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Freitag, 27. März 2015

Trauer um die Opfer von 4U9525: Die Tat des Copiloten macht fassungslos

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Es ist eine unscheinbare Steinplatte, die vor dem Bergmassiv aufgestellt wurde, in dem Flug 4U9525 zerschellte. Doch diese Stele bedeutet für Hinterbliebene des Absturzes viel. (Foto: REUTERS)

Es ist eine unscheinbare Steinplatte, die vor dem Bergmassiv aufgestellt wurde, in dem Flug 4U9525 zerschellte. Doch diese Stele bedeutet für Hinterbliebene des Absturzes viel.

Es ist eine unscheinbare Steinplatte, die vor dem Bergmassiv aufgestellt wurde, in dem Flug 4U9525 zerschellte. Doch diese Stele bedeutet für Hinterbliebene des Absturzes viel.

Hier können sie in Stille trauern, versuchen, das schier unfassbare Grauen zu verarbeiten, das sie erleben müssen. Den Schock, dass - nach derzeitigem Ermittlungsstand - der 27-jährige Copilot der Germanwings-Maschine, Andreas Lubitz, ihre Angehörigen absichtlich mit ihn den Tod nahm. Bisher fehlen gesicherte Erkenntnisse darüber, wieso er dies tat.

Hinweise über die Hintergründe liefert jedoch der Inhalt dieser Kisten. Am Vorabend ließ die Staatsanwaltschaft Düsseldorf die Wohnungen des 27-Jährigen in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt und im rheinland-pfälzischen Montabaur durchsuchen. Was sie gefunden haben, teilen sie lapidar in einer Pressemitteilung mit:

Von "Dokumenten medizinischen Inhalts" und "zerrissenen, aktuellen und auch den Tattag umfassenden Krankschreibungen" ist die Rede. Andreas Lubitz war arbeitsunfähig - und verschwieg dies seinem Arbeitgeber. Auch Germanwings weiß nichts von den Attesten. Nach und nach kommen Details ans Licht.

So bestätigt die Universitätsklinik Düsseldorf, dass Lubitz hier Patient war. Um welche Erkrankung es sich handelte, gibt das Krankenhaus nicht preis. Von verschiedenen Seiten wird kolportiert, er sei psychisch erkrankt. Bestätigt ist das nicht.

In den französischen Alpen arbeiten die Ermittler vor Ort derweil weiter an der Bergung der Opfer des Absturzes der Germanwings-Maschine.

Was den Einsatzkräften noch immer fehlt, ist der zweite Flugschreiber, der die wichtigsten Daten der Maschine aufgezeichnet hatte.

An erster Stelle steht für die französischen Behörden jedoch nach wie vor die zweifelsfreie Identifizierung der Toten und die Überführung ihrer sterblichen Überreste an die Angehörigen.

Immer und immer wieder starten im Tal die Helikopter.

An den entlegensten Stellen des Steilhangs liegen Trümmer des Flugzeugs.

Es ist eine gefährliche Arbeit, der die Einsatzkräfte hier nachgehen. Und es ist eine, die für die Angehörigen der Opfer enorm wichtig ist.

Getrauert wird auch weiterhin in Haltern am See. 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des hiesigen Gymnasiums verloren bei dem Absturz ihr Leben.

In Haltern am See kennen sich die Menschen. Gemeinsames Trauern hilft den Schulkameraden ebenso wie den Familienangehörigen, mit der Situation fertig zu werden.

Zum Trauergottesdienst an diesem Freitag erschien auch Bundespräsident Joachim Gauck, der eine Südamerikareise abgebrochen hatte, nachdem er von dem Absturz erfahren hatte. Er will mit seiner Anwesenheit den Menschen, rechts neben ihm etwa Bürgermeister Bodo Klimpel, Trost und Kraft spenden.

Gauck zeigte sich im Anschluss tief bewegt: "Ich habe in der Mitte gesessen und das Schluchzen der Menschen gehört", sagte er bei n-tv.

Doch nicht nur die Halterer brauchen noch viele Tage, bevor hier wieder so etwas wie Normalität einkehren kann.

Auch in der Kölner Zentrale von Germanwings herrscht noch immer Bestürzung.

Auch hier haben sie Kollegen verloren, Schicksale stehen hinter ihnen; Ehefrauen, Ehemänner, Familien, die nicht wissen, wie es weiter gehen soll.

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