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Houston, Porsche, Bach: Die Abschiede des Jahres 2012

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Die Unbequemen, die Außenseiter, die Schwierigen waren die Lieblingsrollen des deutschen Schauspielers Vadim Glowna, der in mehr als 160 Kino- und Fernsehfilmen mitspielte. Wer sein markantes Gesicht einmal sah, behielt es in Erinnerung. Am 24. Januar starb Vadim Glowna 70-jährig  in Berlin. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Die Unbequemen, die Außenseiter, die Schwierigen waren die Lieblingsrollen des deutschen Schauspielers Vadim Glowna, der in mehr als 160 Kino- und Fernsehfilmen mitspielte. Wer sein markantes Gesicht einmal sah, behielt es in Erinnerung. Am 24. Januar starb Vadim Glowna 70-jährig in Berlin.

Am 4. Januar 2012 starb der ehemalige Eishockey-Bundestrainer Xaver Unsinn nach schwerer Krankheit im Alter von 82 Jahren. Unsinn betreute die deutsche Nationalmannschaft bei insgesamt 221 Länderspielen und gewann mit seinem Team beim größten Erfolg 1976 in Innsbruck sensationell Olympiabronze. Sein Motto war: "Ein Mensch, der kein Glück hat, kann kein Trainer werden."

Die Unbequemen, die Außenseiter, die Schwierigen waren die Lieblingsrollen des deutschen Schauspielers Vadim Glowna, der in mehr als 160 Kino- und Fernsehfilmen mitspielte. Wer sein markantes Gesicht einmal sah, behielt es in Erinnerung. Am 24. Januar starb Vadim Glowna 70-jährig in Berlin.

Der griechische Meisterregisseur Theo Angelopoulos war ein kritischer Chronist seines Heimatlandes. 1998 bekam er für den Film "Die Ewigkeit und ein Tag" mit Bruno Ganz die Goldene Palme von Cannes. Er erlag am 24. Januar bei Filmdreharbeiten den Folgen eines Verkehrsunfalls. Angelopoulos wurde 76 Jahre alt.

Am 6. Februar starb Antoni Tàpies. Der spanische Maler und Grafiker war einer der bedeutendsten abstrakten Künstler der Gegenwart. Das Werk des Katalanen spiegelte auch Erfahrungen mit dem Bürgerkrieg und der Franco-Diktatur wider. Seine Werke wurden in namhaften Museen in aller Welt ausgestellt. Tàpies wurde 88.

Besonders tragisch und aufsehenerregend war der Tod der US-Souldiva Whitney Houston am 11. Februar. Sie wurde nur 48 Jahre alt. Mit dem Liebeslied "I Will Always Love You" im Film "The Bodyguard"...

... wurde sie 1992 zum Superstar. Drogen- und Alkoholmissbrauch leiteten ihren Abstieg ein, mehrfach war sie in Entzugskliniken. Als Todesursache wurde Ertrinken in der Badewanne angegeben. Offenbar hatte sie kurz vor ihrem Tod Kokain genommen, in ihrem Körper fanden sich auch Spuren von Marihuana, Beruhigungsmitteln und anderen Medikamenten.

Am 18. Februar starb der Regisseur und langjährige Leiter des Deutschen Theaters in Berlin, Thomas Langhoff. Er stammte aus einer Theaterfamilie. Die großen Klassiker wie Tschechow, Ibsen, Gorki, Hauptmann und Strindberg waren sein Metier. Seine Inszenierungen übertrugen die alten Werke getreu und unverfälscht in die Gegenwart - Neuinterpretation und Dekonstruktion waren nicht seine Art. Langhoff wurde 73 Jahre alt.

Patriarch Schenuda III., Oberhaupt der koptischen Kirche Ägyptens, starb am 17. März im Alter von 88 Jahren. Vier Jahrzehnte lang war der Ägypter Oberhaupt und Papst der koptisch-orthodoxen Christen. Zu deren Schutz bemühte er sich um einen Ausgleich mit der muslimischen Mehrheit. Erzbischof Robert Zollitsch würdigte den Verstorbenen als "Brückenbauer der koptischen Christen".

Der italienische Schriftsteller Antonio Tabucchi war ein kritischer Zeitzeuge seines Landes und ein Freund Portugals. Er wurde jahrelang als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt. Sein wohl bekanntestes Werk war der Roman "Erklärt Pereira" (1994), der auch verfilmt wurde. Tabucchi starb am 25. März. Er wurde 68 Jahre alt.

Ferdinand Alexander Porsche starb am 5. April mit 76 Jahren in Österreich. Der deutsche Auto-Designer entwarf die Sportwagen-Ikone Porsche 911. Der Enkel von Firmengründer Ferdinand Porsche hatte den Autobauer im Jahr 1972 verlassen. Die bestimmende Rolle im Unternehmen musste er seinem Cousin Ferdinand Piëch überlassen. Bis zuletzt war er aber Ehrenvorsitzender des Porsche-Aufsichtsrats.

Der vielfach preisgekrönte US-amerikanische Kinderbuchautor und Illustrator Maurice Sendak wurde durch sein 1963 erschienenes Buch "Wo die wilden Kerle wohnen" weltberühmt. Es wurde auch verfilmt. Für seine Geschichten fühlte sich Sendak tief in die Welt von Kindern ein. Seine Werke wurden sogar von Therapeuten genutzt. Er starb am 8. Mai mit 83 Jahren.

Der Schriftsteller Carlos Fuentes gehörte zu den wichtigsten Erzählern der mexikanischen Literatur und war einer der ganz Großen der spanischsprachigen Schriftkunst. Der Cervantes-Preisträger setzte sich in seinen Romanen mit der Geschichte seines Landes auseinander. Darin sezierte er das Wesen des Mexikaners und schlug Brücken zwischen Amerika und Europa. Als linker Intellektueller nahm er immer wieder zu politischen Fragen Stellung. Am 15. Mai erlag er einem Herzinfarkt. Fuentes wurde 83.

Der deutsche Historiker und Publizist Arno Lustiger hatte den Holocaust überlebt und war eine wichtige Instanz für die Geschichte der Juden in dieser Zeit. Er sah in den Juden mehr als willenlose Opfer und in den Nichtjuden mehr als willfährige Täter. Am 15. Mai starb Lustiger im Alter von 88 Jahren.

Kurt Felix vereinte mit "Verstehen Sie Spaß?" lange Zeit die Generationen vor dem Fernsehschirm. Er moderierte die Unterhaltungsshow in der ARD knapp elf Jahre lang bis Anfang 1990, ...

... ab 1983 gemeinsam mit Ehefrau Paola. Seine Streiche mit versteckter Kamera sind TV-Legende. Im Alter von 71 Jahren erlag der Schweizer am 16. Mai einem Krebsleiden.

In den 70er und 80er Jahren beherrschte die US-Sängerin Donna Summer mit Hits wie "She Works Hard for the Money" die Disco-Charts. Die Karriere von LaDonna Andrea Gaines, wie sie eigentlich hieß, begann in Deutschland. Auf Empfehlung des Musikproduzenten Hansjörg "Giorgio" Moroder anglisierte sie den Nachnamen ihres österreichischen Ehemannes Helmuth Sommer. Die mit Moroder 1975 in München aufgenommene, erotisch hingestöhnte Single "Love To Love You Baby" wurde zu einem Skandal ...

... und einem Welterfolg. Über zwei Jahrzehnte sang Donna Summer Hit auf Hit. Fünfmal gewann sie den Grammy, über zehn goldene Schallplatten bekam sie für ihre Alben. Am 17. Mai erlag sie 63-jährig ihrer Krebserkrankung.

Der deutsche "Jahrhundertsänger" Dietrich Fischer-Dieskau war eine Ikone des romantischen Liedgesangs. Unvergessen bleiben seine Interpretationen von Franz Schuberts "Winterreise". Er machte aber auch als Opernsänger, Musikpädagoge und Schriftsteller Karriere. Er starb am 18. Mai kurz vor seinem 87. Geburtstag.

Mit seinen beiden Brüdern Barry und Maurice hatte Robin Gibb Anfang der 1960er Jahre das erfolgreiche "Bee Gees"-Trio gegründet und ihren unverwechselbaren Disco-Sound geformt. In den 80ern ...

... feierten sie große Erfolge mit Hits wie "Juliet" und "Stayin' Alive". Außerdem produzierten sie den Soundtrack zu "Saturday Night Fever". Am 20. Mai erlag Robin Gibb (l) seinem Krebsleiden, an dem er seit Langem gelitten hatte. Zuvor waren bereits die Gibb-Brüder Andy und Maurice (r) viel zu jung gestorben.

Margarete Mitscherlich starb am 12. Juni kurz vor ihrem 95. Geburtstag. Die gebürtige Dänin war die Grande Dame der Psychoanalyse. Zusammen mit ihrem 1982 verstorbenen Mann Alexander analysierte sie in dem bahnbrechenden Bestseller "Die Unfähigkeit zu trauern" (1967) die deutsche Nachkriegsgesellschaft. Das Buch über kollektive Verdrängungsmechanismen regte zahllose Debatten an.

Der als Hardliner bekannte Politiker Izchak Schamir gehörte zu den Gründervätern Israels. Der zweimalige Regierungschef (1983-1984, 1986-1992) und Verfechter von "Groß-Israel" lehnte Friedensverträge mit den Palästinensern vehement ab. Er starb am 30. Juni nach längerer Krankheit im Alter von 96 Jahren.

Die Tänzerin, Sängerin und Entertainerin Margot Werner begann ihre Karriere am Ballett, bekannt wurde die Österreicherin jedoch in den 1970er Jahren durch ihre Fernsehauftritte und ihren Hit "So ein Mann". Sie verübte am 1. Juli in einer Klinik Selbstmord. Margot Werner wurde 74 Jahre alt.

Der Italiener Sergio Pininfarina war einer der bedeutendsten Autodesigner und gab Dutzenden Sportwagenmodellen von Ferrari, Alfa Romeo und Maserati ihre unverkennbare Form. So war er verantwortlich für die schlanke Ferrari-Silhouette (Bild von 1959, vor einem Ferrari). Der "Altmeister" starb am 3. Juli im Alter von 85 Jahren.

Die Astronautin Sally Ride war 1983 an Bord der NASA-Raumfähre "Challenger" als erste US-Amerikanerin im All. Zuvor hatte sie sich mit 8000 Mitbewerbern auf eine Zeitungsanzeige gemeldet, mit der die Nasa Astronauten suchte. 35 wurden ausgewählt, darunter 6 Frauen. Ride starb mit 61 Jahren am 23. Juli an Krebs. US-Präsident Obama würdigte sie als "nationale Heldin" und als großes Vorbild für "Generationen von jungen Mädchen".

Die mehrfach preisgekrönte deutsche Film- und Theaterschauspielerin Susanne Lothar spielte die gedemütigten, verletzten und verzweifelten Frauen. Regisseure schätzten sie, weil sie sich bis zum Letzten in ihre Rollen einbrachte. Die Frau ...

... des bereits 2007 an Krebs gestorbenen Ulrich Mühe beeindruckte das Publikum etwa in "Das weiße Band" oder in "Funny Games". Susanne Lothar wurde nur 51 Jahre alt. Sie starb am 25. Juli.

Der US-amerikanische Schriftsteller und Drehbuchautor Gore Vidal setzte sich in vielen Büchern scharfzüngig mit der Politik und Gesellschaft seiner Heimat auseinander. Er schrieb Sachbücher und Romane, außerdem Drehbücher und Theaterstücke. Den Durchbruch schaffte Vidal 1968 mit "Myra Breckinridge", einer Persiflage auf den Hollywoodzirkus. Vidal starb am 31. Juli mit 86.

Liselotte Funcke, Mitbegründerin der FDP, saß von 1961 bis 1979 im Bundestag, davon zehn Jahre als dessen Vizepräsidentin. 1981 übernahm sie das Amt der Ausländerbeauftragten, das sie ebenfalls zehn Jahre innehatte. Funcke starb am 2. August; sie wurde 94 Jahre alt.

Der US-Folksänger, Songwriter und Gitarrist Scott McKenzie schrieb mit "San Francisco" Popgeschichte. Sein Hit wurde zur Hymne der Hippies und Blumenkinder und weltweit ein Hit. Bis zum heutigen Tag steht das Lied für den "Sommer der Liebe" 1967. Den Erfolg von damals konnte McKenzie aber nie wieder erreichen. Er starb mit 73 Jahren am 18. August.

Zwei Jahrzehnte regierte Meles Zenawi Äthiopien mit harter Hand. Dabei ging er rabiat gegen Regimekritiker vor. Er galt als verlässlicher Partner der USA im Kampf gegen den islamischen Terrorismus. Mit Waffengewalt bekämpfte der Ministerpräsident islamische Extremisten im Nachbarland Somalia. Zenawi erlag am 20. August in einem belgischen Krankenhaus den Folgen einer Infektion. Er wurde 57.

Der Sozialdemokrat Georg Leber stieg vom Maurer zum Gewerkschaftsführer, Bundesverkehrs-, Post- und schließlich Verteidigungsminister auf. Er hatte seit 1966 Ministerposten in den Kabinetten Kiesinger, Brandt und Schmidt inne. Besonders bei der Truppe war er beliebt. Man nannte ihn "Soldatenvater". Georg Leber starb am 21. August mit 91 Jahren.

Der US-Raumfahrt-Pionier Neil Armstrong betrat am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond. Dabei sprach der Astronaut die legendären Worte: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit." Armstrong starb am 25. August im Alter von 82 Jahren an den Folgen einer Herzoperation.

.Der Psychotherapeut Martin Goldstein beantwortete unter dem Pseudonym "Dr. Sommer" tausende Fragen von jugendlichen "Bravo"-Lesern über Liebe und Sex - 15 Jahre lang, von 1969 bis 1984. Er wurde zum Aufklärer der Jugend, ohne selbst je aufgeklärt worden zu sein. Seine eigene Jugend verbrachte er in Todesangst: Wegen seines jüdischen Vaters wurde er von den Nationalsozialisten verfolgt. Goldstein wurde 85; er starb am 31. August,

Der Gründer der Mun-Sekte, San Myung Mun, starb am 3. September im Alter von 92 Jahren. Spektakuläre Massenhochzeiten machten die sogenannte Vereinigungskirche des Koreaners bekannt, der sich für den Messias hielt. Für seine Kritiker war Mun ein Verführer, der es über seine religiösen Aktivitäten hinaus dank eines ausgeprägten Geschäftssinns und einer ergebenen Gefolgschaft zum Milliardär gebracht hatte - zu seiner Sekte gehört auch ein Wirtschaftsimperium.

Der CSU-Politiker Friedrich Zimmermann brachte es in Bonn zum Bundesinnen- und Verkehrsminister. Er vertrat eine harte Linie in der Ausländerpolitik. Von 1982 bis 1989 war Zimmermann als Bundesinnenminister verantwortlich etwa für das Vermummungsverbot und die Kronzeugenregelung. Danach war er bis Anfang 1991 Bundesverkehrsminister und brachte Regelungen für bleifreies Benzin und den Katalysator auf den Weg. Er starb am 16. September im Alter von 87 Jahren.

Kugelrund, komisch, gerne schrill und schon früh offen schwul: Der Schauspieler Dirk Bach fiel auf. Überraschend starb der TV-Star am 1. Oktober mit nur 51 Jahren. Wahrscheinliche Todesursache: Herzversagen. Kollegen schätzten ihn als sehr herzlichen Menschen. Millionen TV-Zuschauern bleibt der kleine, lustige Entertainer als Moderator des RTL-"Dschungelcamps" in Erinnerung.

Der frühere deutsche Handball-Nationalspieler Erhard Wunderlich wurde 1999 zum "Handballer des Jahrhunderts" in Deutschland gewählt. Der Rückraumspieler (Nummer 9) gewann 1978 die Weltmeisterschaft, 1983 mit dem VfL Gummersbach den Europapokal der Landesmeister und 1984 mit der Nationalmannschaft Olympia-Silber. 1978, 1983 und 1984 erhielt er die höchste sportliche Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, das "Silberne Lorbeerblatt". Wunderlich wurde nur 55 Jahre alt; er starb am 4. Oktober an Krebs.

Helmut Haller war in den 1960er Jahren einer der populärsten Fußballer Deutschlands und wurde als erster Ausländer 1964 zu Italiens "Fußballer des Jahres" gewählt. Der Mittelfeldspieler wurde 1966 mit der Fußball-Nationalelf Vize-Weltmeister. Am 11. Oktober starb er im Alter von 73 Jahren.

Der bekannte Sportreporter Harry Valérien war Mitbegründer und langjähriger Moderator der ZDF-Sendung "Das aktuelle Sportstudio". Von den Winterspielen 1952 an berichtete der "Grandseigneur der Sportreportage" mit einer Ausnahme (1956) bis in die 1990er Jahre immer von Olympia. Valérien wurde 88; er starb am 12. Oktober.

Am Leben von Norodom Sihanuk lässt sich die Geschichte Kambodschas seit den 1950er Jahren nacherzählen. Mehrfach stand er an der Spitze von Staat oder Regierung, mehrfach musste er das Land verlassen. Als König, Sozialist, Premierminister, Kommunist, Präsident, Rote Khmer-Befürworter, dann Gefangener und schließlich wieder König prägte er die Geschicke Kambodschas seit der Unabhängigkeit 1953 maßgeblich. Er starb mit 89 Jahren am 15. Oktober.

Der Film- und Fernsehautor Wolfgang Menge begeisterte das Fernsehpublikum mit Serien wie "Ein Herz und eine Seele" mit der von ihm erfundenen Figur "Ekel Alfred", der Karikatur des deutschen Spießers und Sozi-Hassers, gespielt von Heinz Schubert. Vorher schon erregte Menge 1970 mit dem visionären Spektakel "Das Millionenspiel" Aufsehen. Menge starb am 17. Oktober, er wurde 88.

Käthe Reichel verkörperte auf der Bühne, in Film und Fernsehen große Frauengestalten. Von Bertolt Brecht entdeckt und an seine Berliner Bühne geholt, wurde sie zu einer der bekanntesten Schauspielerinnen der DDR. Sie setzte sich zudem für die Bürgerrechte ein. Am 19. Oktober verstarb Reichel 86-jährig.

Mit mehr als 130 Opern, Symphonien, Chorwerken, Kammermusikstücken und Balletten ist Hans Werner Henze einer der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart. Den Durchbruch feierte er 1966 in Salzburg mit seiner Oper "Die Bassariden". Er starb mit 86 Jahren am 27. Oktober.

Mit einem eiskalten Lächeln schrieb er Fernsehgeschichte: Der US-Schauspieler Larry Hagman gab in der Fernsehserie "Dallas" als J.R. Ewing den Fiesling einer texanischen Öldynastie. Das machte ihn weltweit bekannt. Auf Öl vertraute er ansonsten allerdings nicht so sehr, er machte Werbung für Solarenergie. Hagman wurde 81 Jahre alt, fast bis zuletzt hatte er gedreht. Er starb am 23. November.

Der bei rebellierenden Studenten unbeliebte Sozialdemokrat Klaus Schütz war von 1967 bis 1977 Regierender Bürgermeister West-Berlins. Er begann seine politische Laufbahn bei der SPD zwar in deren linkem Flügel, der Studentenbewegung und dem SDS (Sozialistischer Studentenbund) stand er jedoch ablehnend gegenüber - so wurde er zum Feindbild der Bewegung. Später war er deutscher Botschafter in Israel und Intendant der Deutschen Welle. Schütz starb am 29. November im Alter von 86 Jahren.

Der US-amerikanische Jazzpianist, Komponist und Bandleader Dave Brubeck machte die Improvisationsmusik salonfähig. Mit Stücken wie "Take Five" oder "In Your Own Sweet Way" wurde er weltberühmt. Sein "Dave Brubeck Quartet" trat mit Stars wie Charlie Parker auf. Er starb am 5. Dezember, nur einen Tag vor seinem 92. Geburtstag.

Ebenfalls am 5. Dezember, zehn Tage vor seinem 105. Geburtstag, starb der brasilianische Star-Architekt Oscar Niemeyer in seiner Heimatstadt Rio de Janeiro. Er war einer der Wegbereiter der brasilianischen Architektur-Moderne. Niemeyer schuf Hunderte Bauwerke in aller Welt, darunter die UN-Zentrale in New York ...

... und die "Reißbrett-Hauptstadt" Brasilia, für die er Weltruhm erlangte. Geschwungene Kurven, freie Räume und keine rechten Winkel waren die Markenzeichen des Kommunisten.

Er war eine der reichsten Persönlichkeiten der Bundesrepublik - und eine der öffentlichkeitsscheusten. Nur zwei Jahre nach seinem Vater Theo ist im November der Aldi-Erbe Berthold Albrecht gestorben. Er war für die Unternehmensgruppe Aldi Nord und für das US-Geschäft zuständig. In seitenfüllenden Traueranzeigen machte seine Familie seinen Tod am 7. Dezember in deutschen Tageszeitungen öffentlich. Berthold Albrecht wurde nur 58 Jahre alt.

Der ehemalige Fußball-Schiedsrichter Manfred Amerell wurde am 11. Dezember tot in seiner Wohnung in München aufgefunden. Der genaue Todeszeitpunkt konnte nicht festgestellt werden; er liegt zwischen dem 6. und 11. Dezember. Die Obduktion ergab als Todesursache einen Herzinfarkt. Amerell wurde 65 Jahre alt. Sein Tod ist der tragische Schlusspunkt hinter seinem Kampf um Rehabilitierung. Bis zuletzt war Amerell als Schlüsselfigur des Schiedsrichter-Skandals von 2010 damit beschäftigt, seinen Ruf wiederherzustellen, der durch die Affäre um angebliche Sex-Kontakte zum ehemaligen FIFA-Schiedsrichter Michael Kempter angeschlagen war.

Der indische Weltstar Ravi Shankar machte die Musik seines Landes im Westen populär. Der Meister der Sitar, einem lautenartigen Saiteninstrument, beeinflusste viele Bands. Shankar brachte George Harrison von den Beatles das Sitar-Spielen bei und trat 1969 auf dem legendären Woodstock-Festival auf. Er war der Vater der Sitar-Spielerin Anoushka Shankar und der Soul- und Jazzsängerin Norah Jones. Seine Heimat feierte ihn als "größten indischen Musiker aller Zeiten". Der dreimalige Grammy-Gewinner starb am 11. Dezember im Alter von 92 Jahren.

Kunstturn-Olympiasieger Klaus Köste, Goldmedaillengewinner von München 1972 am Sprung, starb am 14. Dezember in Leipzig im Alter von 69 Jahren an Herzversagen. Der in Frankfurt/Oder geborene Köste war erste Kunstturn-Olympiasieger der DDR und der älteste noch lebende deutsche Turn-Olympiasieger. Gemeinsam mit dem ehemaligen Reck-Weltmeister Eberhard Gienger hält er die Rekordmarke von 34 nationalen Einzeltiteln.

Der frühere Verteidigungsminister und SPD-Politiker Peter Struck erlag am 19. Dezember im Alter von 69 Jahren einem Herzanfall. Er saß 29 Jahre im Bundestag und war zweimal SPD-Fraktionschef. Nach dem Rücktritt von Rudolf Scharping wurde Struck im Jahr 2002 Verteidigungsminister und prägte mit Blick auf den Bundeswehreinsatz in Afghanistan den Satz: "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt". Er verschaffte sich bei Rekruten und Generälen in seiner Amtszeit viel Anerkennung. In der SPD genoss der schnauzbärtige Pfeifenraucher und Motorradfahrer Struck bis zuletzt hohes Ansehen, obwohl er nie ein hohes Parteiamt innehatte. Sein Tod wurde über die Parteigrenzen hinweg mit Bestürzung aufgenommen.

Am Heiligabend verstarb der US-Schauspieler Jack Klugman im Alter von 90 Jahren. Er war in den 70er und frühen 80er Jahren ein bekanntes Gesicht im US-Fernsehen. In der Krimiserie "Quincy" spielte er einen prinzipientreuen, mit detektivischem Spürsinn ausgestatteten Gerichtsmediziner, der fragwürdigen Todesfällen auf den Grund ging. Zudem stand Klugman für die Comedyreihe "Männerwirtschaft" vor der Kamera.

Die US-Soulsängerin Fontella Bass starb in der Nacht zum 27. Dezember in ihrer Heimatstadt St. Louis im Alter von 72 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Die 1940 in St. Louis im Bundesstaat Missouri geborene Sängerin feierte Mitte der 60er Jahre mit "Don't Mess Up A Good Thing" erste Erfolge. Ihr größter Hit war der R&B-Song "Rescue Me", mit dem sie 1965 vier Wochen lang an der Spitze der US-Billboardcharts stand.

Der ehemalige US-General Norman Schwarzkopf war der Held von "Operation Wüstensturm" im ersten Golfkrieg. Er führte unter dem damaligen Präsidenten George Bush senior Anfang 1991 die internationalen Streitkräfte zur Befreiung Kuwaits an. Der Golfstaat war Monate zuvor von irakischen Truppen auf Befehl des damaligen Diktators Saddam Hussein besetzt worden. Schwarzkopf starb am 27. Dezember im Alter von 78 Jahren. (abe/dpa)

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