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Party endet mit über 100 Toten: Feuerkatastrophe in Perm

 
Party endet mit über 100 Toten: Feuerkatastrophe in Perm

Bei einem verheerenden Feuer in einem Nachtklub der russischen Stadt Perm kommen mindestens 103 Menschen ums Leben.

Mehr als 130 Besucher des Lokals werden verletzt, viele von ihnen schwer.

Nach ersten Erkenntnissen führen explodierende Feuerwerkskörper während einer Feier zum achtjährigen Bestehen des Lokals in der Nacht zum Samstag zu der Katastrophe.

Auf Videoaufnahmen der Tragödie, die russische Fernsehsender ausstrahlen, ist zu sehen, wie die mit Reisig abgehängte Plastikdecke des Raums vermutlich durch Funken einer Zimmerfontäne in Brand gerät.

Die hohe Zahl der Verletzten sei auch durch die anschließende Panik zu erklären, erklärt ein Ermittler.

Der fensterlose Klub hat nach ersten Untersuchungen nur einen Ausgang.

Die Polizei nimmt zwei Besitzer des Lokals fest. Einer der Verdächtigen habe in einem ersten Verhör zurückgewiesen, den Klub durch einen leichtsinnigen Umgang mit Feuerwerkskörpern in Brand gesetzt zu haben, heißt es.

Vor dem Lokal legen Trauernde am Morgen nach dem Feuer Blumen ab.

85 Verletzte befinden sich immer noch in einem kritischem Zustand. Verwandte und Freunde suchen auf Listen im Krankenhaus nach den Namen der Opfer.

Die meist jungen Opfer erlitten vor allem Brandwunden und Rauchvergiftungen.

Behörden rufen die Bevölkerung der Stadt auf, Blut zu spenden.

Der russische Regierungschef Wladimir Putin ordnet noch in der Nacht die Bildung einer Ermittlungskommission unter Führung von Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu an. Der Sprecher der örtlichen Ermittlungsbehörden, Wladimir Markin, schließt einen Anschlag aus. "Hier stellt sich nicht die Frage nach einem Terrorakt. Dies ist ein Verstoß gegen die Brandschutzbestimmungen."

In Russland kommen bei Bränden immer wieder viele Menschen ums Leben, da oft elementare Sicherheitsregeln missachtet werden. (Text: dpa)

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