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Die Kältewelle des Winters 2008/2009 machte den Menschen (und Tieren) in Europa das Leben schwer.
Während sich vielerorts in Deutschland trotz der Kälte wenigstens die Sonne zeigte, führten Schnee und Eisglätte zum Beispiel in weiten Teilen Spaniens zu chaotischen Verhältnissen.
Die Kanarischen Inseln erlebten den kältesten Winter seit 35 Jahren. In Bulgarien stürzten die Temperaturen auf minus 17 Grad ab. Wegen der Gaskrise blieben dort auch am Wochenende die Heizkörper in den Wohnungen nur lauwarm.
In Ungarn erfroren allein in der vergangenen Woche mehr als zehn Menschen, weil sie für ihre Heizkosten nicht aufkommen konnten. (Im Bild: Ein ungarischer Schüler im Klassenraum)
Zahlreiche Straßen vor allem im Norden und in der Mitte Spaniens waren gesperrt oder nur mit Ketten befahrbar. Auf dem Madrider Flughafen Barajas gab es weiter große Verzögerungen.
Tausende Passagiere, deren Flüge gestrichen worden waren, mussten in den Abfertigungshallen übernachten. Soldaten halfen beim Räumen der Pisten und Straßen.
In Frankreich rief das Gesundheitsministerium angesichts der Kältewelle dazu auf, sich mehr um alleinstehende Senioren zu kümmern. In den vergangenen Tagen seien überdurchschnittlich viele alte Menschen in die Notaufnahmen gebracht worden.
Eis auf den Gewässern machte den Binnenschiffern in Deutschland weiter zu schaffen, Eisbrecher waren im Einsatz.
Zusammenhängende Eisflächen bildeten sich etwa oberhalb der Schleusen und Wehre. (Im Bild: Eisbrecher im Karlsruher Rheinhafen)
Nachdem Treibeis die Schifffahrt auf der Elbe lahmgelegt hatte, konnten auch keine Schiffe mehr zwischen Magdeburg und Berlin verkehren.
Die komplette Untere Havel-Wasserstraße war wegen einer geschlossenen Eisdecke gesperrt.
Nach mehreren Unfällen auf Seen und Teichen warnte die Polizei erneut vor dem Betreten zugefrorener Gewässer. (Im Bild: Bärensee bei Stuttgart)
So brach in Schwerin in der Nacht zum Samstag wieder ein Mensch auf dem Pfaffenteich ein. Auf dem Wörthsee in Bayern ging es vier Rentnern ähnlich. Jedoch ist niemand dabei ums Leben gekommen.
Auf dem freigegebenen Maschsee in Hannover endete das Eisvergnügen für einige schmerzhaft.
Binnen weniger Stunden seien zehn Verletzte mit Knochenbrüchen oder Verstauchungen ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes.
Wer draußen arbeiten musste, war froh, wenn er wenigstens einen warmen Grill vor dem Bauch hat.
Diese Winzer beim Winterschnitt der Reben würde das jedoch nur behindern.
Die Wetter-Situation, in der Deutschland zum kollektiven Eisdorf geworden war, ...
... stellte besonders für Obdachlose in der Nacht eine Lebensgefahr dar. Mehrere Menschen erfroren.
Hilfsorganisationen gaben sich alle Mühe, dass dies nicht wieder geschieht.
Überhaupt blieb es auf den Straßen gefährlich. (Alle Bilder: dpa)
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