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Die Angst wächst.
Die Schweinegrippe breitet sich immer weiter aus.
Kaum ein Land mehr, das nicht von dem aggressiven Virus betroffen ist.
Erstmals aufgetreten war der Erreger in Mexiko.
Hier ordnet am 24. April die Regierung die Schließung aller Schulen an.
Parks werden geschlossen, ...
... die Straßen sind wie leergefegt ...
... Gottesdienste fallen aus.
Anfangs ist von Dutzenden Toten durch das neuartige H1N1-Virus die Rede, ...
... das aus Schweine-, Vogel- und Menschenviren besteht.
Später korrigieren die Behörden die Zahl auf sieben Todesopfer.
Auch vor dem Nachbarland macht der Erreger nicht Halt.
Am 25. April gibt es acht nachweislich Erkrankte in den USA.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einer Pandemie.
"In einem Zeitalter, in der die Menschen mit Flugzeugen so schnell die ganze Welt bereisen, gibt es keine Region, in die sich das Virus nicht ausbreiten könnte", so der stellvertretende WHO-Generaldirektor Keiji Fukuda.
Am 27. April erreicht die Schweinegrippe Europa.
In Spanien und Großbritannien weisen Mediziner den Virus bei drei kürzlich zurückgekehrten Mexiko-Reisenden nach.
28. April: In Neuseeland wird das Virus bei zehn Studenten, in Israel bei zwei Männern nachgewiesen.
Alle waren in Mexiko.
In sieben Ländern sind insgesamt mehr als 100 Erkrankungen gemeldet.
29. April: Erste Fälle in Deutschland: Zwei Frauen und ein Mann sind erkrankt.
Alle waren in Mexiko.
Im US-Bundesstaat Texas stirbt ein Kleinkind an dem Virus - der erste Todesfall außerhalb Mexikos.
Die WHO hebt die Pandemie-Alarmstufe auf die zweithöchste Stufe fünf an.
Das Risiko einer Pandemie, einer sich über Ländergrenzen hinweg ausbreitenden Infektionskrankheit, sei bedeutend gewachsen, so die WHO.
Die Situation sei besorgniserregend.
30. April: Die WHO meldet weltweit 236 nachgewiesene Fälle, mindestens 27 davon in der EU.
13 Menschen sind inzwischen gestorben.
1. Mai: In Deutschland wird das Virus erstmals von Mensch zu Mensch übertragen.
Die Zahl der bestätigten Erkrankungen liegt nach EU-Angaben weltweit bei mehr als 500.
8. Mai: Erstmals hat sich ein deutscher Reisender in den USA angesteckt.
Bis dahin sind rund 3200 Menschen erkrankt, 44 gestorben.
27. Mai: In Deutschland haben sich inzwischen 20 Menschen angesteckt.
Weltweit sind es 13.400 Menschen in rund 50 Ländern.
11. Juni: Die WHO erklärt die Schweinegrippe zur Pandemie und ruft die höchste Alarmstufe sechs aus.
Weltweit sind fast 30.000 Infektionen in 74 Ländern registriert, ...
... mehr als 21.000 Fälle in Nordamerika.
Insgesamt sind mehr als 140 Patienten gestorben.
14. Juni: In Schottland stirbt ein Patient.
Es ist der erste Schweinegrippe-Tote außerhalb des amerikanischen Kontinents.
9. Juli: Die Zahl registrierter Fälle ist nach EU-Angaben auf über 100.000 gestiegen.
Schwerpunkte sind die USA mit 34.000 Erkrankungen und Mexiko mit mehr als 10.000.
Drei Viertel der 441 Todesfälle gab es in Nordamerika.
In Deutschland sind 641 Infektionen bekannt, alle Bundesländer sind betroffen.
14. Juli: Die deutschen Gesundheitsminister verständigen sich auf eine gemeinsame Impfstrategie:
Im Herbst soll die größte Impfaktion seit 1961 anlaufen.
16. Juli: Auf der spanischen Ferieninsel Mallorca gibt es das erste Todesopfer.
23. Juli: Binnen eines Tages schnellt die Zahl in Deutschland registrierter Schweinegrippe-Fälle um etwa ein Drittel auf rund 2500 hoch.
Ein Großteil der rund 600 Neuerkrankten hatte sich nach Angaben des Berliner Roland-Koch-Instituts bei Auslandsreisen angesteckt.
Der Virologe Alexander Kekulé rechnet mit einem dramatischen Anstieg der Infektionen mit der Schweinegrippe in Deutschland.
Auch er sieht als Grund für die rasche Ausbreitung des Virus die Ferienzeit.
"Viele kehren aus dem Ausland zurück. Und an den Ferienorten treffen Menschen aus aller Herren Länder zusammen."
In Diskotheken oder Flugzeugkabinen herrschten ideale Bedingungen für die Ausbreitung des Erregers.
So schnell wird die Schweinegrippe nicht vorbei sein. (Alle Bilder: Reuters, AP, dpa)
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