Bilderserie

Nach dem Erdbeben in Chile: Die Riesenwelle bleibt aus

Bild 1 von 23
Eines der schwersten jemals gemessenen Erdbeben hat den Westen Chiles erschüttert und in ein Katastrophengebiet verwandelt.

Eines der schwersten jemals gemessenen Erdbeben hat den Westen Chiles erschüttert und in ein Katastrophengebiet verwandelt.

Eines der schwersten jemals gemessenen Erdbeben hat den Westen Chiles erschüttert und in ein Katastrophengebiet verwandelt.

Eingestürzte Häuser, ...

... kaputte Straßen und mehr als 300 Todesopfer.

In nahezu der gesamten Pazifik-Region wurde vor einem sich auftürmenden Tsunami gewarnt. Meteorologen fürchteten, dass sich eine bis zu fünf Meter hohe Flutwelle bilden könnte.

Der Tsunami erreichte bereits die Hauptinsel von Hawaii - die befürchtete Riesenwelle blieb jedoch aus. (Im Bild: Waikiki Beach kurz nach dem Tsunami)

Die Wellen erreichten die Küsten von Australien und Neuseeland. Größere Schäden richteten sie auch hier nicht an.

Inzwischen ist die Tsunami-Warnung größtenteils aufgehoben. Nur in Russland und Japan warnen die Behörden noch vor einer möglichen größeren Welle.

In den vom Erdbeben betroffenen Gebieten in Chile herrscht unterdessen Ausnahmezustand. Das Jahrhundertbeben am frühen Samstag erreichte die Stärke 8,8 auf der Richterskala.

Die mächtigen Erdstöße um 3.34 Uhr Ortszeit hatten die Menschen im Schlaf überrascht.

Viele rannten in Panik in ihren Schlafanzügen aus ihren Häusern und ...

... kampierten - wie hier in Santiago - aus Angst vor Nachbeben im Freien.

Das Epizentrum lag in 35 km Tiefe etwa 100 km südwestlich der chilenischen Stadt Talca und 90 km entfernt von der 200.000 Einwohner zählenden Stadt Concepción. Die Erde bebte in fast 60 Kilometern Tiefe. In schneller Folge gab es mehr als 20 Nachbeben mit Stärken von bis zu 6,9.

Hunderte Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Die Behörden rechnen damit, dass die Opferzahlen stündlich steigen.

Das ganze Ausmaß der Zerstörung ist auch Stunden nach dem Beben unklar.

Besonders in der zweitgrößten Stadt Chiles, in Concepción, ist die Lage dramatisch. "Es gibt keine Straße in Concepción, wo kein Schutt liegt. Man hört Kinder unter den Trümmer schreien", berichtet ein Reporter.

Der Sitz der Regionalregierung soll zerstört worden sein. Hunderte mehrstöckige Gebäude stürzten ein, wie hier ein Parkhaus.

Chiles Staatspräsidentin Michelle Bachelet rief umgehend Katastrophenalarm aus. Sie rief die Menschen auf, Ruhe zu bewahren und zu Hause zu bleiben.

In der Hauptstadt Santiago kam es zu Stromausfällen, ...

... Häuser wankten und ...

... eine gerade neu gebaute Autobahnbrücke stürzte ein.

"Das ist wie der Weltuntergang", sagte ein Mann dem Fernsehen in der Stadt Temuco, wo Häuser beschädigt wurden und das Krankenhaus evakuiert werden musste.

Nach Angaben des Leiters des Seismologischen Instituts der Universität von Chile, Sergio Barrientos, waren die Stöße mit einer Stärke von 8,8 etwa 50 mal stärker war als diejenigen, die am 12. Januar Haiti in die Katastrophe stürzten. Dennoch kamen nach ersten Schätzungen viel weniger Menschen ums Leben.

Zwar muss davon ausgegangen werden, dass sich die Opferzahl weiter erhöht, aber die wesentliche solidere Bauweise in Chile konnte offensichtlich die Wiederholung einer Totalzerstörung wie in Haiti verhindern.

weitere Bilderserien