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Der spektakuläre Überfall auf das Poker-Turnier in Berlin ist weitgehend geklärt. Die vier Mitglieder der "Poker-Bande" befinden sich mittlerweile hinter Gittern.
Einer der Tatverdächtigen stellt sich am Montag selbst, ...
... ein weiterer mutmaßlicher Täter, der 20-jährige Ahmad El-Awayti, wird am Mittwoch gefasst.
Er geht der Polizei bei einer Kontrolle auf einem Berliner U-Bahnhof ins Netz. Bei der Überprüfung seiner Papiere räumt er sofort ein, dass nach ihm gefahndet wird. Er lässt sich widerstandslos festnehmen.
Am Samstag schnappen die Beamten zunächst den 20-jährigen Mustafa Ucarkus auf dem Flughafen Tegel.
Über seinen Anwalt ließ der zunächst in die Türkei geflüchtete Mann ankündigen, dass er sich stellen wolle.
Kurze Zeit später landet auch der letzte verbleibende Verdächtige in Tegel. Er hatte sich in den Libanon abgesetzt.
Die Räuber sind der Polizei schon seit einiger Zeit bekannt. Unter anderem gehen Diebstähle und Raubüberfälle auf ihr Konto.
Am 6. März wollten sie dann offenbar den großen Coup landen: Mit einem Revolver und Macheten bewaffnet überfielen sie das Poker-Turnier im Luxushotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz.
Sie erbeuteten knapp 242.000 Euro.
Eine bereits mit rund 600.000 Euro gefüllte Tasche konnten ein Sicherheitsmann und ein Hotelmitarbeiter aber sicherstellen.
Ein Räuber wurde zudem während des Überfalls von einem unbewaffneten Wachmann zeitweise in den Schwitzkasten genommen.
Ein Komplize konnte ihn zwar wieder befreien, aber ein Foto des Maskierten ging durch die Presse.
Auch sonst gingen die Täter mit grandiosem Dilettantismus vor und hinterließen zahlreiche Spuren.
So fuhren sie mit einem schwarzen Mercedes vor, der auf den Namen eines Täters zugelassen war. Ein Zeugenhinweis auf das Auto führte die Polizei dann direkt zum Täterkreis.
Noch ist unklar, wo die Beute geblieben ist.
Der 21-Jährige, der sich am Montag in Begleitung seines Anwalts gestellt hatte, sagte aus, die Täter hätten das geraubte Geld unter sich aufgeteilt.
Nachdem der 21-Jährige sich gestellt hatte, wollte er offenbar zunächst nur seine eigene Tatbeteiligung eingestehen.
Nach einem fünfstündigen "intensiven" Verhör, so Kriminaldirektor Stefan Teller, erklärte sich der Mann dann aber bereit, seine Mittäter zu nennen.
Nun kann möglicherweise die Kronzeugenregelung für ihn gelten.
Von Hintermännern der Bande ist zurzeit nichts bekannt.
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