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Donnerstag, 03. August 2017

Lebendige Schiffahrtsgeschichte: Die "Peking" kommt nach Deutschland zurück

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Mehr als 40 Jahre lang lag die "Peking" am Pier 16 in Manhattan nahe der Brooklyn Bridge. (Foto: dpa)

Mehr als 40 Jahre lang lag die "Peking" am Pier 16 in Manhattan nahe der Brooklyn Bridge.

Mehr als 40 Jahre lang lag die "Peking" am Pier 16 in Manhattan nahe der Brooklyn Bridge.

Der 1911 bei "Blohm + Voss" gebaute Windjammer war Teil des South Street Seaport Museums.

Doch nachdem Wirbelsturm "Sandy" 2012 auch am Museum schwere Schäden angerichtet hatte, sollte die "Peking" verschrottet werden.

Also schwatzen die Hamburger den New Yorkern das Schiff kurzerhand ab.

Ende Juli 2017 machte sich die "Peking" dann auf den Weg in die alte Heimat.

Weil der Rumpf des Viermasters bereits stark angerostet ist, legte er die Reise über den Atlantik an Bord eines Spezialschiffes zurück.

Um die Hurrikan-Saison und auch die Winterstürme zu vermeiden, hatte das Schiff extra noch einen weiteren Winter in New York verbracht.

Nun aber verlief die elftägige Reise über den Atlantik völlig störungsfrei.

Zuvor war das Schiff bereits entrümpelt und überflüssiger Ballast entfernt worden.

Das ist jedoch erst der Beginn der Arbeiten, die in den kommenden drei Jahren an dem Schiff gemacht werden sollen.

Auf der Peters-Werft im schleswig-holsteinischen Wewelsfleth soll die "Peking" im Trockendock wieder in den Zustand von 1927 versetzt werden.

Zu dieser Zeit pendelte der Frachtsegler vorwiegend mit Salpeter beladen zwischen Hamburg und Chile.

Aus Deutschland kamen Maschinen, aus Südamerika Guano als Grundstoff für Dünger und Sprengstoff.

Mit 30 Mann Besatzung umrundete die "Peking" immer wieder Kap Hoorn - ohne Motorkraft.

Als das nicht mehr wirtschaftlich war, wird das Schiff 1932 nach England verkauft und dient dort als Schulschiff.

In den 1970er-Jahren landet es dann als Blickfang in dem New Yorker Museum.

Seitdem wurde an der "Peking", die während ihrer Anfänge für Hamburger Reederei Laeisz fuhr, kaum noch etwas gemacht.

Für die aufwändige Reparatur wird unter anderem der untere Teil des Rumpfes abgetrennt.

Später sollen auch das Holzdeck und die Laderäume wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt werden.

Nachdem es lange Schwierigkeiten mit der Finanzierung des Unternehmens gab, sagte der Bund schließlich 120 Millionen Euro für ein neues Hafenmuseum in Hamburg zu.

Als dessen Herzstück soll die "Peking" ab 2020 die Anfänge des globalen Welthandels zeigen.

Im Hamburger Industriehafen und auf der Elbe erwies sich die "Peking" schon jetzt als echter Besuchermagnet.

Hunderte Schaulustige verfolgen vom Ufer aus die letzte Reiseetappe.

Und tatsächlich schaffte das Schiff es auf dem eigenen Kiel in die Werft.

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