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Dienstag, 10. Oktober 2017

Notstand und totale Verwüstung: Kaliforniens Weinregion brennt

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Weinreben, grüne Hügel, blauer Himmel. (Foto: AP)

Weinreben, grüne Hügel, blauer Himmel.

Weinreben, grüne Hügel, blauer Himmel.

Kaliforniens Weinregionen Sonoma und Napa sind gewöhnlich eine Bilderbuchlandschaft, nun erinnern sie eher an ...

... eine glimmende Mondlandschaft.

Bei den schweren Buschbränden im US-Bundesstaat Kalifornien sterben bisher mindestens zehn Menschen.

Die Behörden befürchten weitere Opfer, wenn das ganze Ausmaß des Infernos bekannt wird.

Noch ist ein Ende der Feuer nicht abzusehen.

Seit dem Abend des 8. Oktober wüten die Feuer in der Region, in der erst im April eine lange Dürreperiode für beendet erklärt worden war.

Nach Angaben der Feuerwehr wurden seitdem rund 32.000 Hektar Land durch über ein Dutzend Brände zerstört.

Mehr als 2000 Häuser sind bereits abgebrannt, tausende weitere bedroht, schreibt Gouverneur Jerry Brown in einem Brief an US-Präsident Donald Trump.

Aus grauer Asche ragen nur noch gemauerte Schornsteine empor, Autos und Pickup-Trucks sind zu Blechhüllen verkohlt.

Begünstigt durch starke Winde und Trockenheit breiten sich die Feuer rasch aus.

Augenzeugen berichten von zahlreichen Explosionen an Gasleitungen und -tanks in der Region.

Mehrere Autobahnen und Straßen wurden gesperrt.

Auch in Anaheim, einem Vorort von Los Angeles, wüten Brände.

Mindestens 200 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um sie einzudämmen.

In Schulen und Kirchen wurden Notaufnahmezentren für die Evakuierten eingerichtet.

Es trifft Arme und Reiche gleichermaßen.

Das Hilton Hotel in Santa Rosa liegt ebenso in Schutt und Asche ...

... wie ein Trailerpark mit Wohnmobilen, in dem überwiegend ältere Menschen, von Sozialhilfe lebten.

Bis ins 100 Kilometer entfernte San Francisco ist der schmutzige Rauch zu sehen und zu riechen.

Gewöhnlich pilgern von dort Ausflügler und Urlauber in die idyllische Weinregion nördlich der Millionenmetropole.

Daran ist vorerst nicht zu denken.

Polizei und Feuerwehr wiesen Besucher an, die Gefahrenzone zu meiden.

In Santa Rosa gilt eine nächtliche Ausgangssperre, auch um mögliche Plünderer abzuhalten.

Viele Menschen werden trotzdem ganz von vorn beginnen müssen. (AFP/dpa)

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