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Würger, Schlitzer, Kannibalen: Jack the Ripper und andere Serienkiller

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Wenn sich Menschen eine Vision vom absoluten Horror zeichnen, entstehen bei vielen Bilder von grausamen Serienmördern im Kopf: sie sind ohne Mitleid für ihre Opfer, quälen und töten auf grausamste Weise. Einer der Prototypen des Serienmörders ist Jack the Ripper. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Wenn sich Menschen eine Vision vom absoluten Horror zeichnen, entstehen bei vielen Bilder von grausamen Serienmördern im Kopf: sie sind ohne Mitleid für ihre Opfer, quälen und töten auf grausamste Weise. Einer der Prototypen des Serienmörders ist Jack the Ripper.

Wenn sich Menschen eine Vision vom absoluten Horror zeichnen, entstehen bei vielen Bilder von grausamen Serienmördern im Kopf: sie sind ohne Mitleid für ihre Opfer, quälen und töten auf grausamste Weise. Einer der Prototypen des Serienmörders ist Jack the Ripper.

So stellt sich die Polizei den britischen Killer heute vor. Seine Taten liegen jedoch schon weit zurück. 125 Jahre ist es her, dass Jack the Ripper London unsicher machte. Er bringt mindestens fünf Prostituierte um und verstümmelt sie grausam. Allgemein gilt als erstes Opfer Mary Ann Nichols. Sie wurde am 31. August 1888 gefunden. Als Letzte wird Mary Jane Kelly angesehen, getötet am 9. November 1888.

Zwischendurch und danach herrschte in London eine Stimmung der Panik, angefeuert durch die Boulevardzeitungen. Vor allem schockte die unfassbare Brutalität, die sich an den verstümmelten Leichen zeigte. Mindestens fünf weitere Mordfälle werden zu den "Whitechapel Murders" gezählt, aber nicht eindeutig zu Jack the Ripper.

Die Behörden werden seiner nie habhaft, ein Mythos um den Mörder entsteht, der bis heute anhält.

Andere Serienkiller landen dort, wo sie hingehören: im Gefängnis. Viele von ihnen übertreffen in der Schwere ihrer Schuld Jack the Ripper bei Weitem. Mit fünf Todesopfern gehört der Killer aus viktorianischer Zeit eher zu den kleinen Fischen.

Einer der mordlustigsten Serienkiller in der Geschichte ist dagegen der Brite Harold Shipman. Shipman ist praktizierender Arzt in Manchester. Reihenweise ermordet er seine bis auf leichte Beschwerden gesunden Patienten mit Überdosen an Morphium oder Heroin. Sein tödliches Treiben bringt Shipman den Namen "Dr. Tod" ein.

In Shipmans Zeit als Arzt sterben 459 seiner Patienten. Bis zu 250 von ihnen bringt "Dr. Tod" in seiner Praxis um. Die Motive dafür sind bis heute nicht ganz klar. Vermutlich geht es ihm hauptsächlich um ein Gefühl der Allmacht. In mindestens einem Fall jedoch geht es ihm auch um Geld.

So fliegen seine Taten auf, als auffällt, dass er das Testament eines seiner Opfer auf plumpe Art und Weise zu seinen Gunsten gefälscht hat. "Dr. Tod" muss sich in der Folge vor Gericht verantworten, wird im Januar 2000 wegen Mordes in 15 Fällen zu 15 Mal lebenslanger Haft verurteilt.

Doch bis zum Schluss beteuert Shipman, nichts Unrechtes getan zu haben. Als ihm klar wird, dass er bis ans Ende seiner Tage hinter Gittern bleiben muss, nimmt er sich im Gefängnis das Leben.

Einer der schlimmsten Serienkiller der letzten Jahrzehnte ist der Kolumbianer Luis Alfredo Garavito Cubillos. Als Ende der 1990er Jahre in dem südamerikanischen Land immer wieder Kinder verschwinden, setzen umfassende Ermittlungen ein. Die Behörden kommen schließlich dem Mann auf die Schliche. Er gewinnt in mindestens 140 Fällen das Vertrauen von Straßenkindern, indem er sich als Händler, Bettler, Mönch oder Behinderter ausgibt.

Anschließend schneidet er seinen Opfern die Kehle durch, missbraucht und zerstückelt sie. Garavito, in seiner Heimat fortan nur noch "El Loco" oder "La Bestia" genannt, gesteht seine Taten. Nach und nach finden die Ermittler die Massengräber.

Zumeist macht sich "El Loco" nicht einmal die Mühe, seine Opfer zu vergraben. Insgesamt 110 Leichen werden gefunden, 140 Morde in Kolumbien gibt Garavito zu. Und es könnten noch mehr sein. Der Mann verbringt auch einige Zeit im Nachbarland Ecuador. Bislang ist ungeklärt, ob ähnliche Fälle ihm zugeordnet werden können.

An einer der Stellen, an denen die Leichen der Kinder gefunden werden, erinnert ein Kunstwerk an die Opfer. Bisher ist Garavito erst für einen Mord der Prozess gemacht worden. Er erhielt eine Haftstrafe von 52 Jahren.

Ebenfalls Kolumbianer ist Pedro Alonso Lopez, in seiner Heimat besser bekannt als "Monster der Anden". Er reist durch die Bergregionen Kolumbiens, Perus und Ecuadors und vergeht sich in Dutzenden Fällen an Indio-Mädchen. Schließlich wird er auf einem Markt in Ecuador erkannt und verhaftet.

Lopez tötet mit sadistischem Vergnügen. Er soll seine Opfer, nachdem er sie vergewaltigt hat, stranguliert und ihnen dabei in die Augen gestarrt haben. Im Verhör gibt er an, "110 Mädchen in Ecuador, vielleicht 100 in Kolumbien und viel mehr als 100 in Peru" getötet zu haben. Die Polizisten halten ihn für einen makabren Hochstapler.

Als er sie schließlich zu den Gräbern von 57 seiner Opfer führte, glaubten sie ihm schließlich. In Ecuador wird Lopez 1980 zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Nach 14 Jahren wird er an Kolumbien ausgeliefert. Nach drei Jahren in einer psychiatrischen Einrichtung wird er 1998 als geheilt entlassen. Keiner weiß, wo er sich heute aufhält.

Das ist der "Ripper von Rostow", Andrej Chikatilo. Als Chikatilo in jungen Jahren bemerkt, dass er impotent ist, beginnt er, ein gestörtes Verhältnis zu Frauen zu entwickeln. Im sowjetischen Russland wird er schließlich Lehrer. 1978 begeht er seinen ersten Mord. Er lockt ein neunjähriges Mädchen in seine Datscha, versucht sie zu vergewaltigen und bringt sie um.

Von da an tötet er im Großraum Rostow unbehelligt weiter. Bis 1990 kommt er auf 53 nachgewiesene Taten. Die Ermittler tappen auch deshalb so lange im Dunkeln, weil Chikatilo sich nicht auf einen einheitlichen Opfertypus beschränkt. Er ermordet Mädchen, Jungen, Frauen - nur Männer lässt er aus. Die Behörden sind verzweifelt. 1984 soll gar der Plan diskutiert worden sein, die Stadt Schachty, wo er lebte, aufzulösen und die 200.000 Einwohner in der UdSSR zu verteilen, um den Taten ein Ende zu setzen.

Im November 1990 wird Chikatilo gefasst. Nach und nach kommen die grausamen Details seiner Taten ans Licht. So lockt er seine Opfer häufig in Waldgebiete, wo er sie ersticht und zerstückelt. Oft sticht er ihnen die Augen aus, weil er glaubt, in die Netzhaut eines Sterbenden fresse sich das Gesicht des Mörders ein. Manchen Opfern beißt er die Brustwarzen ab, verspeist ihre Genitalien.

Wegen 52-fachen Mordes verurteilt ihn ein Gericht zum Tode. Mitte Februar 1994 wird er erschossen. Seine Geschichte dient mehreren Filmen als Basis, so auch dem 1995 erschienenen "Citizen X".

Das Vorbild Chikatilo treibt nach eigener Aussage Alexander Pitschuschkin zu seinen Taten an. Er will Chikatilo als schlimmster Serienmörder Russlands verdrängen. Pitschuschkin geht als der "Irre vom Bitsa-Park" in die Kriminalgeschichte ein. In dem Moskauer Park tötet er mindestens 48 Menschen.

Zu Beginn seiner Mordserie animiert er Obdachlose oder Behinderte zum Trinken, bis sie wehrlos sind. Dann ertränkt er sie in einem Abwasserkanal. Doch nicht alle seine Opfer sterben, wie Pitschuschkin durch Wiederbegegnungen auf der Straße bewusst wird.

Fortan rückt er seinen Opfern mit einem Hammer zu Leibe, mit dem er ihnen den Schädel einschlägt. Im Juli 2006 fassen ihn die Ermittler. Im anschließenden Prozess gesteht er 63 Morde. Damit hätte er sein Ziel, Chikatilo zu überrunden, erreicht. Nachgewiesen werden ihm jedoch nur 52 Taten, für 48 von ihnen wird er schließlich verurteilt.

Pitschuschkin wird auch der "Schachbrettmörder" genannt. Er gibt während der Verhöre an, er habe 64 Menschen töten wollen - so viele, wie ein Schachbrett Felder hat. Pitschuschkin sitzt seit Oktober 2007 lebenslang im Gefängnis.

Anatolij Onoprijenko bringt zwischen 1989 und 1996 in der Ukraine insgesamt 52 Menschen um. Er reist mit dem Zug durch das Land, schleicht sich nachts in abgelegene Höfe und erschießt die Bewohner mit einer Schrotflinte oder tötet sie mit einem Messer oder einem Spaten. Zumeist raubt er die Anwesen dann aus und setzt alles in Brand, um seine Spuren zu verwischen.

Ganze Landstriche leben über Jahre in Angst. Die Presse in dem sich im politischen Umbruch befindlichen Land tauft Onoprijenko auf den "Terminator von Tschernobyl". Miliz und Nationalgarde suche in großangelegten Aktionen über Wochen nach dem Seemann.

Im April 1996 werden die Behörden seiner an der Grenze zu Polen habhaft. Im folgenden Prozess wird Onoprijenko zum Tode verurteilt. Seit dem Beitritt der Ukraine zum Europarat wird die Todesstrafe jedoch nicht mehr vollstreckt.

Bis heute sitzt Onoprijenko im Hochsicherheitsgefängnis Schytomyr ein.

Gary Ridgway bleibt jahrelang im Verborgenen, bis ihm die Ermittler auf die Spur kommen. Er ist der gesuchte "Green River Killer", benannt nach dem Fluss im US-Bundesstaat Washington, an dem er mit Vorliebe seine Mordopfer ablegt.

Die erste Leiche wird im Jahr 1982 gefunden. Aus diesem Jahr stammt auch dieses Polizeifoto von Ridgway. Dutzende weitere Tote tauchen auf. Doch keiner ordnet Ridgway die Taten zu. Mit der Möglichkeit der DNA-Analyse wird er schließlich im März 2001 überführt.

Ridgway gibt zu, 48 junge Frauen getötet zu haben. Er sucht sich Prostituierte und Ausreißerinnen als Opfer aus, weil er Frauen hasst. Zumeist erwürgt er die Frauen so langsam wie möglich, bevor er sie missbraucht.

Als er vor Gericht den Angehörigen seiner Opfer gegenübergestellt wird, bricht er in Tränen aus. Das Kings County Obergericht spricht ihn im November 2003 schuldig. Seither sitzt er in der Justizvollzugsanstalt Walla Walla.

John Wayne Gacy lebt ein völlig unverdächtiges Leben in einem Vorort von Chicago. Sein Bauunternehmen genießt einen guten Ruf, als Lokalpolitiker ist er ein geachteter Mann. Bei Wohltätigkeitsveranstaltungen spielte er den Clown für die Kinder. Später, als seine Taten bekannt werden, verschafft ihm das den Namen "Killer-Clown".

1972 begeht Gacy seinen ersten Mord. Nach der Scheidung von seiner Frau beginnt Gacy aus dem Ruder zu laufen. Immer wieder entführt er Jungen, die er in seinem Haus gefangen hält, vergewaltigt und anschließend tötet. Seine Opfer versteckt er unter seinem Haus. 1978 überführt in die Polizei.

Beim Abriss seines Hauses fördern die Arbeiter 33 Leichen zutage. Vier weitere Opfer entsorgt Gacy in einem nahe gelegenen Fluss. Vor Gericht versucht sich Gacy auf eine Persönlichkeitsspaltung herauszureden. Nicht er, sondern sein zweites Ich habe die Morde begangen.

Es nützt ihm nichts: Gacy wird - und das ist ein offizieller Guinness-Rekord - zu 21 Mal lebenslänglich und 12 Mal Todesstrafe verurteilt. Nach seiner Hinrichtung entnehmen Wissenschaftler sein Gehirn. Es können keine Besonderheiten festgestellt werden.

Der vermutlich berühmteste deutsche Serienmörder ist Fritz Haarmann. Der Hannoveraner tötet zwischen 1918 und 1924 mindestens 24 Jungen. Mit den meisten verkehrt er zuvor sexuell. Seine Mordmethode ist spektakulär. Er beißt seinen Opfern in den Hals, in seiner Zeit wird er der "Vampir von Hannover" genannt.

Im Sommer 1924 finden spielende Kinder am Ufer der Leine Schädel und Knochen. Nach und nach tauchen weitere Überreste auf. Mit dem Hackebeil soll Haarmann seine Opfer zerstückelt haben. Dies wird fortan Teil der kollektiven Erinnerung. Jahrelang noch riefen folgende Liedzeilen Kindern Schauer hervor: "Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir, mit dem kleinen Hackebeilchen, macht er Hackefleisch aus dir."

Bis heute ist nicht abschließend geklärt, ob Haarmann bei seinen Taten Hilfe von seinem Geliebten und Komplizen bei kleineren Delikten, Hans Grans, erhalten hat. Mit Grans lebte Haarmann zeitweise in diesem Haus in Hannover.

Bis heute üben die Taten Haarmanns eine eigentümliche Faszination aus. Immer wieder werden sie zu kulturellen Sujets. So handelt etwa dieses Comic von Haarmann.

Berühmt ist auch der Film "Der Totmacher", in dem Götz George den niedersächsischen Serienmörder spielt. Der echte Haarmann wird 1925 mit dem Fallbeil enthauptet.

Vielen sind die Taten des US-Amerikaners Jeffrey Dahmer noch in Erinnerung. Der Sohn eines Chemikers begeht im Alter von 18 Jahren seinen ersten Mord an einem Tramper, dessen Leiche er anschließend vollends zerstückelt, die Haut mit Säure auflöst, die Knochen in kleinste Splitter zertrümmert und die kleinsten Überreste verschwinden lässt. So bleibt die Tat zunächst unentdeckt.

Dahmer setzte seine Mordserie fort, bis 1991 eines seiner Opfer fliehen kann. Bei der Durchsuchung des Hauses von Dahmer fördern die Ermittler Schauriges zutage: Im Kühlschrank lagert ein menschlicher Kopf, in einem Kochtopf finden sie abgehackte Hände, drei Köpfe bewahrt Dahmer in der Gefriertruhe auf, fünf Totenschädel zieren sein Regal. In einem mit Chemikalien gefüllten Fass löst Dahmer gerade drei weitere Körper auf.

Dass Dahmer nicht wie bei seinem ersten Mord alle Spuren verwischt, liegt daran, dass er mit den Knochen und Schädeln eine Art Schrein zu bauen plant. Eine später gefundene Skizze zeigt, was der bei seiner Verhaftung 31-Jährige vorgesehen hat.

In dem anschließenden Prozess wird Dahmer in 15 Mordfällen schuldig gesprochen und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Im Gefängnis ist der Serienkiller ein Hassobjekt für seine Mitinsassen. Am 29. November 1994 wird er von einem anderen Häftling mit einem Besenstiel erschlagen, als er gerade die Toilette putzt.

Eine Geschichte über die Abgründe des Ruhms erzählt der Lebensweg von Johann "Jack" Unterweger. Der österreichische Sohn eines US-Soldaten und einer Prostituierten muss mit Anfang 20 wegen Mordes ins Gefängnis. In der Haft beginnt Unterweger zu schreiben. Seine Autobiografie "Fegefeuer oder Die Reise ins Zuchthaus" wird ein durchschlagender Erfolg, Unterweger wird vom Feuilleton und der Wiener Schickeria gefeiert.

Nach nur 16 Jahren kommt der "Knastpoet" auf freien Fuß. Er wird als Paradebeispiel für eine gelungene Resozialisierung hofiert, beginnt, als Reporter für eine Wiener Illustrierte zu arbeiten. Mit seiner Freilassung beginnt Unterweger allerdings, in Serie junge Frauen zu ermorden. Seine Opfer erdrosselt er dabei mit Teilen ihrer Unterwäsche. Doch die Öffentlichkeit und die Behörden kommen Unterweger wegen seines guten Rufs lange nicht auf die Schliche.

Das Perfide: Unterweger begleitet die Suche nach dem Mörder der Frauen als Journalist und hält der Polizei dabei gerne vor, dass sie den Täter immer noch nicht überführt hat. Als Unterweger schließlich nach Miami reist und auch dort drei Frauen mit ihren BHs erdrosselt aufgefunden werden, sind die Zusammenhänge zwischen ihm und den Taten derart offensichtlich, dass Unterweger vom FBI festgenommen wird.

In Graz wird Unterweger der Prozess gemacht. Er wird für elf Morde angeklagt, für neun schließlich zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Einen Tag nach dem Urteil erhängt er sich in seiner Zelle.

Donald "Pee Wee" Gaskins könnte einer der blutrünstigsten Serienmörder in der Geschichte der USA sein, doch nicht alle seiner vermeintlichen Taten können ihm nachgewiesen werden. Der Kleinwüchsige wird schon in jungen Jahren zum Kriminellen, muss wegen Körperverletzung, Vergewaltigung und eines Mordes mehrere Male ins Gefängnis, bevor er seine Mordserie beginnt.

Später gibt er an, um die 100 Menschen getötet und vergewaltigt zu haben. Bei seinen Taten geht er wahllos vor. Es ist kein eindeutiges Muster zu erkennen. Als Begründung für seine Morde macht Gaskins geltend, dass sie ihm über seine Depressionen hinweggeholfen hätten. Gaskins, der wegen seiner geringen Körpergröße stets gehänselt wird, ist stark sadistisch veranlagt. Er foltert seine Opfer oft tagelang, verspeist Teile von ihnen und zwingt andere Opfer, an seinen kannibalischen Mahlzeiten teilzunehmen.

1976 wird Gaskins schließlich von einem Komplizen verraten. Er wird wegen Mordes in sieben Fällen zu Lebenslang verurteilt. In der Haft ermordet er einen anderen Insassen. Daraufhin wird Gaskins zum Tode verurteilt. Er wird auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.

Adolfo Constanzo ist ein mexikanischer Sektenführer und hat gemeinsam mit seinen Jüngern mehr als 25 Menschenleben auf dem Gewissen. Constanzo wird als Jugendlicher von seiner Mutter in die Religion Palo Mayombe eingeführt. Zu Beginn der 80er Jahre zieht er mit zwei Männern, seinen ersten Anhängern, nach Mexiko Stadt, wo er sich zunächst als Tarotkartenleger verdingt. Doch schon bald gewinnt seine Sekte an Mitgliedern.

Immer mehr schließen sich Constanzo an. Unter seinen Jüngern sind Drogendealer, Musiker und sogar Polizisten. Constanzo kauft eine Ranch in Matamoros, nahe der Grenze zu den USA. Seine Gruppe spezialisiert sich neben dem Verkauf von Drogen auf die Durchführung teurer religiöser Zeremonien. Dazu gehören schon früh Tieropfer, Ende der 80er Jahre beginnen Constanzo und seine Anhänger aber auch damit, Menschen als Opfer zu töten.

Nachdem auch ein 21-jähriger US-Tourist in Matamoros verschwindet, beginnt auf Druck der USA die ernsthafte Suche nach den Tätern. Schließlich stoßen die Behörden auf das Anwesen in der Wüste. Bei Ausgrabungen finden sie 15 Leichen. Untersuchungen ergeben, dass die Opfer Constanzos auf grausame Weise ums Leben kamen. Constanzo ist zum Zeitpunkt der Razzia auf der Flucht.

Wenige Wochen später spürt die Polizei Constanzo und mehrere Mitglieder seiner Sekte in Mexiko-Stadt auf. Es kommt zu einem 45-minütigen Feuergefecht. Als Constanzo bemerkt, dass er keine Chance mehr hat, lässt er sich von einem seiner Jünger erschießen. Später werden mehrere überlebende Sektenmitglieder wegen der Morde verurteilt.

Bei kultischen Serienmorden denken viele zu allererst an den US-Amerikaner Charles Manson und seine "Familie". Von Ohio aus macht sich Manson, gerade auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen, 1967 auf den Weg nach San Francisco. Dort wird er zum charismatischen Sektenguru und schart über 20 junge Menschen, vorwiegend Frauen, um sich. Er sagt den USA seine Vision einer Apokalypse voraus, dem "Helter Skelter", benannt nach und inspiriert von einem Beatles-Text.

Der Plan Mansons, der sich mit seinen Anhängern auf diese Ranch zurückzieht: Er will gezielt reiche Weiße töten, dafür sorgen, dass die Morde Schwarzen in die Schuhe geschoben werden und damit einen blutigen Rassenkonflikt hervorrufen, an dem das Land zugrunde gehen soll.

Im August beginnt er, sein blutiges Vorhaben in die Tat umzusetzen. Er schickt mehrere Mitglieder der Manson Family zu dem Haus von Sharon Tate, um die Schauspielerin und Frau von Regisseur Roman Polanski zu ermorden. Auch die ebenfalls anwesenden Abigal Folger, Jay Sebring, Voytek Frykowski und Steven Earl Parent kommen zu Tode - allesamt gehören sie der kalifornischen High Society an. An die Haustür schmieren die Mörder mit Blut das Wort "pig".

Einen Tag später begeht die Manson Family einen weiteren Doppelmord. Sie töten das Industriellenpaar La Bianca. In die Bauchdecke den Mannes ritzten sie das Wort "war", auf dem Kühlschrank hinterließen sie mit dem Blut der Opfer das Wort "Helter Skelter".

Die Anweisungen, so stellten später die Richter fest, werden von Charles Manson erteilt. Er wählt vier Sektenmitglieder aus und schickt sie mit den Worten "Die Zeit für Helter Skelter ist gekommen" los. Weitere Morde werden der Gruppe zugeordnet. Monate nach den Morden werden Manson und seine Jünger verhaftet. Der Prozess verläuft spektakulär. Mansons Mitangeklagte überbieten sich in Manson entlastenden Selbstbezichtigungen.

Während des über 200 Tage dauernden Verfahrens tätowiert sich Manson zunächst ein Kreuz auf die Stirn, das er später zu einem Hakenkreuz vervollständigt. Seine Familienmitglieder machen es ihm nach. Schließlich verurteilt die Jury Manson und drei Mitangeklagte zum Tod in der Gaskammer. Die Strafe wird später in lebenslange Haft umgewandelt.

Bislang zwölf Mal versucht Manson, mit einem Gnadengesuch aus dem Gefängnis zu kommen. Alle seine Anstrengungen sind umsonst. Das nächste Gesuch darf er erst 2027 stellen. Dann wäre Manson 92 Jahre alt.

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