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Panorama

Lebensmut im Elend: Die UNICEF-Fotos des Jahres

 
Alljährlich zeichnet UNICEF Fotos aus, "die die Persönlichkeit und die Lebensumstände von Kindern weltweit auf herausragende Weise dokumentieren".

Alljährlich zeichnet UNICEF Fotos aus, "die die Persönlichkeit und die Lebensumstände von Kindern weltweit auf herausragende Weise dokumentieren".

Diesjährige Siegerin ist die belgische Fotografin Alice Smeets. Ihr Bild zeigt ein Mädchen im größten Slum der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. "Das Bild führt uns den Lebensmut und die Energie eines Mädchens vor Augen, das mitten im Elend aufwächst. ...

... Kinder in den ärmsten Verhältnissen beweisen oft große Stärke", sagt UNICEF-Schirmherrin Eva Luise Köhler. "Das UNICEF-Foto des Jahres ist ein Appell, ihnen unsere Aufmerksamkeit und unsere Unterstützung zu schenken."

Zweiter Preisträger ist der israelische Fotograf Oded Balilty. Sein Foto entstand zehn Tage nach dem Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan, bei dem 70.000 Menschen ums Leben kamen. Das Bild zeigt Überlebende in einem Zeltlager, die zur Essensausgabe anstehen.

UNICEF unterstützt die psychosoziale Betreuung von Kindern, die ihre Eltern verloren haben oder durch ihre Erlebnisse traumatisiert wurden.

Der dritte Preis geht an den ungarischen Fotografen Balasz Gardi für sein Bild eines Mannes im Nordwesten von Afghanistan, der sein verletztes Kind im Arm hält. Die Fotoserie, aus der das Bild stammt, nennt Gardi "Kollateralschaden".

Elf weitere Fotografen erhalten "ehrenvolle Erwähnungen". Mario Tama für sein Bild "Hurrikan Katrina - Auswirkungen einer Katastrophe".

Gordon Welters von der Fotoagentur Laif für sein Bild "Leben auf Rädern - die Wagenburg Story", das Kinder in einer Wagenburg in Potsdam zeigt.

Stanislas Guigui für sein Bild "Cartucho - Königreich der Diebe", das einen Jungen in Cartucho, einem Viertel von Bogota, zeigt.

Frank Röth von der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" für sein Bild von georgischen Flüchtlingen in Tiflis.

Christian Als für sein Bild "Kindheit hinter Gittern", das einen Häftling in einem Jugendgefängnis in Cesis (Lettland) zeigt. 14-Jährige, die für einen Diebstahl vier Jahre einsitzen, seien hier keine Seltenheit, schreibt UNICEF zu dem Foto.

Marcus Bleasdale für sein Bild "Kindersoldaten" in der Demokratischen Republik Kongo.

Shiho Fukada für ihr in der "New York Times" veröffentlichtes Bild "Standing Strong and Walk on", das ein Kind aus Suchuan in einem Rehazentrum in Chengdu zeigt.

William Daniels für sein Bild "Bad Air". Das Bild zeigt eine Mutter in Sierra Leone, deren Tochter in einem fiebrigen Malaria-Koma liegt; die Mutter hofft, dass sie in ein Hospital von "Ärzte ohne Grenzen" gebracht werden kann.

Brenda Anne Kenneally für ihr Bild "Starving in the Land of Plenty" - ihre Botschaft: Vor allem arme Amerikaner essen ungesund.

Melissa Lyttle für ihr Bild "The Girl in the Window". Es zeigt die zehnjährige Danielle, die ihre ersten sechs Lebensjahre von ihrer Mutter weggesperrt wurde, bis ein anonymer Anrufer die Polizei informierte. Danielle hatte nicht gelernt zu sprechen und zu laufen.

Justin Maxon für sein Bild "Mui und Pha - auch Straßen können Heimat sein". Die Buddhistin Mui lebt mit ihrem fünfjährigen Sohn Pha ohne festen Wohnsitz in Hanoi. Maxon hatte das Gefühl, "zwei glücklichen Menschen" begegnet zu sein, schreibt UNICEF.

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