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Hochwasserlage bleibt prekär: Magdeburg zittert vor den Fluten

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Sonnenuntergang über der Elbe in Dresden: Das idyllische Bild täuscht. (Foto: dpa)

Sonnenuntergang über der Elbe in Dresden: Das idyllische Bild täuscht.

Sonnenuntergang über der Elbe in Dresden: Das idyllische Bild täuscht.

Denn das nur langsam abfließende Hochwasser sorgt an der Elbe in Sachsen weiter für Probleme.

Zwar fiel am Samstagmorgen der Wasserstand. Die Situation im Elbtal blieb aber ernst, auch wenn der Scheitelpunkt bereits durchgezogen war.

Auch im brandenburgischen Mühlberg bleibt die Hochwasserlage laut Krisenzentrum angespannt. Zwar sank der Pegelstand der Elbe bis zum Samstagvormittag gegenüber dem Höchststand vom Vortag um 22 Zentimeter, ..

... für die Stadt gelte aber weiter Katastrophenalarm, teilte das Innenministerium in Potsdam mit. In und um Mühlberg sind derzeit etwa 650 Einsatzkräfte damit beschäftigt, die Deiche zu verteidigen.

Es sei davon auszugehen, dass die angespannte Lage bei Mühlberg noch mehrere Tage anhalte, so die Behörden. Wegen der Hochwassergefahr hatte der Landrat des Kreises Elbe-Elster am Freitag die Räumung der Stadt angeordnet.

Und in Sachsen-Anhalt, besonders in Magdeburg, spitzt sich die Hochwasserlage der Elbe noch weiter zu.

Nach Angaben der Stadt erreichte das Wasser an der Strombrücke eine Höhe von 7,30 Metern.

Normal ist in Magdeburg ein Pegelstand der Elbe von zwei Metern.

Vor allem in Magdeburg-Werder war die Lage kritisch. Dort drückten die Fluten gegen eine Ufermauer.

Und der Höhepunkt der Flutwelle ist noch nicht erreicht.

Pflegebedürftige Bewohner eines Altenwohnheimes wurden in Sicherheit gebracht.

Nach Angaben eines Sprechers müssten sich auch die restlichen Bewohner in dem kritischen Bereich Magdeburgs darauf einstellen, ihre Häuser zu verlassen.

Sie würden aber rechtzeitig informiert. In einigen Straßen musste auch der Strom abgestellt werden. Hier informiert ein Lautsprecherwagen des Ordnungsamtes im Magdeburger Stadtteil Werder die Anwohner über Evakuierungen.

In einem offenen Brief wandte hat sich Magdeburgs Oberbürgermeister Trümper an die Bürger. Ihnen stehe ein dramatisches Wochenende bevor. Die Stadt erlebe eine Ausnahmesituation, ...

... wie es sie nur selten gegeben habe. Dennoch: Auch beim erwarteten Pegelstand der Elbe von 7,40 Metern sollte der Hochwasserschutz gewährleistet sein.

Aktuell seien mehr als 3000 Einsatzkräfte aus dem Bundesgebiet im Einsatz, 1000 Bundeswehrsoldaten seien auf dem Weg.

Andernorts dürfen die Menschen aufatmen: Im vom Hochwasser schwer betroffenen bayerischen Landkreis Deggendorf ...

... dürfen seit Samstagvormittag die Menschen in ihre Häuser in den evakuierten Bereichen zurückkehren. Ausgenommen sind die noch immer überfluteten Deggendorfer Stadtteile Fischerdorf ...

... und Natternberg sowie der Ort Niederaltaich. Aus diesen Gebieten werde das Hochwasser ...

... jedoch nur zum Teil auf natürlichem Wege abfließen, sagt ein Sprecher des Landratsamtes. Es werde gerade nach Lösungen gesucht, wie die restlichen Wassermassen entfernt werden könnten.

Für Mecklenburg-Vorpommern sind die anrollenden Fluten bisher noch unkalkulierbar, die Pegel-Prognosen wurden aber etwas nach unten korrigiert. Nach der jüngsten Prognose soll in Dömitz ...

... am Dienstag oder Mittwoch der höchste Wasserstand mit 6,85 Metern erreicht werden (hier wird am Müritz-Elde-Kanal in Dömitz ein Deich mit Sandsäcken verstärkt), ...

... in Boitzenburg einen Tag später mit 6,95 Metern. Dafür sind die Deiche hier ausgelegt. Deshalb ...

... werden die Elbdämme in Boitzenburg erst einmal nicht mit Sandsäcken erhöht. Reserven liegen aber bereit.

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