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Montag, 13. März 2017

Farbexplosionen zum Holi-Fest: Inder bewerfen sich mit buntem Pulver

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Es ist einer der wenigen Tage in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi, ... (Foto: AP)

Es ist einer der wenigen Tage in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi, ...

Es ist einer der wenigen Tage in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi, ...

... die etwas Erholung bieten zwischen einem kalten Winter voller Smog und einem brütend heißen Sommer.

Und es ist eine Flucht aus dem für viele Menschen harten Alltag in der Großstadt.

Überall in der Stadt laufen Kinder mit Wasserpistolen und Beuteln mit Farbpulver herum.

Selbst ausländische Besucher werden überschwänglich begrüßt und mit Wasser und Farbe attackiert.

Eine Vorwarnung gibt es selten. Nur immer wieder den Ruf: "Happy Holi!"

Das ursprünglich religiöse Holi-Fest stammt aus Indien und Nepal, ...

... symbolisiert den Sieg des Guten über das Böse und den Frühlingsanfang.

Je nach Besucherandrang werden spontan Sperren errichtet.

Die Menschen treffen nicht in geschlossenen Veranstaltungen, sondern einfach in den Straßen aufeinander.

An manchen Tagen fliegen neben Farbbomben auch Süßigkeiten, ...

... an anderen gehen die Frauen mit Stöcken auf die Männer los, um diese einzufangen oder zu vertreiben.

Rund um die Stadt Mathura ist Holi der Liebe zwischen den Hindu-Gottheiten Krishna und Radha gewidmet.

Laut der Hindu-Mythologie wuchs Krishna in der Gegend auf.

Holi wird hier so lange gefeiert wie nirgendwo sonst - insgesamt 16 Tage.

Auch in Nepal und Pakistan wird der Frühling mit dem buntem Farbpulver aus Maisstärke begrüßt.

In Neu-Delhi ist anlässlich des Festes in den vergangenen Jahren eine Parallelwelt entstanden aus Straßenfeiern und organisierten Veranstaltungen.

Viele Familien feiern das Fest aber auch in ihrer Nachbarschaft - mit gemeinsamem Essen, Wasser- und Farbschlachten unter freiem Himmel.

In Tempeln werden die Farbexplosionen häufig von Götterstatuen ausgelöst.

"Holi wird auch in Indien immer organisierter", sagt Raul Chandra, der Kopf hinter "Holi Moo", das in Neu-Delhi rund 5000 Menschen anzieht. Früher hieß die Veranstaltung "Holi Cow" und war deutlich kleiner.

Inzwischen ist die Feier ähnlich organisiert wie die internationalen Feste. Die Karten kosten umgerechnet 35 Euro.

"Als wir vor elf Jahren mit weniger als 100 Gästen anfingen, gab es so etwas wie die heutigen Holi-Festivals noch nicht", sagt Organisator Chandra.

"Heute sind sie fast überall, die Menschen lieben das Spiel mit den Farben."

Chandra hoffe, dass auch der verbindende Gedanke hinter Holi mit den Feiern um die Welt gehe.

"Zu Holi gibt es keine Unterschiede zwischen den Menschen. Alle sind bunt. Manchmal reicht ein bisschen Farbpulver, um Menschen zu verbinden."

Mehr als 30 solcher Veranstaltungen gibt es inzwischen alleine rund um die indische Hauptstadt.

Jeder darf seine eigenen Farben mitbringen, die es in den Holi-Tagen an jeder Straßenecke zu kaufen gibt.

Immer wieder fliegen Wasserbomben oder ...

... die Feiernden werden aus Schläuchen mit Wasser bespritzt.

Auch in anderen Städten weltweit, von New York bis Berlin, feiert man das Holi-Fest - allerdings mit dröhnenden Elektro-Beats. (lsc/dpa)

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