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Freitag, 28. Juli 2017

Trainieren, essen, schlafen: Die Welt der Sumo-Ringer

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Wenn sie in der Arena stehen, werden sie gefeiert wie Superstars. (Foto: imago/Kyodo News)

Wenn sie in der Arena stehen, werden sie gefeiert wie Superstars.

Wenn sie in der Arena stehen, werden sie gefeiert wie Superstars.

Doch normalerweise führen die Sumo-Ringer ein streng geregeltes Leben hinter verschlossenen Türen.

Während des großen Sumo-Turniers im japanischen Nagayo war nun jedoch ein Blick hinter die Kulissen erlaubt.

In der behelfsmäßigen Trainingshalle trainieren die Kämpfer jeden Morgen mindestens drei Stunden.

Wer sich dem Sumo verschreibt, tritt in eine streng hierarchische, tradtionelle und sehr japanische Welt ein.

Das Streuen von Salz zu Beginn der Wettkämpfe, ...

... der charakteristische Haarknoten, ...

... der Mawashi, der neun Meter lange Gürtel, den sich die Kämpfer um den oft voluminösen Leib winden, all das gehört dazu.

Das morgendliche Training erfolgt auf nüchternen Magen.

Wegen der harten Ausbildung und der strengen Traditionen suchen inzwischen nur noch wenige japanische Jugendliche den Weg zum Sumo.

In den Sumo-Schulen dominieren ausländische Kämpfer, vor allem aus der Mongolei.

Für Tomozuna Oyakata war zu Beginn seiner Ausbildung die Sprache "die größte Stressquelle".

"Ich konnte nichts verstehen, wenn ich gescholten wurde oder auch, wenn ich gelobt wurde", sagt der Mann mit dem Kampfnamen Kyokutenho.

Er war 1992 der erste Mongole, der aufgenommen wurde.

Heute spricht er nahezu makellos Japanisch, hat eine japanische Frau und hat seine mongolische Staatsbürgerschaft aufgegeben.

Gegen 10.30 Uhr endet das erste Training. Dann nehmen sich die Kämpfer Zeit für die Fans.

Sie geben Autogramme, posieren für Fotos.

Erst danach gibt es die erste von zwei Mahlzeiten des Tages.

Um die Sumo-Figur zu erreichen, deren hohes Gewicht und niedriger Körperschwerpunkt als ideal für den Sport angesehen wird, essen die Kämpfer spezielle Nahrung.

Dazu gehört der besonders protein- und fettreiche Eintopf Chankonabe, den sie selbst zubereiten.

Außerdem gibt es Schweinefüße, gegrillte und frittierte Sardinen und Reis. Mindestens 8000 Kalorien am Tag sollen die Kämpfer zu sich nehmen.

Ein Mittagsschlaf nach dem Essen ist Pflicht. So soll die Gewichtzunahme erleichtert werden.

Viele Kämpfer schlafen mit Sauerstoffmasken.

Privatsphäre gibt es kaum.

Essen, trainieren, essen, trainieren, das ist der Alltag. Junge Kämpfer bedienen ältere, kochen, putzen und waschen für sie.

Irgendwann zwischen dem 30. und 40. Geburtstag endet die Karriere eines Sumo-Ringers.

Bis dahin unterwerfen sich die Kämpfer diesem strengen Regime.

Und nur wenige bringen es am Ende zum Yokozuna, zum Sumo-Großmeister.

Von den vier derzeit aktiven Yokozuna stammen drei aus der Mongolei.

Kaum einer wird reich.

Auch deshalb gibt es seit Jahren immer weniger Bewerber in den Sumo-Schulen.

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