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Samstag, 05. April 2014

Picasso, van Gogh, George W.: Ex-US-Präsident greift jetzt zum Pinsel

Von Anika Friese

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Zwei Legislaturperioden war der Mann, der mit vollem Namen George Walker Bush heißt, aber vielen eher unter George W. Bush bekannt ist, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Zwei Legislaturperioden war der Mann, der mit vollem Namen George Walker Bush heißt, aber vielen eher unter George W. Bush bekannt ist, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Zwei Legislaturperioden war der Mann, der mit vollem Namen George Walker Bush heißt, aber vielen eher unter George W. Bush bekannt ist, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

In dieser Zeit traf er als "mächtigster Mann der Welt" viele wichtige Entscheidungen …

… und umgab sich mit dem "Who is Who" der internationalen Staatschefs. (Hier beim G8-Gipfel 2008 in Japan.)

Unter ihnen: die deutsche Kanzlerin. Mehr als einmal durfte Angela Merkel im Weißen Haus vorbeischauen, und das, obwohl den beiden nicht immer das beste Verhältnis nachgesagt wurde.

Doch die aktive politische Zeit des George W. Bush ist vorbei. Seit mehr fünf Jahren ist sein Nachfolger Barack Obama nun im Amt.

Da könnte sich der eine oder andere die Frage stellen: Was macht denn der George Dabbeljuh die ganze Zeit?

Die Antwort mag viele überraschen: Er malt. Insbesondere Porträts von Staats- und Regierungschefs, die er während seiner Präsidentschaft kennenlernte.

Im "Presidential Center" von Dallas, der frisch eingeweihten Präsidentenbibliothek Bushs, stellt er nun 24 Gemälde mit dem Arbeitstitel "The Art of Leadership: A President's Diplomacy" (zu deutsch: " Die Kunst der Führung: Die Diplomatie eines Präsidenten") aus.

Mit dabei: Angela Merkel. Das Bild zeigt die deutsche Kanzlerin, wie sie freundlich dreinblickt. Sogar ein angedeutetes Lächeln ist erkennbar. Auch die hellen, warmen Farben lassen Merkel sympathisch erscheinen.

Ganz anders sieht das beim russischen Präsidenten Wladimir Putin aus: Dunkle und trübe Farben stellen den russischen Staatschef grimmig dreinschauend dar. Außerdem hat er tiefe Augenringe, sein Mund formt sogar ein kleines Schmollen.

Das Verhältnis zwischen ihm und Putin - so Bush im Fernseh-Interview zur Ausstellungseröffnung - sei "mit der Zeit immer angespannter" geworden. Das läge vor allem daran, dass der russische Präsident die USA als Feind betrachte.

Ein besseres Abbild bekommt da schon Tony Blair.

Bush bezeichnete den früheren britischen Premierminister in dem TV-Interview als "starke Persönlichkeit und verlässlichen Freund".

Kein Wunder also, dass sich der Brite ebenso wie Angela Merkel über helle Farben und eine durchaus einnehmende und selbstbewusste Darstellung freuen kann.

Aber nicht nur politische, sondern auch spirituelle Führer bekommen einen Platz in Bushs Ausstellung. So zum Beispiel der Dalai Lama, den Bush als einen "herzlichen Menschen" bezeichnet.

Überzeugen konnte sich der 43. Präsident der Vereinigten Staaten von dieser Herzlichkeit mehr als nur einmal. Hier ein Treffen der beiden anlässlich der Vergabe der Goldenen Ehrenmedaille des Kongresses 2007 in Washington.

Wie beim Dalai Lama werden auch bei anderen Persönlichkeiten der Ausstellung Gastgeschenke und Erinnerungsstücke ausgestellt.

Unter dem Bildnis der Kanzlerin befindet sich eine Weihnachtspyramide.

Doch zurück zu den Gemälden: Auch wenn der ehemalige Ministerpräsident Italiens fast unterzugehen scheint in einer Reihe mit dem ehemaligen Premierminister Pakistans Yousaf Raza Gilani (Mi.) und Indiens Premier Manmohan Singh (re.), …

… wenigstens ist Silvio Berlusconi überhaupt mit von der Partie. Schließlich half dieser Bush bei seinem Irak-Feldzug.

Doch es gibt noch viele andere aktive und frühere Staatsoberhäupter, denen die Ehre zu Teil wird, in Bushs Präsidentenbibliothek zu hängen. Darunter: der kanadische Premierminister Stephen Harper (o.l.), der Kronprinz von Abu Dhabi, Mohamed bin Zayed Al Nahyan (o.r.), der ehemalige französische Präsident, Nicolas Sarkozy (u.l.) sowie der ehemalige südkoreanische Präsident, Lee Myung-bak (u.r.).

Und wer darf unter den Mächtigsten der Welt ganz sicher nicht fehlen? Natürlich, George W. Bush selbst.

Daneben: sein Vater George Bush senior. Unter beiden Gemälden steht geschrieben: "Ich war immer davon überzeugt, und bin es immer noch, dass persönliche Diplomatie sehr nützlich und gewinnbringend sein kann."

George W. Bush selbst war bei der Eröffnung seiner Ausstellung nicht anwesend. Hier zu sehen sind die Kuratorin der Präsidentenbibliothek, Amy Polley (l.), und die Präsidentin des George-W.-Bush-Präsidenten-Centers, Margaret Spellings.

Man darf gespannt sein, ob sich die Ausstellung bei der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreuen wird. Sonst gibt es ja noch viele andere Hobbys, denen der Ex-Präsident nachgehen kann: angeln, …

… joggen …

… oder auch golfen mit Tiger Woods. Ist ja auch nicht die schlechteste Freizeitbeschäftigung.

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