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Montag, 16. Dezember 2013

Hildebrandt, Reed, Thatcher, Mandela: Die Abschiede des Jahres 2013

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Zum Jahresende blicken wir zurück und erinnern an bekannte, berühmte, besondere Persönlichkeiten aus Politik, Kunst, Sport, Wissenschaft, Fernsehen und Wirtschaft, die im Jahr 2013 gestorben sind. (Foto: dpa)

Zum Jahresende blicken wir zurück und erinnern an bekannte, berühmte, besondere Persönlichkeiten aus Politik, Kunst, Sport, Wissenschaft, Fernsehen und Wirtschaft, die im Jahr 2013 gestorben sind.

Zum Jahresende blicken wir zurück und erinnern an bekannte, berühmte, besondere Persönlichkeiten aus Politik, Kunst, Sport, Wissenschaft, Fernsehen und Wirtschaft, die im Jahr 2013 gestorben sind.

Seine tiefe, samtig-sonore Stimme machte den Fernsehmoderatoren und Rundfunksprecher Elmar Gunsch unverwechselbar. Der Österreicher moderierte mit Carolin Reiber 1980 bis 1985 die Fernsehsendung "Lustige Musikanten". Zwischen 1978 und 1986 war er der "Wetterfrosch" im ZDF; in der Sendung "Wiedersehen macht Freude" präsentierte er berühmte Filmszenen. Am 3. Januar starb Gunsch an den Folgen eines Sturzes. Er wurde 81 Jahre alt.

Die jüngste Schwester der US-amerikanischen Andrews-Sisters, Patty Andrews (M.), starb am 30. Januar im Alter von 94 Jahren. Die Andrews-Sisters wurden 1937 mit ihrer Interpretation des jiddischen Liedes "Bei mir bist du schoen" über Nacht berühmt. Der Erfolg des Trios setzte sich mit Hits wie "Drinking Rum and Coca-Cola", Boogie-Woogies und Polka-Stücken fort. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es zu einer bejubelten US-Institution. Die Andrew-Sisters waren die meistgehörten Radiostimmen in den USA und eine Ermutigung für US-Soldaten in Europa. In den 30er und 40er Jahren verkauften die Andrews-Sisters fast 100 Millionen Schallplatten.

Der britische Musiker Tony Sheridan war ein Mitstreiter der Beatles. Er hatte sie bei ihren Anfängen in Hamburg begleitet und gilt als ihr Entdecker und musikalischer Wegbereiter. An den ersten kommerziellen Aufnahmen der "Fab Four" war der Songwriter und Gitarrist als Sänger beteiligt. 1961 holte Sheridan die noch unbekannten Beatles in ein Hamburger Studio. Die Band begleitete ihn unter dem Namen The Beat Brothers bei mehreren Singles. Sheridan starb am 16. Februar in Deutschland. Er wurde 72 Jahre alt.

Der Kinderbuchautor Otfried Preußler starb am 18. Februar im Alter von 89 Jahren. Viele seiner Werke wie etwa "Krabat", "Der Räuber Hotzenplotz" oder "Die kleine Hexe" gehören zu den beliebtesten und bekanntesten Kinderbüchern Deutschlands. Die 32 Bücher Preußlers wurden in 55 Sprachen übersetzt, vielfach preisgekrönt und weltweit mehr als 50 Millionen Mal verkauft.

Der deutsch-schweizerische Unternehmer Otto Beisheim wurde am 18. Februar in seinem Haus in Rottach-Egern am Tegernsee tot aufgefunden. "Er litt an einer nicht heilbaren Krankheit und ist aufgrund der Hoffnungslosigkeit seiner gesundheitlichen Lage aus dem Leben geschieden", hieß es in einer Mitteilung der Familie. Beisheim gehörte zusammen mit der Familie Schmidt-Ruthenbeck zu den Gründern der Düsseldorfer Metro AG. Er wurde 89 Jahre alt.

Die deutsche Journalistin Tissy Bruns erlag am 20. Februar einem Krebsleiden. Bruns stand als erste Frau an der Spitze der Bundespressekonferenz - von 1999 bis 2003. Sie wurde 62.

Am 5. März starb der Schauspieler und Regisseur Dieter Pfaff. Die erste Rolle, die ihn bundesweit bekannt machte, war ab 1983 die des tollpatschigen Polizisten Otto in der ARD-Serie "Der Fahnder". Später spielte Pfaff bei RTL "Bruder Esel". Ein Millionenpublikum fand er besonders als Therapeut "Bloch", als Kommissar "Sperling" und als Kleine-Leute-Anwalt "Der Dicke". Bei Pfaff war im Herbst 2012 Lungenkrebs diagnostiziert worden. Noch vier Wochen vor seinem Tod hatte er angekündigt, bald wieder vor der Kamera stehen zu wollen. Er arbeite hart daran, schnell wieder gesund zu werden. Dann aber musste er erneut in eine Lungenklinik und verlor schließlich den Kampf gegen den Krebs. Pfaff wurde 65 Jahre alt.

Hugo Chávez war einer der bekanntesten und umstrittensten Politiker Südamerikas und einer der charismatischsten Führer der lateinamerikanischen Linken. Von 1999 bis zu seinem Tod war er Präsident Venezuelas. Mit seinem "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" wollte Chávez einen "dritten Weg" zwischen Sozialismus und Kapitalismus finden. Mit Preiskontrollen, Subventionen und Infrastrukturausbau ...

... wollte Chavez eine "Humanisierung" des Wirtschaftssystems erreichen; er hatte daher im einfachen Volk großen Rückhalt. Nach Ansicht vieler Oppositioneller aber schuf Chávez diktaturähnliche Zustände. Er regierte mit Dekreten und enteignete große Konzerne. Im Juli 2011 gab Chavez bekannt, ...

... dass er Krebs habe. Seinen langen Kampf gegen die Krankheit verlor er am 5. März. Der "Comandante" hatte sich zuvor in Kuba operieren lassen und war Mitte Februar nach Caracas zurückgekehrt, wo er in einem Militärkrankenhaus starb. Chavez wurde 58 Jahre alt.

Am 13. März starb die die Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin Rosemarie Fendel im Alter von 85 Jahren. Mehr als 65 Jahre lang hatte sie auf der Bühne oder vor der Kamera gestanden. Bekannt wurde Fendel vor allem durch Rollen in "Ödipussi" und "Schtonk". Sie war zudem häufig als Synchron- und auch als Hörspielsprecherin tätig. Aus ihrer von 1955 bis 1962 dauernden Ehe mit dem Schauspieler und Regisseur Hans von Borsody stammt Suzanne von Borsody (r.), die ebenfalls eine erfolgreiche Schauspielerin wurde.

Der Kabarettist Peter Ensikat gehörte zu den meistgespielten Theater- und Kabarettautoren der DDR. Er begann in den 60er Jahren als Autor unter anderem für die Dresdner Kabarettbühne "Herkuleskeule" und die Berliner "Distel" zu schreiben, deren langjähriger Leiter er später wurde. Ensikat arbeitete aber auch als Schauspieler am Theater und im DDR-Fernsehen. 2009 wurde er mit einem Stern der Satire auf dem "Walk of Fame des Kabaretts" in Mainz geehrt. Er starb am 18. März im Alter von 71 Jahren.

Der Komponist und Liedermacher Reinhard Lakomy starb am 23. März. Er war einer der bekanntesten und vielseitigsten Musiker der DDR. Sein bekanntestes Werk ist "Der Traumzauberbaum". Generationen wuchsen mit seinen Rockballaden und Kinderliedern auf. Er komponierte auch Musicals und über 200 Film- und Ballettmusiken. Als Jazzer gehörte Lakomy zu den Mitbegründern des Günther Fischer Quartetts. Der Durchbruch gelang ihm 1972 mit "Heute bin ich allein". Er war an Lungenkrebs erkrankt und hatte eine Chemotherapie und lebenserhaltende Maßnahmen abgelehnt. Lakomy wurde 67 Jahre alt.

Der britische Schauspieler Richard Griffiths wurde bekannt durch seine Rolle als böser Onkel in den "Harry Potter"-Filmen: als Vernon Dursley, der seinen Neffen Harry Potter terrorisiert, erlangte er weltweite Berühmtheit. Am 31. Dezember 2007 wurde er von Königin Elisabeth II. zum Officer des Order of the British Empire ernannt. Griffiths starb am 28. März nach Komplikationen bei einer Herzoperation. Er wurde 65 Jahre alt.

Die "Mutter" der Muppets: Jane Henson, die gemeinsam mit ihrem Mann Jim (l.) die Puppenwelt der "Muppet Show" erfand, erlag am 2. April im Alter von 78 Jahren ihrem Krebsleiden. Sie hatte ihren Mann in einem Puppenspieler-Kurs an der Universität kennengelernt. Gemeinsam entwickelte das Paar, das fünf Kinder bekam, Puppen-Klassiker wie Kermit, den Frosch, und Miss Piggy. Jim Henson, der auch die bis heute weltweit erfolgreiche "Sesamstraße" mit Puppen ausstattete, war 1990 gestorben.

Am 8. April starb Margaret Thatcher. Sie war von 1979 bis 1990 über drei Amtsperioden Premierministerin des Vereinigten Königreichs. Vor allem wegen ihrer harten sozialen Kürzungen und ihrem Kampf mit den Gewerkschaften hatte sich Thatcher in den 1980er Jahren viele Feinde gemacht. Ihre harte Linie und die hartnäckige Verfolgung ihrer politischen Ziele brachten ihr ...

... den Beinamen "Eiserne Lady" ein und prägte den Begriff des Thatcherismus. Deregulierung, die Bekämpfung der Inflation und die Senkung der Staatsausgaben waren die Ziele ihrer restriktiven Wirtschaftspolitik. In den vergangenen Jahren ...

... hatte sich Thatcher immer weiter aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Gesundheitlich ging es ihr zunehmend schlechter. Sie erlitt mehrere kleinere Schlaganfälle und war demenzkrank. Thatcher starb im Alter von 87 Jahren.

Der US-Folk-Sänger Richie Havens erlangte Weltruhm, als er 1969 das legendäre Woodstock-Festival eröffnete. Mit Songs wie "Freedom", "High Flying Bird" oder "I Can't Make It Anymore" fesselte Havens das Publikum. Fortan hatte er Millionen Fans. 30 Alben nahm Havens in den 30 Jahren seines aktiven musikalischen Schaffens auf. Sein letztes Album "Nobody Left To Crown" erschien 2008. 2010 war er schließlich in den Ruhestand gegangen. Zuvor hatte er 2009 noch einmal beim Festival zum 40. Woodstock-Jubiläum alte Zeiten aufleben lassen. Havens starb am 22. April mit 72 Jahren.

Der US-Rapper Chris Kelly wurde in den 90er Jahren zusammen mit Chris Smith als Duo Kris Kross bekannt. Als 13-Jährige wurden Kelly und Smith entdeckt. Mit dem Hit "Jump" waren sie 1992 wochenlang in den Charts. Als Vorgruppe begleiteten sie damals Michael Jackson auf dessen "Dangerous"-Tour durch Europa. Eines ihrer Markenzeichen: Bei Auftritten trugen sie ihre Kleidung verkehrt herum. Kelly starb am 1. Mai an einer Überdosis Drogen. Er wurde nur 34 Jahre alt.

Der griechisch-französische Chansonnier, Komponist und Lyriker Georges Moustaki starb am 3. Mai. Er wurde 79 Jahre alt. Als Meister der sanften Klänge wurde er mit Liedern wie "Le Métèque" international bekannt. Moustaki schrieb rund 300 Lieder für französische Chanson-Größen wie Edith Piaf (mit der er eine kurze Liebesaffäre hatte), Yves Montand und Juliette Greco. Zu seinen berühmtesten Liedern zählt das 1958 für Edith Piaf geschriebene "Milord", für das er den Text verfasste.

Die Schriftstellerin Sarah Kirsch starb am 5. Mai im Alter von 78 Jahren. Ihr eigentlicher Vorname war Ingrid - ab 1960 nannte sie sich aus Protest gegen die Massenvernichtung der Juden in der Nazizeit Sarah. Marcel Reich-Ranicki nannte sie einst "der Droste jüngere Schwester". Die Dichterin galt mit ihren rätselhaft-einfachen Naturgedichten als Klassikerin und als bedeutendste Lyrikerin der deutschen Gegenwartsliteratur. Kirsch wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis.

Die Leidenschaft von Filmregisseur Peter Sehr (hier mit seiner Frau Marie Noelle, ebenfalls Regisseurin) galt dem Kino abseits des Mainstreams. Sein letzter Spielfilm über den bayerischen König "Ludwig II." war im Dezember 2012 in die Kinos gekommen. Zu seinen erfolgreichsten Werken zählen die Filme "Kaspar Hauser" (1993) und "Obsession" (1997). Sehr wurde mit dem Deutschen Filmpreis, dem Bayerischen Filmpreis und mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet. Er erlag am 8. Mai im Alter von 61 Jahren seiner Krebserkrankung.

Der italienische Modedesigner Ottavio Missoni, Gründer des gleichnamigen Fashion-Labels (hier im Februar 2011 mit seiner Tochter Angela Missoni), starb am 9. Mai im Alter von 92 Jahren. Zick-Zack-Muster und eine Vielfalt kräftiger Farben zeichneten die Strickkollektionen des mit etlichen internationalen Preisen geehrten Modeschöpfers aus. Er gehört zu den prominentesten Namen der italienischen Modeszene. Das gleichnamige Mode-Imperium gründete er 1953 zusammen mit seiner Frau Rosita.

Zweieinhalb Jahre nach seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft starb Argentiniens Ex-Diktator Jorge Videla am 17. Mai im Gefängnis. Videla führte von 1976 bis 1981 eine Militärherrschaft in Argentinien. Er war im Dezember 2010 wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt worden. Ein Gericht befand den ehemaligen Junta-Chef für schuldig, für Folter und Ermordung von Oppositionellen verantwortlich gewesen zu sein. Videla hatte 1976 einen Putsch mit angeführt und stand bis 1981 an der Spitze der Militärjunta, die noch bis 1983 in Argentinien herrschte. Während seiner Herrschaft wurden 30.000 Menschen ermordet oder verschwanden spurlos. Videla wurde 87 Jahre alt.

Die Schauspielerin Hildegard Krekel erlangte in den 1970er-Jahren vor allem als Rita Graf in Wolfgang Menges Serie "Ein Herz und eine Seele" Bekanntheit. Sie erlag am 26. Mai einer Krebserkrankung. Krekel wurde 60 Jahre alt.

Der Schauspieler und Komiker Eddi Arent wurde mit Edgar-Wallace-Filmen und Karl-May-Verfilmungen bekannt. Insgesamt spielte er in 104 Filmen mit. Arent sah sich selbst als "ganz gewöhnlichen normalen Gebrauchsschauspieler". Wegen seiner effizienten Arbeitsweise lautete ein geflügeltes Wort unter Regisseuren: "Drehe sparend - dreh mit Arent". Mit seiner Frau Franziska übernahm Arent 1993 in Titisee-Neustadt das Hotel Neustädter Hof. Es musste 2004 Insolvenz anmelden und wurde 2005 geschlossen. Nach diesem Schlag zog sich Arent mehr und mehr zurück; zudem litt er an Demenz. Er starb am 28. Mai mit 88 Jahren.

Seine Geschichten sind komisch, bitterböse, für manche überschreiten sie die Grenzen des guten Geschmacks - doch sie haben Tom Sharpe den Ruf eines Meisters des schwarzen Humors gesichert und ihn zum Bestseller-Autor gemacht. Seine wichtigste literarische Figur ist der Berufsschullehrer Henry Wilt. Zum ersten Mal taucht der Mann in "Puppenmord" (1976) auf. 2010 hatte Wilt in "Henry haut ab" zum sechsten Mal mit dem Leben zu hadern. Am 6. Juni starb der Brite Sharpe in seiner Wahlheimat Spanien im Alter von 85 Jahren. Noch zu seinem letzten Geburtstag am 30. März hatte er gesagt: "Ich möchte mich nicht ausruhen, ich möchte schreiben."

Die US-Schwimmerin und Hollywood-Schauspielerin Esther Williams starb ebenfalls am 6. Juni. Sie war bereits als Teenager Leistungsschwimmerin. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg Williams ins Showbusiness ein und wurde zu Hollywoods berühmtester Badenixe. Filme wie "Badende Venus", "Neptuns Tochter", "Die goldene Nixe" oder "Die Wasserprinzessin" waren in den 40er und 50er Jahren große Erfolge in den USA. Später entwarf Williams, die viermal verheiratet war und drei Kinder hat, Badeanzüge und Swimmingpools. Sie wurde 91 Jahre alt.

Der Maler und Grafiker Willi Sitte war einer der herausragenden Vertreter des Sozialistischen Realismus, einer der bedeutendsten und zugleich einer der umstrittensten Gegenwartskünstler. Kritiker warfen ihm seine Vergangenheit als DDR-Kulturfunktionär vor. Er war von 1974 bis 1988 Präsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR und saß zeitweise auch im Zentralkomitee der SED. In Westdeutschland wurde er einem breiten Publikum durch die documenta 6 1977 in Kassel bekannt. Sitte starb am 8. Juni mit 92 Jahren.

Der Publizist und Philologe Walter Jens galt als moralische Instanz und prägte die Streitkultur der Bundesrepublik Deutschland. Der ehemalige Rhetorikprofessor und Präsident der Berliner Akademie der Künste war als kämpferischer Wächter der Demokratie hervorgetreten und hat die tolerante Streitkultur in der Bundesrepublik geprägt. Jens demonstrierte gegen die Nachrüstung ebenso wie gegen den Irak-Krieg und meldete sich auch zur Rechtschreibreform und zur deutschen Einheit zu Wort. Seit 1947 schrieb er Romane, Essays, Dramen und Hörspiele und gehörte der legendären Schriftsteller-"Gruppe 47" an. Am 9. Juni starb er 90-jährig.

Der US-Schauspieler James Gandolfini wurde durch die Mafia-Serie "Die Sopranos" weltberühmt. Darin verkörperte er das Familienoberhaupt Tony Soprano. Für die Rolle wurde er mit drei Emmys und einem Golden Globe ausgezeichnet. Er verdiente zum Schluss als Hauptdarsteller pro Episode eine Million US-Dollar. Gandolfinis Karriere hatte am New Yorker Broadway begonnen. Danach spielte er oft zwielichtige, gewalttätige Charaktere. Seine erste größere Spielfilmrolle hatte er 1993 in dem Krimi "True Romance" nach einem Drehbuch von Quentin Tarantino. Mit gerade einmal 51 Jahren erlag Gandolfini am 19. Juni während einer Urlaubsreise in Rom einem Herzinfarkt.

Die Schauspielerin und Sängerin Chantal de Freitas starb mit nur 45 Jahren Ende Juni - genaue Angaben zum Zeitpunkt und den Begleitumständen des Todes wurden von der Familie und der Agentur der Künstlerin nicht gemacht. Bekannt geworden war de Freitas durch Rollen in verschiedenen Kriminalfilmen wie "Polizeiruf 110". Vor drei Jahren hatte sie ihr Debütalbum als Sängerin mit dem Titel "Independence" vorgestellt. De Freitas war seit 1998 mit Schauspieler Kai Wiesinger verheiratet, das Paar hat zwei Töchter. Seit einigen Monaten gingen Wiesinger und De Freitas jedoch getrennte Wege.

Der kanadische Schauspieler Cory Monteith wurde am 13. Juli tot in einem Hotelzimmer aufgefunden. Die Obduktion ergab als Todesursache eine Überdosis Heroin und Alkohol. Monteith hatte vor allem mit seiner Rolle als Highschool-Herzensbrecher und Football-Quarterback in der Musical-Comedy-Serie "Glee" Weltruhm erlangt. Im Privatleben kämpfte er immer wieder mit seiner Drogensucht. Mehrfach hatte Monteith in Interviews offen über seinen Kampf gegen die Sucht gesprochen und erst im April 2013 einen mehrwöchigen Aufenthalt in einer Entzugsklinik hinter sich gebracht. Er wurde nur 31.

Bert Trautmann war in seiner aktiven Zeit einer der besten Torhüter der Welt. Er feierte seine größten Erfolge in England, wo er mit Manchester City 1956 den Pokal gewann. Weil er im Endspiel in London gegen Birmingham City trotz Genickbruch weiterspielte und einige Glanzparaden zeigte, wurde Trautmann in England zur Legende. Folgerichtig wurde er Englands Fußballer des Jahres 1956. 2004 erhielt Trautmann den Ehrentitel "Officer of the British Empire" für seine Verdienste um die englisch-deutsche Verständigung durch Fußball (im Bild). 1997 bekam er das Bundesverdienstkreuz. Obwohl der Keeper als einer der Besten seiner Zeit galt, spielte er nie für sein Geburtsland Deutschland in der Nationalelf. (Der 54er-Weltmeistercoach Sepp Herberger weigerte sich, Legionäre einzusetzen.) International wurde Trautmann aber bewundert. Am 19. Juli starb er mit 89.

Vom Polizisten zum Schauspieler: Dennis Farina war vor allem bekannt durch seine Rolle als TV-Detektiv Joe Fontana in der Serie "Law & Order". Er war von 1967 bis 1985 Polizist in Chicago. Erst mit Ende 30 machte er als Schauspieler Karriere. Mal spielte er Kriminelle, mal starke Gesetzeshüter. Am 22. Juli starb Farina im Alter von 69 Jahren.

Die französische Schauspielerin Bernadette Lafont war ein Star der Nouvelle Vague des französischen Films. Bekannt wurde sie in den 50er-Jahren unter anderem durch die Filme "Die Unverschämten" des Regisseurs François Truffaut sowie "Die Enttäuschten" und "Schritte ohne Spur" von Claude Chabrol. Lafont verkörperte zumeist Frauen, die sich gesellschaftlichen Normen entziehen oder verweigern. Sie spielte auch in vielen Theaterstücken und Fernsehfilmen mit. 2003 wurde sie für ihr Lebenswerk mit einem Ehren-César ausgezeichnet. 2009 wurde sie Offizier der Ehrenlegion. Am 25. Juli starb Lafont, sie wurde 74.

Der US-Sänger und Songwriter J.J. Cale schrieb Kultsongs wie "Cocaine" und "After Midnight". Kollegen wie Eric Clapton und Dire Straits hat er mit seinem Sound beeinflusst. Lynryd Skynyrd, Deep Purple, Johnny Cash und Santana hatten Hits mit Interpretationen seiner Songs. Cale gab selbst ein gutes Dutzend Alben heraus und spielte darauf oft alle Instrumente selbst. Am 26. Juli erlag er mit 74 Jahren einem Herzinfarkt.

Der vor allem aus der Serie "Bloch" und dem "TKKG"-Kinofilm bekannte Schauspieler Jonathan Dümcke starb im Alter von nur 22 Jahren. Er hatte seit seiner Geburt ein Herzleiden, dem er am 5. August während einer Italienreise erlag.

Der niederländische Prinz Johan Friso, zweiter Sohn von Beatrix und Bruder von König Willem-Alexander, starb am 12. August an Komplikationen in Folge einer Hirnschädigung nach einem Skiunfall. Er hatte seit dem Unfall im Februar 2012 im Koma gelegen. Eine Lawine hatte ihn beim Skifahren in Österreich verschüttet. Friso wurde nur 44 Jahre alt.

Der Schauspieler Jörg Pleva starb am 15. August mit 71 Jahren. Seine bekannteste Rolle war die des Showkandidaten Bernhard Lotz in Wolfgang Menges visionärem TV-Drama "Das Millionenspiel". Pleva hatte viele Auftritte als Nebendarsteller in Serien wie "Drei Damen vom Grill", "Die Schwarzwaldklinik" oder "Unsere Hagenbecks" sowie in Krimis wie "Der Kommissar" oder "Tatort". Insgesamt stand Pleva in etwa 140 Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera.

Der US-Schauspieler Lee Thompson Young nahm sich am 19. August mit einer Schusswaffe das Leben. Er war vor allem durch seine Rollen in TV-Serien wie "Rizzoli & Isles" und "Scrubs - Die Anfänger" bekannt. Young wurde nur 29 Jahre alt.

Der Konzertveranstalter Fritz Rau brachte 50 Jahre lang die bedeutendsten Musikgrößen nach Deutschland. Unter anderem arbeitete er mit Jazzmusikern wie Ella Fitzgerald und Miles Davis, aber auch mit Rock- und Popstars wie Madonna, Jimi Hendrix oder Eric Clapton. Rau hatte in den 1950er Jahren begonnen, Jazzkonzerte zu veranstalten, unter anderem mit John Coltrane oder Dave Brubeck. 1970 organisierte er die erste Rolling-Stones-Tournee in Deutschland. Rau starb am 19. August im Alter von 83 Jahren.

Erik Neutsch war einer der prominentesten Autoren der DDR. Er schrieb Romane, Erzählungen, Kinderbücher, Essays, Gedichte und Drehbücher. 1974 bis 1990 war Neutsch Mitglied der Akademie der Künste der DDR. Seine DDR-Vergangenheit sorgte nach 1990 auch für Kritik. Sein Roman-Zyklus "Der Friede im Osten" (ab 1974) und das Buch "Auf der Suche nach Gatt" waren Standardwerke des Sozialistischen Realismus. Sein bekanntestes Werk ist wohl der Roman "Spur der Steine" (1964), mit Manfred Krug in der Hauptrolle 1965/66 verfilmt. Nach der Premiere wurde der Film wegen seiner kritischen Sichtweise auf die DDR aber abgesetzt und erst nach dem Fall der Mauer wieder gezeigt. Neutsch starb am 20. August mit 82 Jahren.

Der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf landete 2010 mit seiner Ausreißer-Geschichte "Tschick" einen Überraschungserfolg. Das Buch hat sich mehr als eine Million Mal verkauft und wurde in 24 Sprachen übersetzt. 2012 erhielt er für seinen Roman "Sand" den renommierten Preis der Leipziger Buchmesse. Herrndorf litt unter einem unheilbaren Gehirntumor, musste sich mehrfach operieren lassen. Zum Schluss hatte er keine Hoffnung mehr. Am 26. August erschoss er sich. Herrndorf wurde 48.

Der irische Schriftsteller Seamus Heaney starb am 30. August mit 74 Jahren. Er bekam 1995 den Literatur-Nobelpreis. Damit wurde der Lyriker, Essayist und Übersetzer nach Angaben der Jury ausgezeichnet für seine "lyrische Schönheit und ethische Tiefgründigkeit, die alltägliche Wunder und eine lebendige Vergangenheit" verarbeiteten. Er war nach Yeats (1923) und Beckett (1969) der dritte irische Literatur-Nobelpreisträger.

Der britische Journalist Sir David Paradine Frost war einer der bekanntesten englischsprachigen Fernsehinterviewer. Mehr als 50 Jahre lang stand er für verschiedene Sender vor der Kamera. 1977 gelangte Frost zu Weltruhm, als er Nixon in mehreren Interviews zum Watergate-Skandal in die Zange nahm und zu kompromittierenden Eingeständnissen brachte. Die Gespräche wurden unter dem Titel "Frost/Nixon" 2008 verfilmt. 1993 wurde Frost in den Ritterstand erhoben. Er starb am 31. August mit 74 Jahren.

Sein Markenzeichen war ein Seidenschal, sein "Pal-System" - eine Mischung aus Mann- und Raumdeckung - fand Nachahmer: Bayern Münchens früherer Trainer Pál Csernai starb am 1. September mit 80 Jahren. Der Ungar trainierte 1978 bis 1983 den deutschen Fußball-Rekordmeister und führte die Münchner zu zwei Meisterschaften und einem Triumph im DFB-Pokal. Nach seinem Aus beim FC Bayern folgte eine Odyssee durch den Weltfußball mit Stationen in Griechenland, Portugal, Deutschland (Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC), der Türkei, der Schweiz, Ungarn und als Nationaltrainer von Nordkorea. 1995 ging Csernai in den Ruhestand. Seitdem lebte er in Budapest.

Der Schauspieler Otto Sander war einer der großen deutschen Theater- und Filmschauspieler. Mit seiner sonoren Stimme war er auch ein viel gebuchter Sprecher. Sander arbeitete mit bekannten Regisseuren wie Peter Stein, Robert Wilson und Klaus Michael Grüber zusammen und gehörte von 1970 bis 1979 dem Ensemble der Berliner Schaubühne an. Er wirkte in 130 Kino- und Fernsehfilmen mit. Unter seinen bekanntesten Filmrollen sind die in "Der Himmel über Berlin" von Wim Wenders und in Wolfgang Petersens "Das Boot". Nach einer Krebsoperation vor einigen Jahren war Sander gesundheitlich schwer angeschlagen. Am 12. September erlag er mit 72 Jahren dem Krebs.

Den Namen von US-Technik-Pionier Ray Dolby hat wohl jeder schon mal gehört. Durch die Installation von mehreren Lautsprechern und die Mehrkanaltechnologie machte Dolby den Klang im Kinosaal zum Erlebnis. Zu seinen wichtigsten Innovationen gehören außerdem Filter zur Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen. Für ihre Technologie wurden Dolby und seine Firma mit 10 Oscars und 13 Emmy Awards ausgezeichnet. Er starb mit 80 Jahren am 12. September.

Der Schriftsteller Erich Loest beging am 12. September mit 87 Jahren Selbstmord, indem er sich aus dem Fenster einer Klinik stürzte. Nach dem 2. Weltkrieg arbeitete Loest zunächst als Zeitungsredakteur, bevor er 1950 Schriftsteller wurde. Das brutale Vorgehen gegen den Aufstand vom 17. Juni 1953 berührten Loest besonders. Seine Kritik an der DDR-Regierung führte 1957 zum Ausschluss aus der SED, zur Verhaftung und Zuchthausstrafe. Erst 1964 kam er auf Bewährung frei. 1981 ging er nach Westdeutschland. In seinen Romanen und Erzählungen setzte Loest sich häufig mit der deutschen Teilung und Wiedervereinigung auseinander. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Roman "Nikolaikirche" um die Leipziger Montagsdemonstrationen 1989, der auch verfilmt wurde.

Deutschlands berühmtester Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki starb am 18. September. Reich-Ranicki, der aus einer deutsch-polnischen Familie stammte und als Jude in Berlin aufwuchs, hatte das Warschauer Ghetto überlebt. 1958 kehrte er nach Deutschland zurück. Einem großen Publikum wurde er mit der Fernsehsendung "Das Literarische Quartett" bekannt. Neben vielen anderen Büchern veröffentlichte Reich-Ranicki 1999 seine Autobiografie "Mein Leben", die zum Bestseller wurde. Bis ins hohe Alter gab der scharfzüngige Kritiker in der Literaturszene die Richtung vor. Er wurde 93.

Als Detektiv "Cliff Dexter" zog der Film- und Theaterschauspieler Hans von Borsody in den 60er-Jahren Millionen Fernsehzuschauer in seinen Bann. Später begeisterte er als Urfaust oder Cyrano de Bergerac auf Theaterbühnen und war im Kriegsdrama "Die Brücke von Arnheim" zu sehen. In seiner jahrzehntelangen Karriere ließ der gebürtige Wiener sich nie auf bestimmte Rollen festlegen. Ab 1980 hatte er häufiger Gastrollen in TV-Serien wie "Forsthaus Falkenau", "Klinik unter Palmen" und "Der Bulle von Tölz". Borsody starb am 20. September mit 84 Jahren.

Der Sänger, Arrangeur und Jazz-Pianist Paul Kuhn starb am 23. September im Alter von 85 Jahren. Der klassisch ausgebildete Pianist wandte sich früh dem Jazz zu und war ab den 1950er Jahren auch als Schlagersänger erfolgreich. Einem breiteren Publikum bekannt wurde Kuhn vor allem durch seine TV-Auftritte als Bandleader von Swingbands. Große kommerzielle Erfolge hatte er mit Titeln wie "Der Mann am Klavier" und dem Evergreen "Es gibt kein Bier auf Hawaii". Zuletzt war er mit dem kleineren "Paul Kuhn Trio" auf Bühnen unterwegs. Im Jahr 2010 zeichnete die Jazz-Szene Kuhn für sein Lebenswerk mit dem deutschen Musikpreis "Echo" aus.

Mit Büchern aus der Welt des Militärs und der Geheimdienste wurde der US-Schriftsteller Tom Clancy berühmt. Seinen Durchbruch hatte er 1984 gleich mit seinem ersten Roman: "Jagd auf Roter Oktober". 1988 wurde der Bestseller mit Sean Connery und Alec Baldwin verfilmt. Clancy starb am 1. Oktober; er wurde 66.

Patrice Chéreau war einer der renommiertesten Theater-, Opern- und Filmregisseure Europas. Sein Film "Die Bartholomäusnacht" von 1994 wurde zwei Mal in Cannes prämiert und mit fünf Césars ausgezeichnet. Für seinen Film "Intimacy" von 2001, der mit sehr freizügigen Sex-Szenen für Aufsehen sorgte, gewann er bei der Berlinale den Goldenen Bären. Insgesamt drehte er zehn Filme. In der Oper arbeitete Chéreau unter anderem mit Daniel Barenboim und Pierre Boulez (für den "Jahrhundertring" bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth 1976) zusammen. Am 7. Oktober starb Chéreau mit 68 Jahren.

Gitarrengott, Glamrocker, Proto-Punk, Velvet-Underground-Frontmann, Ikone der Subkultur: Der US-Musiker Lou Reed hatte viele wilde Seiten. Der Sänger von Welthits wie "Perfect Day" und "Walk on the Wild Side" starb am 27. Oktober im Alter von 71 Jahren. Reed war in den 1960er und 70er Jahren mit der von Andy Warhol inspirierten Punk-Avantgarde-Band Velvet Underground bekannt geworden und danach auch als Solosänger weltweit erfolgreich. Er lebte zeitweise homosexuell, war aber auch mehrmals ...

... mit Frauen verheiratet - seit 2008 mit der US-Performancekünstlerin Laurie Anderson, mit der er bereits mehr als 20 Jahre zusammenlebte. In ihren Nachruf auf ihren Ehemann schrieb sie, er sei beim Tai Chi gestorben. Im Frühjahr 2013 hatte Reed sich einer Lebertransplantation unterziehen müssen, deren Folgen er vermutlich erlag.

Die spanische Rennfahrerin Maria de Villota war im Juli 2012 bei einer Testfahrt schwer verunglückt und hatte dabei ihr rechtes Auge verloren. Sie starb am 11. Oktober in Folge der neurologischen Verletzungen durch den Unfall. Villota hatte ihre Karriere im Formelsport im Alter von 20 Jahren begonnen. Sie fuhr in vielen Serien und wurde 2012 von Marussia als Testpilotin verpflichtet. Villota wurde nur 33 Jahre alt.

Der Journalist und Autor Jürgen Leinemann begann seine journalistische Karriere 1964 bei der Deutschen Nachrichten-Agentur dpa. 1971 wechselte er zum "Spiegel". 1968 bis 1974 war er Korrespondent in Washington. Nach 1990 berichtete Leinemann aus Berlin und war ab 1998 Chef des Hauptstadtbüros des "Spiegel" und Leiter des Ressorts Deutsche Politik. Als Buchautor legte Leinemann Werke über Gerhard Schröder, Helmut Kohl und den ehemaligen Bundestrainer Sepp Herberger. In "Höhenrausch" beschrieb er den Realitätsverlust bei Politikern, aber auch Journalisten. Seine Krebserkrankung thematisierte er 2009 in seinem Buch "Das Leben ist der Ernstfall". Am 9. November starb Leinemann; er war 76.

Die britische Schriftstellerin Doris Lessing starb am 17. November im Alter von 94 Jahren in London. Sie war eine ständig warnende und kritische Beobachterin des 20. Jahrhunderts. Lessing schrieb mehr als 60 Bücher. 2007 wurde sie mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet. Lessing wurde im Oktober 1919 im heutigen Iran geboren. Ihre Eltern zogen sechs Jahre später nach Rhodesien, dem heutigen Simbabwe. Afrika ist das Hauptthema ihrer ersten Werke. Ihr Durchbruch gelang ihr 1962 mit dem Roman "Das Goldene Notizbuch".

Der Kabarettist Dieter Hildebrandt starb am 19. November im Alter von 86 Jahren. Nur kurz zuvor war bekannt geworden, dass er an Krebs erkrankt war. Hildebrandt prägte das politische Kabarett in Deutschland über Jahrzehnte. Er war unter anderem Mitbegründer der Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Bis 2003 war er jahrelang das Gesicht der ARD-Sendung "Scheibenwischer".

Am 27. November starb der Verleger und Publizist Wolf Jobst Siedler im Alter von 87 Jahren. Er gehörte zu den bedeutendsten und prägendsten Verlegerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit in Deutschland. Siedler leitete fast 20 Jahre lang die Verlage Ullstein und Propyläen sowie von 1980 bis 1998 den von ihm zusammen mit Jochen Severin gegründeten Siedler Verlag.

Er wurde durch seine berühmte Tochter bekannt: Peter Graf, der Vater von Steffi Graf. Er starb am 30. November. Peter Graf, der auch Trainer und Manager von Steffi war, litt an Krebs und hatte die letzten Wochen im Krankenhaus verbracht. Er wurde 75 Jahre alt.

Der US-Schauspieler Paul Walker starb am 30. November bei einem Verkehrsunfall - auf dem Beifahrersitz eines Porsche Carrera GT, der von seinem Freund Roger Rodas gefahren wurde. Walker, im September 40 Jahre alt geworden, war der Star der Filmreihe "The Fast and the Furious", von der zur Unfallzeit gerade der siebente Teil gedreht wurde.

Der in Großbritannien geborene Chris Howland, der als "Mr. Pumpernickel" den Hörfunk der Nachkriegszeit entscheidend prägte, starb ebenfalls am 30. November. Seine Karriere begann 1946 beim Hörfunk. Seine größte Bekanntheit erreichte Howland aber durch seinen Wechsel zum Film und Fernsehen. Ab den 1950er Jahren spielte er in über 30 Kinofilmen mit. Im Fernsehen waren seine größten Erfolge die Schlagersendung "Musik aus Studio B" sowie "Vorsicht Kamera". Howland schrieb auch Bücher und sang Schlager. Er wurde 85 Jahre alt.

Die Nachricht von seinem Tod erschütterte die ganze Welt: Südafrikas Nationalheld Nelson Mandela starb am 5. Dezember im Alter von 95 Jahren. Der Begründer des demokratischen Südafrikas und Führer der Anti-Apartheid-Bewegung zählte über Jahrzehnte zu den weltweit angesehensten Menschen. Wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheidsystem ...

... hatte Mandela 27 Jahre lang im Gefängnis gesessen; im Februar 1990 wurde er aus der Haft entlassen. 1994 wurde er erster Präsident des demokratischen Südafrikas. Mandela ebnete den Weg zur Aussöhnung von Schwarzen und Weißen in seinem Heimatland. Gemeinsam mit Südafrikas Ex-Präsident Frederik de Klerk erhielt er 1993 den Friedensnobelpreis.

Der irische Schauspieler Peter O'Toole starb im Alter von 81 Jahren am 14. Dezember. Der Star mit den eisblauen Augen gehörte zu Hollywoods erster Garde. 50 Jahre lang spielte er Könige und Kaiser, Alkoholiker und Erzengel. Sein Name ist aber vor allem mit einem Wüstenhelden verbunden: "Lawrence von Arabien" verschaffte ihm 1962 weltweiten Ruhm. Für diese und weitere sieben Rollen war O'Toole für den Oscar nominiert, bekam ihn aber nie. 2003 wurde ihm der Ehren-Oscar für sein Lebenswerk verliehen.

Der US-Schauspielerin Joan Fontaine gelang der Durchbruch in Hollywood im Jahr 1940 in Alfred Hitchcocks Film "Rebecca". Ein Jahr später erhielt sie einen Oscar für die Hauptrolle in Hitchcocks Psychothriller "Verdacht" (Suspicion). Fontaine war die jüngere Schwester der Schauspielerin Olivia de Havilland ("Vom Winde verweht"). Das Verhältnis zwischen den beiden war von großer Rivalität geprägt. Mitte der 60er Jahre zog Fontaine sich aus der Filmbranche zurück. Sie starb am 15. Dezember mit 96 Jahren.

Großbritanniens berühmtester Krimineller, Ronnie Biggs (hier 2011 mit seinem Sohn Michael) starb am 18. Dezember mit 84 Jahren. Er gehörte zu einer 15-köpfigen Bande, die 1963 einen Postzug von Glasgow nach London ausgeraubt und dabei 2,6 Millionen Pfund erbeutet hatte. Die Bande war nach der Tat gefasst worden. Neun der Täter wurden 1964 zu 30 Jahren Haft verurteilt, auch Biggs. Er konnte aber nach 19 Monaten im Gefängnis fliehen. 35 Jahre lang tauchte er im Ausland unter, bis er 2001 nach Großbritannien zurückkehrte und sich den Behörden stellte. 2009 wurde Biggs wegen seines schlechten Gesundheitszustandes begnadigt.

Michail Kalaschnikow, der Erfinder des bekannten Sturmgewehrs, starb am 23. Dezember mit 94 Jahren. Die berühmt-berüchtigte AK-47 (Awtomat Kalaschnikowa) mit dem gekrümmten Magazin ist nach 66 Jahren heute so weit verbreitet wie keine andere Waffe. Sie wird immer noch vom russischen Militär eingesetzt. Zu seinem 90. Geburtstag hatte Kalaschnikow die höchste Auszeichnung des Landes erhalten: den Stern des Helden Russlands. Er betonte stets, dass nicht die Konstrukteure, sondern die Politiker für den Einsatz von Waffen und Gewalt verantwortlich seien: "Ich habe nur eine Waffe zum Schutz der Heimat entwickelt". (abe/dpa)

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