgegeben hat: ab in den Flieger!

Oder schon mal in Vorfreude auf den Winter einen Schlitten besorgen, bevor die wieder ausverkauft sind. Der Winter kommt bestimmt. Versprochen!

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