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Ein etwa 40 mal 30 Meter großer Krater ist mitten in einem Wohngebiet im thüringischen Schmalkalden aufgerissen.
Polizeisprecher Fred Jäger erklärte bei n-tv, dass die Erde gegen 3 Uhr plötzlich nachgegeben habe. Ein Anwohner in der Einfamilienhaussiedlung habe "Geräusche" gehört und die Polizei alarmiert.
Vermisste oder Verletzte gibt es glücklicherweise nicht. 25 Menschen mussten ihre Häuser zunächst aber verlassen. Derzeit sind sechs Häuser evakuiert. Weitere Evakuierungen sollen nach Angaben Jägers folgen.
Welche Dimensionen das Loch genau hat und ob es tatsächlich, wie anfangs vermeldet, 20 Meter tief ist, vermochte die Polizei zunächst nicht zu sagen.
Um einen Überblick zu bekommen, wurde ein Hubschrauber gestartet.
Erste Luftaufnahmen vom Unglücksort zeigen eindrucksvoll den Krater zwischen den Häusern.
Mit Hilfe der Luftaufnahmen soll auch die genaue Größe des Loches vermessen werden.
Der Bürgermeister der Stadt, Thomas Kaminski, zeigte sich schockiert. "Das übersteigt jede Vorstellung", so Kaminski.
Die Einsatzkräfte errichteten am Morgen ein Zelt für die betroffenen Anwohner.
Aus Sorge vor weiteren Erdbewegungen wurde der Bereich weiträumig abgesperrt. "Es ist aber keine größere Hektik entstanden. Die Leute sind den Umständen entsprechend recht ruhig", sagte eine Polizeisprecherin.
Warum sich ohne Vorwarnung die Erde auftat?
Berichte über unterirdische Luftschutzbunker machen die Runde. Doch es war eine "natürliche Ursache", sagt Lutz Katzschmann von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie in Schmalkalden.
Die Ausspülung von Gestein im Untergrund hat demnach einen Hohlraum entstehen lassen - der nun einstürzte.
Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz machte sich an der Unglücksstelle ein eigenes Bild von der Lage.
Laut Polizei ist nicht mit weiteren großen Einbrüchen zu rechnen. Allerdings gibt der Boden am Kraterrand immer noch nach.
Ein Auto wurde mit in den Abgrund gerissen.
Ein ähnlicher Erdfall sorgt seit Jahren im rund 40 Kilometer entfernten Tiefenort in der dortigen Kali-Bergbauregion für Probleme und machte fünf Häuser unbewohnbar.
Außer in Bergbauregionen sind Erdfälle auch in Karstgebieten häufiger, wo zuletzt bei Bad Frankenhausen ein großes Stück Acker zwölf Meter in die Tiefe sackte.
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