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Stil statt Gigantomanie: Die schönsten Hochhäuser der Welt

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Der "Burj Khalifa" in Dubai ist der gewaltigste Wolkenkratzer der Welt. (Foto: picture alliance / dpa)

Der "Burj Khalifa" in Dubai ist der gewaltigste Wolkenkratzer der Welt.

Der "Burj Khalifa" in Dubai ist der gewaltigste Wolkenkratzer der Welt.

Trotz seiner 828 Meter Höhe zählt er aber nicht zu den beeindruckendsten Gebäuden der Erde. Das meint zumindest die Jury des "Internationalen Hochhauspreises".

Auch die bekannten "Petronas Towers" in Kuala Lumpur, noch bis 2004 die höchsten Wolkenkratzer der Welt, ehrten die Preisrichter noch nicht mit dieser Auszeichnung.

Wirklich verwunderlich ist das aber auch nicht. Denn bei dem seit 2004 alle zwei Jahre vergebenen Preis zählt nicht die Größe. Die Jury prämiert die architektonische Raffinesse und Innovation der Gebäude - ihre Schönheit.

In diesem Jahr hatten die Preisrichter die Wahl zwischen 26 nominierten Hochhäusern. Darunter der nur 126 Meter hohe "Prime Tower" in Zürich.

Auch deutsche Gebäude schafften es in die auserlesene Liste der Nominierten: der "Silberling" etwa, in dem nach der Dresdner Bank heute die Deutsche Bahn einen Standort hat. Für einen Platz unter den fünf Finalisten reichte es aber für kein europäisches Hochhaus.

Die Jury nahm gewagte Bauten wie das "Pinnacle@Duxton" in die engere Auswahl auf. Im Falle des Wohnkomplexes in ...

... Singapur, weil mit dem "Pinnacle@Duxton" nun "auch der normalen Bevölkerung - nicht nur Wohlhabenden - Wohnraum mit großzügigen Freiflächen in der Stadt zur Verfügung steht". In Singapur leben auf einem Quadratkilometer mehr als 7000 Menschen.

Auch "The Troika" in Kuala Lumpur landete unter den Finalisten. Die Jury sagt den bis zu 204 Meter hohen Drillingstürmen eine "starke Identität" nach.

Die Anordnung der Türme schafft zudem einen schattigen Innenhof - "eine kühle Oase" im feucht-heißen Klima Malaysias.

Das 76-geschossige Hochhaus "Eight Spruce Street" an New Yorks Brooklyn Bridge schafft in der Millionenmetropole an der US-Ostküste laut der Jury gar ein neues "Wahrzeichen". Doch für den Sieg reicht es für dieses Gebäude genausowenig wie ...

... für die "Absolute World Towers" in Mississauga, Kanada.

Das 50.000 Euro Preisgeld dürfen sich die Architekten Christoph Ingenhoven (l.) aus Düsseldorf und RayBrown aus Australien teilen, denn ...

... sie zeichnen für das Hochhaus "1 Bligh Street" in Sydney verantwortlich, das mit dem Internationalen Hochhauspreis 2012 ausgezeichnet wird. Erstmals erhielt damit ein deutscher Architekt die Auszeichnung.

Das Hochhaus setzt einen Kontrapunkt zu gigantomanischen Hochhausmetropolen wie Dubai. Das 139 Meter hohe Bürogebäude fügt sich auf unscheinbare Weise in die Skyline an Sydneys Hafen ein.

Trotz beeindruckender optischer Akzente meidet das Gebäude laut der Jury das "Ikonische" und punktet vielmehr ...

... durch die Art, wie es einen Blick auf die Stadt erlaubt. "Mit 139 Metern und 30 Etagen bricht das Gewinnergebäude zwar keine Höhenrekorde, setzt aber auf seinem Kontinent neue Maßstäbe hinsichtlich sozialer, kultureller, stadtplanerischer und nachhaltiger Kriterien", heißt es in der Begründung.

Hochhäuser in Deutschland können da nur einen "Trostpreis" ergattern.

Einziger Preisträger für die Bundesrepublik: die neuen "Deutsche Bank Türme".

Die gibt es zwar schon seit 1984, doch den Innenräumen ist das dank einer gewaltigen Modernisierung nicht anzumerken. Ohne die ursprüngliche Struktur zu verändern, gelang es den Architekten Gerkan, Marg und Partner aus Hamburg überdies, die Energieeffizienz deutlich zu steigern. Dafür bekamen sie die "besondere Anerkennung" der Jury.

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