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Hells Angels gegen ...
... Bandidos - die beiden Rockerclans sind seit Jahren Todfeinde.
"Expect No Mercy" ( "Erwarte keine Gnade") steht auf einem Aufnäher an der Rocker-Weste. Den darf nur tragen, wer schon einmal jemanden schwer verletzt oder getötet hat.
Dieser Mann und ein weiteres Bandido-Mitglied können diese zweifelhafte "Auszeichnung" nun tragen - wenn es denn die Gefängniskleidung erlaubt.
Thomas K. (links) und Heino B. wurden im Juni 2008 wegen gemeinschaftlichen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Sie hatten einen "Hells Angel" erschossen.
Robert K., ein 47-jähriger Familienvater und Mitinhaber eines Harley-Davidson-Ladens in Ibbenbüren, wurde im Mai 2007 von den Verurteilten hinterrücks umgebracht.
Zum Ende des "Rockerprozesses" herrschte Ausnahmezustand in Münster: ...
Das Polizeiaufgebot wurde vorsichtshalber aufgestockt.
Hunderte Rocker fielen damals in die Uni-Stadt ein.
"Wenn Dein Bruder ermordet wird, dann gehst du zur Beerdigung. Und du gehst zum Prozess gegen seinen Mörder", so einer der Hells Angels vor dem Gerichtsgebäude.
"Mit den fünf Schüssen auf Robert waren wir alle gemeint."
Der Unterschied zwischen "Banditen" ...
... und "Engeln" ist in der Rockerwelt nicht groß.
Beide Gruppen zeigen immer wieder, wie brutal sie vorgehen können – egal, welches Emblem auf dem Rücken pappt.
Dezember 2008 in Hannover: Unter großen Sicherheitsvorkehrungen begann hier ein Verfahren gegen ...
... vierzehn "Hells Angels". Die Rocker mussten sich wegen eines Raubüberfalls auf ein Vereinsheim der verfeindeten Bandidos bei Bremen verantworten.
Nach einem Deal zwischen allen Beteiligten wurden elf der vierzehn Angeklagten zu Bewährungsstrafen verurteilt. Lediglich drei Männer erhielten höhere Strafen.
Es dauert Jahre, bis ein "Hells Angel" vom Anwärter zum "Full Member" wird.
Vollmitglieder müssten, um aufgenommen zu werden, schon so viele Verbrechen begangen haben, ...
... dass sie nicht mehr aussteigen könnten, weiß ein Experte.
Mit den Behörden reden sie nicht einmal über ihre Feinde, das verbietet ihnen der strenge Ehrenkodex der Gemeinschaft.
Rocker regeln ihre Dinge selbst.
Und zwar mit einer Brutalität, wie man sie auch im spätabendlichen Fernsehprogramm wohl nicht sehen kann.
Der Verlust von Menschenleben wird in Kauf genommen.
Bei dieser Explosion eines Bandidos-Quartiers nahe Oslo wurden ein Rocker getötet und zahlreiche weitere Bandidos schwer verletzt.
Die Hells Angels verehren ihre Toten, weltweit sollen es über 300 sein. In einigen der Klubheime gibt es eine Art Diashow, die die Verstorbenen aller Länder in einer Endlosschleife zeigt.
Gefährlich wird es besonders für "Überläufer". Im Sommer 2009 stirbt ein 33-jähriger Mann. Er wird im Berliner Stadtteil Hohenschönhausen mit mehreren Schüssen getötet.
Das Opfer war früher Mitglied der Hells Angels, dann lief der Mann zu den Bandidos über.
In Berlin begann Anfang Februar 2010 eine neue Welle der Gewalt zwischen den beiden verfeindeten Rockergruppen: Da waren 70 Bandidos in die andere Richtung gewandert.
Jüngste Opfer im Rockerkrieg: Zwei junge Männer wurden am 15. März 2010 vor einem Fitnessstudio in Kiel niedergestochen.
Kurz nach dem Angriff nahmen die Beamten neun "Bandidos"-Mitglieder fest.
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