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Bergung der "Concordia": Ein Kreuzfahrt-Riese taucht auf

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Geschafft: Das Wrack der "Costa Concordia" liegt wieder aufrecht im Wasser! Nach einer einzigartigen Bergung taucht der Kreuzfahrtriese Zentimeter für Zentimeter auf. Sehen Sie selbst: (Foto: AP)

Geschafft: Das Wrack der "Costa Concordia" liegt wieder aufrecht im Wasser! Nach einer einzigartigen Bergung taucht der Kreuzfahrtriese Zentimeter für Zentimeter auf. Sehen Sie selbst:

Geschafft: Das Wrack der "Costa Concordia" liegt wieder aufrecht im Wasser! Nach einer einzigartigen Bergung taucht der Kreuzfahrtriese Zentimeter für Zentimeter auf. Sehen Sie selbst:

Am 13. Januar 2012 läuft die Concordia vor der italienischen Insel Giglio auf einen Felsen auf und kentert. An Bord sind 4229 Passagiere, 32 Menschen sterben bei dem Unglück. Seitdem wartet der 114.000-Tonnen-Koloss darauf, geborgen zu werden.

Über 20 Monate später startet ein Team aus internationalen Experten ein einmaliges Bergungsmanöver. Am frühen Montagmorgen des16. Septembers liegt das Wrack noch immer auf der Seite. Der Start ist für 6.00 Uhr geplant.

Doch auch drei Stunden später liegt der havarierte Gigant noch in derselben Position.

Ein heftiger Gewittersturm rund um die Insel Giglio verzögert den Start.

Die riskante Bergung beginnt schließlich mit dreistündiger Verspätung. Die erste Phase ist auch die komplizierte.

Experten wollen den Kreuzfahrtkoloss mit 36 Stahlketten und ...

... eigens angebrachten großen Wassertanks im Schneckentempo um 65 Grad zurück in seine aufrechte Lage ziehen.

Über Hydraulikzylinder am Meeresboden soll die Concordia aufgerichtet werden. Zentimeter für Zentimeter.

Wenn alles läuft, wie von den internationalen Experten ausgetüftelt, kann sich der Bergungs-Marathon bis zu 12 Stunden hinziehen.

Die Bergung ist ein Geduldsspiel, um jeden Millimeter wird hart gerungen.

Nach zwei Stunden Bergungsarbeit hat sich die Concordia bereits deutlich bewegt, wie man hier erkennt: Auf dem rechten Bild sind aus dem Wasser gehobene rostige Stellen zu sehen.

Gegen 11.00 Uhr hat sich das Unglücksschiff schon einen Meter bewegt.

Die Experten sind optimistisch: Man liege im Plan, sagt der Vorsitzende des italienischen Katastrophenschutzes, Franco Gabrielli auf der Pressekonferenz am Mittag. Die Rotation des Schiffes verlaufe so, wie es sich die Techniker vorgestellt hätten.

Vier Stunden nach Beginn der Bergung vermelden Ingenieure, dass die Costa Concordia nun vom Riff, auf dem sie lag, gelöst wurde.

Einem Techniker zufolge sind damit die heikelsten Momente überstanden. Allerdings könne man nicht ausschließen, dass es nicht doch noch zu schweren Schäden kommen kann.

In dieser Bildkombo kann man sehen, wie sich der Havarist langsam aufrichtet.

Das heikle Manöver wird neugierig verfolgt.

Nach drei Stunden hat sich der Koloss um ca. 2,5 bis 3 Grad aufgerichtet.

Nach der Ablösung vom Felsen soll es nun aber deutlich schneller gehen, sagen die Experten voraus.

Zentimeter um Zentimeter hebt sich das Wrack.

Die Stimmung ist angespannt. Das Bergungsmanöver ist eine "Operation of no return". Selbst wenn das Wetter umschlägt, muss weitergearbeitet werden.

Und weiter geht's: Gut sieben Stunden nach Beginn der Aktion hat sich das Wrack bereits gut sichtbar aus seinem nassen Grab erhoben.

Ob der geflügelte Zuschauer die Mühen zu schätzen weiß, mit dem sein Biotop von dem 114.000 Tonnen schweren Koloss befreit werden soll?

Wahrscheinlich nicht - dafür aber die vielen Schaulustigen, die hautnah mitverfolgen, wie ...

... die Bergungsarbeiten Stück für Stück voranschreiten.

Leider nicht so schnell, wie sich das die Experten erhofft hatten.

Als es Abend wird auf Giglio, wird klar ...

... dass die Aktion noch die ganze Nacht dauern wird.

Mit jedem Zentimeter, den sich das Schiff weiter aus dem Mittelmeer erhebt, wird deutlich, was die Monate unter Wasser angerichtet haben. Bis zum Morgengrauen soll die "Costa Concordia" vollständig aufgerichtet sein.

Am Ende gelingt die beispiellose Bergungsaktion.

Nach 19 Stunden Anspannung steht das Schiff wieder aufrecht.

Nie zuvor wurde ein so großes Passagierschiff geborgen - mit ihren 290 Metern ist das Schiff fast so lang wie drei Fußballfelder, doppelt so groß wie die "Titanic" und so hoch wie ein elfstöckiges Haus.

Die Schäden, die die Kollision mit dem Felsen an der Steuerbordseite des Kreuzfahrtriesen hinterlassen haben, sind immens.

Wie schlimm das Ausmaß der Zerstörung ist, ...

... wird erst mit dem Anbrechen des neuen Tages sichtbar.

Beim Anblick solcher Fotos kann man erahnen, welche Szenen sich auf dem Schiff am Unglückstag abgespielt haben müssen.

Als nächstes wird die "Costa Concordia" vor Ort auf einer Plattform fixiert, ...

... bevor sie nach den Frühjahrsstürmen endgültig an einen anderen Ort abgeschleppt werden kann.

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