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Verrückt, waghalsig, umstritten: Die Kunststücke des David Blaine

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Er hat sich einfrieren lassen, ... (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Er hat sich einfrieren lassen, ...

Er hat sich einfrieren lassen, ...

... hing 60 Stunden kopfüber am Seil, ...

... verbrachte sieben Tage in einer Wasserkugel, ...

... lag tagelang in einem gläsernden Sarg und ...

... hält den Weltrekord im Luftanhalten.

Die Rede ist von David Blaine. Blaine, so steht es in seiner Biografie, war schon als Kind ein Magier.

Seinen wohl umstrittensten Auftritt hatte Blaine 2003, als er einen Fastenmarathon hinlegte.

In einer durchsichtigen "Zelle", die in neun Meter Höhe im Potter Fields Park am südlichen Ufer der Themse in London aufgehängt wurde, ...

... verbrachte er 44 Tage ohne Nahrung, nur versorgt mit Wasser.

Abgemagert und kaum noch in der Lage, zu gehen oder zu sprechen, begab er sich anschließend ins Krankenhaus. Blaine verlor in jenen 44 Tagen 27 Kilogramm Körpergewicht.

Mit Fasten kennt sich der 1973 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geborene David Blaine aus. 1999 ließ er sich eine gute Woche lang lebendig begraben, unter einem Wassertank aus Plexiglas.

Wasser war damals auch das einzige, was er zu sich nahm - genau vier Esslöffel in 24 Stunden. Am siebten Tag wurde der um rund zehn Kilogramm leichtere Blaine befreit.

Im Jahr 2000 folgte sein "Frozen in Time"- Experiment, eine Hommage an sein berühmtes Vorbild Harry Houdini. Blaine ließt sich in einem Block aus Eis einfrieren.

Von außen durch Schläuche mit Wasser und Frischluft versorgt und mit einem Blasenkatheter versehen, verbrachte er auf diese Weise ganze 61 Stunden, 40 Minuten und 15 Sekunden, stehend und wach.

Blaine brauchte nach dieser Aktion über einen Monat, um wieder normal laufen zu können.

Eineinhalb Jahre später, im Mai 2002, stand er in New Yorker Bryant Park ungesichert und ohne Nahrung auf einer 27 Meter hohen Säule.

Die Säule, auf der Blaine ausharrte, hatte einen Durchmesser von gerade mal 56 Zentimetern!

Nach 35 Stunden ...

... stürzte er sich in die Tiefe.

Mit seinen spektakulären Stunts bewies Blaine schon oft die eindrucksvolle Kraft des menschlichen Willens.

Unvergessen auch Blaines Zeit als "menschlicher Goldfisch" vor dem Lincoln Center in New York.

Dafür stieg Blaine für sechs Tage in eine wassergefüllte Plexiglaskugel, ...

... mit Luft und Flüssignahrung durch Schläuche versorgt. Nach zwei Tagen rieten ihm die Ärzte, abzubrechen, da seine Haut Risse bekam, doch Blaine ignorierte diese Warnung.

Stattdessen versuchte er den Weltrekord im Luftanhalten zu schlagen, was er jedoch nach 7 Minuten und 8 Sekunden wegen Erschöpfung aufgeben musste.

Die Aktion endete fast tragisch. Blaine verlor die Kontrolle und versuchte trotz seiner Fußketten aufzutauchen. Rettungsschwimmer mussten den ohnmächtigen Blaine aus dem Wasser ziehen.

Knapp zwei Jahre später, im April 2008, wiederholte Blaine den Versuch, den Weltrekord im Luftanhalten zu brechen.

In der Oprah Winfrey Show und unter Beobachtung von Vertretern des Guinness-Buchs der Rekorde gelang es ihm, seine Atmung für 17 Minuten und 4 Sekunden zu unterbrechen und damit eine neue Rekordmarke zu setzen.

Im November 2006 hing Blaine fast drei Tage hoch über den Straßen von New York und drehte sich unablässig um sich selbst. Dafür stieg er in ein so genanntes Gyroskop, eine sich permanent drehende Kugel.

Orientierungslosigkeit und Schwindel machten dem Magier neben den kalten New Yorker Nächten zu schaffen.

Trotzdem hielt er durch. Erst nach rund 52 Stunden löste er seine Fesseln und sprang ca. 12 Meter tief auf eine Holzbühne, die er bei der Landung durchschlug. Blaine blieb unverletzt.

Ärzte kritisieren, dass Blaine bei seinen Aktionen immer wieder seine Gesundheit aufs Spiel setzt. Im Jahr 2008 ließ er sich 60 Stunden lang kopfüber im Central Park aufhängen.

Ärzte hatten vor seinem Stunt gewarnt, er riskiere einen Herzinfarkt, erhöhten Blutdruck und könne sogar erblinden. Doch Blaine zog sein Experiment durch. 60 Stunden verharrte er kopfüber. Schaulustige konnten den "Batman"-Stunt vom Boden aus beobachten.

Zuletzt lieferte Blaine 2012 Bilder wie aus einem Superhelden-Film.

Drei Tage und drei Nächte stand er ohne Essen und ohne Schlaf auf einer 6 Meter hohen Säule, mitten in der Spannung von einer Million Volt. Zum Vergleich: Aus unserer Steckdose kommen lediglich 230 Volt.

Blaines Show war aber zum Glück weitgehend ungefährlich, denn er trug einen 10 Kilogramm schweren Stahlanzug. Dieser bildete einen sogenannten Faradayschen Käfig, eine Schutzhülle, welche die Blitze ableitete.

Der Strom floss also um Blaine herum.

Gegen Ende der Aktion wirkte Blaine zwar apathisch, er schloss oft die Augen und bewegte sich kaum. Doch in der letzten Stunde wurde er wieder lebhafter. Zum Schluss dirigierte er sogar die theatralische Musik mit, die ihn drei Tage lang umgeben hatte. (dsi)

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