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Sonntag, 17. November 2013

Es ist nicht alles grauer Beton: Hochhäuser können quietschbunt sein

Von Andrea Beu

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Oft sehen Hochhäuser ja so aus. (Foto: dpa)

Oft sehen Hochhäuser ja so aus.

Oft sehen Hochhäuser ja so aus.

Oder so.

Oder auch so. Grau-weiße Riesenbauten vor oft auch noch grauem Himmel. Dabei ...

... geht es doch auch anders!

Bunter, farbenfroher, vielfältiger!

Manche Wolkenkratzer wollen durch ungewöhnliche Formen ...

... aus der Masse hervorstechen, ...

... andere versuchen es mit farbigen Fassaden, wie hier Wohntürme in Hongkong.

Oder gleich mit Gold, wie im (öl-)reichen Dubai: Der ...

... Al Attar Tower (Mitte) ist 130 Meter hoch, die Fassade besteht aus dunkelgrünem Glas. Einige der goldenen Elemente können ...

... als Balkon genutzt werden. Der grüngüldene Wolkenkratzer in der Sheikh Zayed Road im Finanzviertel Dubais wurde 1997 erbaut.

Der Broadcasting Tower im englischen Leeds strahlt nicht in Gold, sondern in kräftigem Rost-Orange - und das besonders eindrucksvoll, wenn dort mal die Sonne scheint. Die Umhüllung des 2009 erbauten Turms ...

... ist aus wetterfestem Baustahl (COR-TEN-Stahl); der Schachtelbau ragt knapp 70 Meter in den Himmel.

Nicht nur die Farbe, auch die Form des F&F Towers ist ungewöhnlich: Der grünblaue Schrauben-Turm ist stattliche 243 Meter hoch und steht in Panama City. Der früher "Revolution Tower" genannte Bau ...

... hat die Form einer Spirale; die oberen 39 der insgesamt 52 Stockwerke winden sich um eine Mittelachse. Die unteren 13 Etagen des 2011 erbauten Glas-Beton-Turms dienen als Parkhaus.

Der grüne Riese Taipei 101 (eigentlich Taipei Financial Center) steht seit 2004 in Taipeh, der Hauptstadt von Taiwan. Bis 2007 war er der höchste Wolkenkratzer der Welt. Er ist 508 Meter hoch und verfügt über 101 Stockwerke - daher sein Spitzname. Eigentlich sind es sogar ...

... 106 - unter der Erde gibt es noch 5 Etagen. Die Form des gigantischen Turms erinnert an eine Pagode, die grüne Glasfassade soll die Farbe von Jade nachahmen.

Peng! Nicht zu übersehen ist das Hotel Porta Fira im spanischen L' Hospitalet de Llobregat. Der 113 Meter hohe Wolkenkratzer im Stil des Dekonstruktivismus macht sich durch eine signalrote Alurohrfassade und seine organische Form bemerkbar. Er wurde 2010 erbaut.

Auf Knallrot - hier sind es die Sonnenschutz-Elemente - setzten auch die Erbauer des Torre Net in Padua, Italien. Außerdem fällt das 20 Stockwerke hohe Hotel- und Bürogebäude durch seine ungewöhnliche, verdrehte Form auf. Es ragt 80 Meter hoch und wurde im Jahr 2008 gebaut.

Rotes Dach, bunte Fassade: Sein farbiges Äußeres tragt das Colorium in Düsseldorf schon im Namen. Die Fassade besteht aus 2200 Glaspaneelen, ...

... die mit 17 verschiedenen Mustern (ein- bis vierfarbig) bedruckt wurden. Der 62 Meter hohe Bunt-Bau steht seit 2001 im Düsseldorfer Hafen, in unmittelbarer Nähe zu Landtag und Medienmeile.

Auf der anderen Seite des Rheins erhebt sich das Herkules-Hochhaus. Es steht im Kölner Stadtteil Ehrenfeld und wurde 1969 als sogenanntes "erstes Super-Wohnhaus" gebaut, ...

... um möglichst viele Wohnungen nah am Stadtzentrum zu schaffen. Aufgrund der bunten Fassade wird es auch "Papageienhaus" genannt.

Dieser Spitzname stünde auch durchaus dem "First World Hotel" in Genting in Malaysia zu: Es sieht aus wie ein großer Kindergarten, ist aber eines der größten Hotels der Welt.

Es verfügt über mehr als 6100 Zimmer, ist etwa 140 Meter hoch und steht seit 2002. Passend zu seinem quietschbunten Äußeren ...

... liegt unterhalb des Hotels der "First World Plaza" mit Vergnügungspark, Einkaufszentrum, Spielkasino und diversen Restaurants.

Dieser rosa Block ist nicht das Barbie House, sondern The Arlington: Der Wohnblock mit ein paar Büros und Gewerbe steht in Charlotte, USA. Das 2002 erbaute "Pink Building", auch "Big Pink" genannt, ist 94 Meter hoch. Der glänzende Lila-Pink-Farbton des Glases heißt "Desert Rose" und ist nur von außen zu sehen - er beeinflusst die Sicht von innen nicht.

Goldbraun, bei Sonnenlicht kupferfarben schimmert der Wolkenkratzer Mercury City Tower - nach Angaben der Architekten das erste umweltfreundliche Gebäude Moskaus. Denn durch die Nutzung des Tageslichts für einen großen Teil der Räume ...

... und das Sammeln von Schmelz- und Regenwasser wird der Strom- und Wasserverbrauch gesenkt. Von den 75 Etagen des Turms werden die unteren 40 von Büro- und Geschäftsräumen genutzt, darüber sind Luxuswohnungen. Der Bau ...

... wurde 2013 fertig und ist Teil des neuen Geschäftsviertels Moskau City. Mit einer Höhe von 339 Metern ist er der derzeit höchste Wolkenkratzer Europas.

In der mexikanischen Stadt Monterrey ragt dieser Bürokomplex in den Himmel: Die "Oficinas en el Parque" sind vorn dunkelblau verglast, die Rückseite der 1998 erbauten Türme ist kräftig lila. Sie sind 98 bis 115 Meter hoch.

Diese auffällige Fassade kann man in New York bewundern: Das William Beaver House steht im Finanzdistrikt von Manhattan. Der 44-stöckige Bau wird als Wohnhaus genutzt, er beherbergt 320 "Wohneinheiten". Er ist 159 Meter hoch und wurde im Jahr 2009 gebaut. Wegen der gelben Flecken im sonst graublauen Backstein heißt es auch "Post-It Note Building".

Himmel und Erde: Der Wohnkomplex Varyap Meridian steht im Istanbuler Bezirk Ataşehir. Er wurde 2012 fertiggestellt und beherbergt 1500 Wohneinheiten. Die Häuser sind zwischen 100 und 188 Meter hoch. Die Fliesen an den Fassaden sind an den unteren Etagen bräunlich-terrakottafarben, werden nach oben hin gelblich, dann blau und zum Schluss hellgrau-weiß und sollen so die Verbindung von Erde und Himmel darstellen - wie es sich für einen Wolkenkratzer gehört. (Text: Andrea Beu, mit Informationen von Emporis)

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