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Dienstag, 13. Juni 2017

Harte Ansagen, ruhige Grenzen: Einwanderer am Rio Grande glauben Trump

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Der Rio Grande trennt die Vereinigten Staaten östlich von El Paso im US-Bundesstaat Texas von Mexiko. (Foto: REUTERS)

Der Rio Grande trennt die Vereinigten Staaten östlich von El Paso im US-Bundesstaat Texas von Mexiko.

Der Rio Grande trennt die Vereinigten Staaten östlich von El Paso im US-Bundesstaat Texas von Mexiko.

In den letzten Monaten der Präsidentschaft von Barack Obama überquerten jeden Tag Hunderte Einwanderer den Fluss.

Sie stellten sich anschließend bereitwillig den US-Behörden.

Denn während sie auf ihr Gerichtsverfahren in den USA warteten, führten sie ein ganz normales Leben dort.

Doch inzwischen greifen die Grenzpatrouillen kaum noch Menschen auf.

Offenbar glauben viele Menschen in Mexiko und anderen zentralamerikanischen Ländern, ...

... dass die Praxis des "catch and release" mit der Amtsübernahme von Donald Trump ein Ende gefunden hat.

Grenzverletzer wüssten jetzt, dass sie festgesetzt und sofort wieder zurückgeschickt werden, ...

... sagen auch die Beamten vor Ort.

So hatte es Heimatschutz-Minister John Kelly im April bei einem Besuch in El Paso noch einmal bekräftigt.

Die Beendigung der "catch and release"-Praxis war eines von Trumps Haupt-Wahlkampfversprechen.

Doch Anwälte, die Einwanderer vertreten, und sogar Beamte der Einwanderungsbehörden ...

... sehen bisher noch keine einschneidenden Veränderungen.

Der Grund dafür sind rechtliche Einschränkungen, wer wie lange inhaftiert werden darf.

So ist beispielsweise die Inhaftierung von Frauen und Kindern auf 21 Tage begrenzt.

Einwanderer, deren Herkunftsländer sich weigern, sie wieder aufzunehmen, dürfen ebenfalls nicht unbegrenzt festgehalten werden.

Asylsuchende, die "berechtigte Ängste" haben, nach Hause zurückzukehren, ...

... sind sogar Kelly zufolge Kandidaten für eine Freilassung.

"Die Leute werden immer noch freigelassen", sagt Migrationsforscher Kevin Appleby.

Schon, weil es nicht genügend Unterbringungsmöglichkeiten für Festgenommene gebe.

Offiziellen Zahlen zufolge ist die Zahl der Einwanderer, die in den Vereinigten Staaten frei leben, ...

... während sie auf ihr Verfahren warten, seit Trumps Amtsantritt sogar gestiegen.

Seit Ende Januar sind es bereits 30.000 weitere Menschen.

Jeden Monat kommen etwa 7500 hinzu.

In den nächsten zwei Jahren sollen 125 Einwanderungsrichter eingestellt werden.

Bis dahin hoffen die Grenzbeamten, dass die Menschen jenseits der Grenze noch immer Trumps markigen Ansagen glauben.

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