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Montag, 19. September 2016

Reederei dockt Riesenschiff aus: "Genting Dream" manövriert durch Emskanal

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Der jüngste Kreuzfahrtschiff-Neubau "Genting Dream" der Meyer-Werft im emsländischen Papenburg ist bereit, auf Reise zu gehen. (Foto: picture alliance / dpa)

Der jüngste Kreuzfahrtschiff-Neubau "Genting Dream" der Meyer-Werft im emsländischen Papenburg ist bereit, auf Reise zu gehen.

Der jüngste Kreuzfahrtschiff-Neubau "Genting Dream" der Meyer-Werft im emsländischen Papenburg ist bereit, auf Reise zu gehen.

Der Werftschlepper "Gruno IV" zieht den Koloss aus dem überdachten Baudock, damit er sich auf den Weg ins niederländische Eemshaven machen kann.

Die Werft in Papenburg liegt etwa 40 Kilometer vom Meer entfernt. Bis Eemshaven ist es etwa doppelt so weit. Der Luxusliner ist der erste von zwei Neubauten für die asiatische Kreuzfahrtlinie Dream Cruises, die zur malayischen Genting-Gruppe gehört.

Nummer eins sorgt schon einmal für Aufregung: Das Schiff ist rund 338 Meter lang. Die "Genting Dream" wird nach Reedereiangaben zu den größten Schiffen gehören, die der asiatische Markt zu bieten hat.

70 Prozent der knapp 1700 Kabinen verfügen über einen Balkon, 44 Suiten bieten auf Wunsch auch einen Butler-Service. Für bis zu 3300 Passagiere sorgt eine 2000-köpfige Crew. 35 Restaurants und Bars gibt es an Bord.

Eine 610 Meter lange Promenade führt einmal rund um das Schiff. Außerdem gibt es ein Wellness-Center mit verschiedenen Spa-Bereichen, Pool-Landschaften und sechs Wasserrutschen. Eine Mini-Golfanlage und eine Kletterwand sind ebenfalls vorhanden.

Verständlich, dass das Spektakel bei spätsommerlichen Wetter viele Zuschauer auf den stellenweise extrem schmalen Emsdeich lockt ...

... und andere wiederum unbeeindruckt lässt: Schafe grasen gemächlich auf dem Deich, während der Ozeanriese durch den Kanal manövriert.

Norddeutsche Gewässer dürfte die "Genting Dream" künftig weniger kreuzen. Ems und Nordsee werden durch die Küsten Chinas und Vietnams ersetzt.

Das zweite Schiff, die "Genting World", folgt in einem Jahr. Das wird es dann aber erst einmal gewesen sein für Meyer: Künftig will die malaysische Genting-Gruppe ihre Kreuzfahrtschiffe selbst bauen. Im April übernahm die Gruppe die Werften in Rostock, Wismar und Stralsund.

Bis 2023 sind die Auftragsbücher aber noch prall gefüllt, so ein Werftsprecher. Das lässt also hoffen, dass weitere beeindruckende Kreuzfahrtschiffe den Emskanal passieren.

Die "Genting World" hat ihre erste Etappe erstmal hinter sich gebracht. Um fünf Uhr morgens erreicht der Ozeanriese die Eemshavener Mole und kann um 9.15 Uhr in Eemshaven anlegen.

In den nächsten Wochen sind Probefahrten vorgesehen. Bevor das Schiff Mitte Oktober an den Eigner abgeliefert wird, stehen noch weitere Innenausbauten und technische Checks auf dem Programm. Die LED-Beleuchtung scheint schon einmal blendend zu funktionieren.

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