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Gewaltige Flutwelle rollt die Elbe hinab: "Land unter" in Dresden und Halle

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Gewaltige Wassermassen rollen weiter Donau und Elbe hinab. (Foto: dpa)

Gewaltige Wassermassen rollen weiter Donau und Elbe hinab.

Gewaltige Wassermassen rollen weiter Donau und Elbe hinab.

Obwohl in einigen Hochwasserregionen Deutschlands (wie hier in Passau) schon aufgeräumt wird, ist es zum Aufatmen wohl noch zu früh.

Sobald sich die Lage an einer Stelle entspannt, ...

... verschärft sich die Situation anderorts.

In weiten Teilen Süd- und Ostdeutschlands herrscht weiter Land unter - die Pegelstände der Elbe in Sachsen und Sachsen-Anhalt gehen immer weiter nach oben.

In Dresden steigt das Wasser langsam, aber stetig.

Der Pegel der Elbe erreicht hier einen Stand von 8,05 Metern - normal sind etwa zwei Meter.

Einsatzkräfte bereiten weitere Evakuierungen vor. Mehr als 600 Menschen sollen vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht werden. In einigen Straßenzügen wird vorsorglich der Strom abgeschaltet.

In Halle in Sachsen-Anhalt steigt das Hochwasser der Saale auf den höchsten Stand seit 400 Jahren.

Der Pegelstand beträgt auch hier mehr als acht Meter. Normal sind weniger als drei Meter.

Es muss damit gerechnet werden, dass die Straßen am Rande der Altstadt rund einen Meter hoch vom Wasser überspült werden.

Grund dafür ist auch der steigende Grundwasserspiegel. Einsatzkräfte versuchen derzeit, einen durch die Flut aufgeweichten Damm mit Sandsäcken zu stabilisieren. Die Stadt bereitet sich auf Evakuierungen vor.

Kritisch ist die Lage vor allem in Dessau, wo der Scheitel der Mulde angekommen ist und das Wasser nicht in die Elbe abfließen kann.

Sowohl in Dessau als auch in Halle gilt Alarmstufe vier.

Auch in Bitterfeld ist die Lage angespannt. Am vollgelaufenen Seelhausener See wird ein Stück Deich gesprengt. Dadurch soll Schlimmeres verhindert werden.

Bayern meldet eine leichte Entspannung der Lage.

Die Menschen in Regensburg können durchatmen. Hier sinkt der Pegel - weitere Niederschläge werden derzeit nicht erwartet.

Auch in Passau scheint das Schlimmste überstanden zu sein. In der überfluteten Dreiflüssestadt geht das Wasser der Donau fast drei Meter zurück.

Entlang der Ufer sind aber immer noch einige Straßen überflutet.

Der vom Donauhochwasser teilweise überschwemmte Landkreis Deggendorf hingegen ist nach der Teilsperrung der Autobahn 92 fast vollständig vom Umland abgeschnitten.

Die Region ist nur noch über einige wenige Straßen für Helfer und Fahrzeuge zu erreichen.

In Brandenburg steigen die Pegelstände der Elbe zwar an, trotzdem ist die Lage noch ruhig. Mit der für die nächsten Tage angekündigten Hochasserwelle werden die Pegelstände aber wohl deutlich steigen.

Es muss mit höheren Pegelständen als beim Hochwasser 2002 gerechnet werden.

Zur Vorbereitung auf die Welle werden Tausende Sandsäcke am Ufer der Hochwasser führenden Spree (wie hier in Spremberg) gestapelt.

Auch in Niedersachsen blicken die Menschen besorgt auf die Flut. Im niedersächsischen Kreis Lüchow-Dannenberg gilt seit Dienstagabend Katastrophenalarm.

Die Stadt Hitzacker (Niedersachsen) bereitet sich auf eine mögliche Evakuierung ihrer historischen Stadtinsel vor. Hier werden höhere Pegelstände als beim Hochwasser von 2006 (Archivfoto) erwartet.

Dagegen entspannt sich in Thüringen die Hochwasserlage mit fallenden Pegelständen weiter.

Der Katastrophenalarm gilt hier nur noch für den Saale-Holzland-Kreis.

In den meisten Landesteilen sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange.

Der Bürgermeister von Greiz, Gerd Grüner, zeigt Kanzlerin Angela Merkel, wie hoch das Wasser noch vor wenigen Stunden stand.

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