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Am frühen Samstagnachmittag spielen sich im Nobelhotel Hyatt in der Mitte Berlins Szenen wie aus einem Hollywood-Streifen ab:
Mehrere maskierte Männer überfallen Deutschlands größtes Poker-Turnier.
In dem Fünf-Sterne-Hotel, wo sich einige der weltbesten Pokerspieler versammelt hatten, bricht gegen 14.15 Uhr das Chaos aus.
Die sonst nervengestählten Pokerspieler lassen ihre Karten fallen und rennen aufgeregt durcheinander.
Viele suchen Schutz unter den Spieltischen oder drängen in die Räume im ersten Stock des Hotels.
Bei dem Gedränge werden nach Polizeiangaben mehrere Menschen leicht verletzt. Schüsse sollen allerdings nicht gefallen sein.
Augenzeugen berichten von Glassplittern auf dem Weg zu den Spieltischen, Stühle liegen umgekippt auf dem Boden.
Kurz nach dem Überfall beginnt die Berliner Polizei mit der Spurensicherung.
Die schwer bewaffneten Täter hatten es offenbar auf den Millionen-Jackpot abgesehen.
Medienberichte, nach denen es den Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes gelang, den Räubern bei ihrer Flucht aus dem ersten Stock des "Grand Hyatt" die Beute zu entreißen, bestätigt die Polizei zunächst nicht.
Die dreisten Diebe sind mit einer Beute in unklarer Höhe auf der Flucht.
Fest steht, dass es bei dem Pokerturnier, das am Dienstag mit fast 1000 Teilnehmern gestartet war, um eine Siegprämie von einer Million Euro geht.
Insgesamt gibt es 4,6 Millionen Euro an Preisgeldern zu verteilen.
Noch in den ersten Turniertagen hatte Ex-Tennisprofi Boris Becker mit am Pokertisch gesessen, war aber ebenso frühzeitig ausgeschieden wie ...
... Favoritin Sandra Naujoks, in der Szene als "Black Mamba" bekannt.
Die Zocker müssen mehrere Stunden in der Lobby des Hotels ausharren.
Noch während der Polizeiermittlungen wird das Turnier schließlich wieder aufgenommen.
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