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Regen, Regen, Regen: Deutschland versinkt im Hochwasser

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Eigentlich sollte der Wonnemonat Mai mit Sonnenstrahlen verwöhnen. Doch in diesem Jahr kommt es anders. (Foto: picture-alliance / dpa)

Eigentlich sollte der Wonnemonat Mai mit Sonnenstrahlen verwöhnen. Doch in diesem Jahr kommt es anders.

Eigentlich sollte der Wonnemonat Mai mit Sonnenstrahlen verwöhnen. Doch in diesem Jahr kommt es anders.

Angaben von Meteorologen zufolge ist dieser Mai so regnerisch und nass gewesen, wie kaum ein anderer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor mehr als 140 Jahren.

Bundesweit fallen am letzten Tag im Mai im Schnitt 127 Liter Niederschlag je Quadratmeter - satte 178 Prozent mehr als im langjährigen Schnitt.

Das schlechte Wetter verhagelt so manch einem das Geschäft. Doch das ist nicht das Schlimmste.

Denn in vielen Gebieten des Landes führt der über mehrere Tage anhaltende Dauerregen zu starkem Hochwasser und Überflutungen.

Vor allem in Niedersachsen kommt es zu Überschwemmungen, da die Flüsse die Wassermassen nicht mehr aufnehmen können. Das Hochwasserrückhaltebecken Salzderhelden, das dem Schutz des Leinetals dient, läuft voll.

Im Raum Hannover fordern die Fluten bereits ein Todesopfer. Eine Radfahrerin stürzt auf einer gesperrten, überfluteten Landstraße und treibt in der Strömung ab. Wenig später stirbt sie in einer Klinik.

Feuerwehr und Rettungskräfte sind in den Hochwassergebieten im Dauereinsatz.

Während sich die Lage in Niedersachsen wieder langsam entspannt hat, zieht der Regen nach Süd- und Mitteldeutschland weiter.

In Bayern und ...

... Sachsen muss Katastrophenalarm ausgelöst werden.

Meteorologen sprechen außerdem Warnungen für Baden-Württemberg sowie bestimmte Regionen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen aus.

In den betroffenen Gebieten werden lokal Regenmengen von bis zu 70 Litern je Quadratmeter, am Alpennordrand sogar von mehr als 120 Liter erwartet. Meteorologen sprechen von "extremen Unwettern".

In Felsberg in Nordhessen errichten THW-Helfer eine Sandsackbarriere, da hier die Eder in unmittelbarer Nähe vorbeifließt.

Die Hochwasserlage verschärft sich insbesondere in Nordbayern weiter.

In Oberfranken müssen Anwohner im Kreis Lichtenfels in Sicherheit gebracht werden.

Auf der Autobahn 73 bei Buttenheim nahe Bamberg ist die rechte Spur überflutet.

Auch in Sachsen-Anhalt heißt es "Land unter".

Inzwischen sehen sich Politiker, wie Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, in den Hochwassergebieten um - natürlich nur mit Gummistiefeln.

Die Bundeskanzlerin sagt den am stärksten betroffenen Gebieten Hilfe zu, ...

... denn die Schäden sind immens.

Die Böden sind mittlerweile so durchnässt wie seit 50 Jahren nicht mehr. 40 Prozent der Fläche sind von Bodenfeuchten betroffen, wie sie zuletzt 1962 gemessen wurden.

Der Regen setzt auch Tieren und Pflanzen zu. Einige Jungstörche verenden bereits in ihren völlig durchnässten Nestern.

Auch in Tschechien spitzt sich die Lage zu. Die Altstadt von Prag wird von den Fluten der Moldau bedroht. Zahlreiche Regionen in Österreich und der Schweiz kämpfen ebenfalls mit den Wassermassen.

Experten befürchten, dass es in den nächsten Tagen in Passau zu einem neuen Jahrhunderthochwasser kommen wird.

Vom meteorologischen Sommer, der am 1. Juni begonnen hat, ist derzeit nichts zu spüren.

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