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Tod in der Flammen-Hölle: Die Feuer-Tragödie von Arizona

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Lodernde Flammen, verzweifelte Einsatzkräfte: Tagelang fressen sich Buschbrände durch einen Landstrich im US-Bundesstaat Arizona. Diese Feuerwehrleute bereiten sich auf den Einsatz vor. (Foto: AP)

Lodernde Flammen, verzweifelte Einsatzkräfte: Tagelang fressen sich Buschbrände durch einen Landstrich im US-Bundesstaat Arizona. Diese Feuerwehrleute bereiten sich auf den Einsatz vor.

Lodernde Flammen, verzweifelte Einsatzkräfte: Tagelang fressen sich Buschbrände durch einen Landstrich im US-Bundesstaat Arizona. Diese Feuerwehrleute bereiten sich auf den Einsatz vor.

Tag und Nacht kämpfen sie um jedes einzelne Haus - und schließlich auch um ihr Leben.

Der Ort der Feuerkatastrophe, Yarnell, liegt etwa 130 Kilometer von der Stadt Phoenix entfernt. Staubtrocken ist die Gegend derzeit, nachdem große Teile der US-Westküste unter Rekordtemperaturen von bis zu 54 Grad Celsius stöhnten.

Ein Blitzschlag auf das trockene Land soll das Feuer in Gang gesetzt haben, wie die Behörden vermuten.

Viele Anwohner können nur hilflos zusehen, wie ihr Hab und Gut verbrennt. Mehr als 100 Häuser müssen die Brandbekämpfer schnell aufgeben. Ein Paar erzählt, wie schnell alles ging: "Asche schlug uns ins Gesicht, wir mussten durch die Flammen laufen, um wegzukommen."

Doch viel schmerzhafter als der Verlust einiger Häuser ist die Nachricht, die Feuerwehrchef Dan Fraijo hier überbringt: 19 seiner Männer sterben im Einsatz.

Die getöteten Feuerwehrleute waren meist zwischen 20 und 30 Jahre alt. Dieses Bild zeigt einige von ihnen - sie stammen aus dem Elitetrupp mit dem eindrucksvollen Namen "Granite Mountain Interagency Hotshot Crew". Sie gehen meist direkt an die Feuer-Front.

Als das Feuer näher rückte, sollen sie in kleine Schutzzelte gekrabbelt sein. Darin starben sie. Einsatzkraft Mike Reichling sagt einem örtlichen Fernsehsender: "Dieses Feuer hat sich sehr eigenwillig verhalten. Das Buschland war trocken, die Luftfeuchtigkeit niedrig und der monsunartige Südwind drehte sich gegen uns. Das hat die Leben gekostet."

Sicher wissen die Behörden: Es ist die wohl größte Feuerwehr-Katastrophe der USA seit 80 Jahren. "Es muss eine unerträgliche Situation gewesen sein", sagt Feuerwehrsprecher Wade Ward.

19 Tote - das ist eine Zahl. Juliann Ashcraft ist eines der Gesichter hinter der Tragödie. Die junge Frau war mit einem der Verunglückten verheiratet, Andrew hieß er. Sie sucht vor der Feuerwache Halt bei Andrews Vater Tom Ashcraft.

Die Leiche auch ihres Mannes wird in einer Art Prozession vom Unglücksort abtransportiert. Andrews Körper und die seiner Kollegen werden von Gerichtsmedizinern untersucht.

Zur gleichen Zeit gedenken die Menschen in Yarnell der Opfer. Sie wollten Häuser schützen und bezahlten dafür mit dem Leben. Eine Frau sagt: "Es gibt nichts da draußen, was es wert gewesen wäre, dass sie ihr Leben geben."

In großer Dankbarkeit verabschieden sich die Einwohner von den Feuerwehrleuten, die welche von ihnen waren. Nur einer aus dem Einsatzteam überlebte.

Auch Kinder wie der kleine Adam (links) und sein Bruder Noah legen Blumen nieder.

Für die Menschen steht schon jetzt fest: Die Feuerwehrleute der Hotshot-Crew waren "Heroes", Helden, die trotz guter Ausbildung ihr Leben lassen mussten, weil die Flammen doch stärker waren.

In einer Gedenkstunde verabschieden sich auch Feuerwehr-Kollegen von ihren alten Kameraden.

Sie haben Kollegen und Freunde verloren. Die Männer der Hotshot-Crew versuchen sich gegenseitig Halt zu geben.

Viele Teilnehmer der Gedenkstunde zeigen auf, als jemand fragt: "Wer von euch kannte einen der getöteten Feuerwehrleute?" Für die Gegend um Yarnell ist es der schwärzeste Tag der Geschichte.

Zur gleichen Zeit ist die Lage draußen unverändert kritisch. Polizisten blockieren die Straßen, die in das Brandgebiet führen.

Luftaufnahmen zeigen, was die Flammen in Teilen von Yarnell übrig ließen: Asche, Trümmer und nochmals Asche. Eine Fläche groß wie 2000 Fußballfelder soll betroffen sein.

Ein weiteres Ausbreiten der Flammen können Spezialisten nur aus der Luft verhindern. Der rote Streifen ist ein Pulver, aus der Luft abgeworfen, dass die Flammen hemmen soll.

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