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Mittwoch, 07. September 2011

"Der schwärzeste Tag": Die Eishockey-Welt steht unter Schock

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Beim Absturz eines Passagierflugzeugs mit einem russischen Eishockey-Team an Bord sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch der deutsche Nationalspieler Robert Dietrich. (Foto: REUTERS)

Beim Absturz eines Passagierflugzeugs mit einem russischen Eishockey-Team an Bord sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch der deutsche Nationalspieler Robert Dietrich.

Beim Absturz eines Passagierflugzeugs mit einem russischen Eishockey-Team an Bord sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch der deutsche Nationalspieler Robert Dietrich.

Die Chartermaschine stürzte nur Sekunden nach dem Start vom Flughafen der zentralrussischen Stadt Jaroslawl ab. Einige Trümmer fielen in die Wolga.

Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete unter Berufung auf einen Polizeisprecher, an Bord der Maschine hätten sich 45 Insassen befunden - 37 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder.

Ein Besatzungsmitglied überlebte den Absturz. Ein Chirurg eines örtlichen Krankenhauses sagte dem TV-Sender Channel One, auch der russische Spieler Alexander Galimow habe schwerverletzt überlebt. Allerdings erlitt er Verbrennungen an fast 90 Prozent seiner Haut.

Die Maschine habe nach dem Start nicht genügend an Höhe gewonnen und sei möglicherweise gegen eine Antenne geflogen, hieß es in ersten Berichten.

Die Spieler des Eishockey-Vereins Lokomotive Jaroslawl waren auf dem Weg zum ersten Spiel der neuen Saison in Minsk.

Unter den Toten waren auch weitere ausländische Top-Spieler: Der schwedische Torhüter und Olympiasieger Stefan Liv, die Tschechen Josef Vasicek, Jan Marek und Karel Rachunek sowie der Slowake Pavol Demitra. Das Team wird von dem Kanadier Brad McCrimmon trainiert.

Immer wieder sind veraltete Technik und Verstöße gegen einfachste Sicherheitsvorkehrungen die Gründe für Unglücke in Russland. Doch Hinterbliebene beklagen oft, dass Verantwortliche in den seltensten Fällen zur Verantwortung gezogen werden.

Bei der Jak-42 handelte es sich nach Informationen der Nachrichtenagentur Interfax um eine seit 1993 genutzte Maschine der Leasing-Gesellschaft "Jak Service".

Die Fluglizenz dieser Maschine, die für Flüge mit maximal 73 Passagieren ausgelegt war, wäre in wenigen Wochen - am 1. Oktober - abgelaufen, hieß es.

Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen gegen die Firma ein.

Bei der Basketball-EM in Vilnius wird vor dem Spiel Litauen gegen Serbien eine Schweigeminute abgehalten.

Fans trauern nicht nur in Jaroslawl, ...

... sondern auch im schwedischen Jonkoping, ...

... in der tschechischen Hauptstadt Prag, ...

... im slowakischen Trencin ...

... und in der weißrussischen Hauptstadt Minsk, wo die Lokomotive-Spieler erwartet worden waren.

"Das ist der schwärzeste Tag in der Geschichte unseres Sports", sagt Weltverbandspräsident Rene Fasel.

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