Auf den folgenden Seiten wird es nicht um die glitzernde Welt der Megastädte gehen, sondern um die große urbane Wende.Bild 1 von 45 Man kann auch von einem "neuen Phänomen" sprechen, dessen Bedeutung so schwerwiegend ist wie das Agrarzeitalter und die industrielle Revolution.Bild 2 von 45 Mit ihrer Größe wandelt sich auch die Bedeutung der Städte: So ist schon jetzt in einigen Staaten eine einzige Metropole der wirtschaftliche Motor des gesamten Landes.Bild 3 von 45 Privilegierte schotteten sich aus Angst vor Kriminalität ab - die Kluft zwischen Arm und Reich wächst.Bild 4 von 45 Oft werden sogar dörfliche Strukturen auf das urbane Leben übertragen.Bild 5 von 45 Zwei Drittel der Wohnbebauung in den Städten der Entwicklungsländer entstehen unkontrolliert.Bild 6 von 45 Häufig sind Megastädte ein "komplett selbst organisierendes Konstrukt".Bild 7 von 45 Es gibt immer mehr Menschen, die ihre Stadt oder gar ihren Stadtteil Zeit ihres Lebens niemals verlassen.Bild 8 von 45 Planer können darauf kaum reagieren. Es werden Konzepte erstellt, die noch während der Planungsphase von der Wirklichkeit "überrollt" werden.Bild 9 von 45 So hat sich die Zahl der Einwohner von Dhaka (Bangladesch) in den vergangenen drei Jahrzehnten auf rund elf Millionen verzehnfacht.Bild 10 von 45 Oft ist dies wegen des enormen Wachstums der Ballungsräume unmöglich.Bild 11 von 45 So sind in Bangkok 70 Prozent der Wirtschaftskraft Thailands konzentriert. Eine ökonomische Krise wie in Asien 1997 kann dann leicht globale Folgen haben.Bild 12 von 45 Am Ende bedeuten mehr Megastädte auch mehr Risiken für die Wirtschaft. Ereignisse wie Terror, Erdbeben und Wirbelstürme treffen Ballungsräume besonders hart.Bild 13 von 45 Klar ist bei allem Für und Wider: In den Megastädten entscheidet sich die Zukunft der Welt.Bild 14 von 45 Zu den Vorteilen der Ballungsräume zählen auch die zentral gesteuerte Versorgung mit Nahrungsmittel und der geringere Aufwand für die Infrastruktur.Bild 15 von 45 Auch im Bericht des UN-Bevölkerungsprogramms UNFPA heißt es: "Seit Anbruch der Industrialisierung hat noch kein Land echtes Wirtschaftswachstum ohne den Ausbau seiner Städte erzielt."Bild 16 von 45 Doch die Planer des 21. Jahrhunderts sehen nicht nur Schattenseiten. Alle wirtschaftliche Entwicklung findet schließlich in Städten statt.Bild 17 von 45 US-Soziologen malen ein düsteres Bild: Statt in hoch zum Himmel strebenden Lichterstädten zu leben, wird ein Großteil der urbanen Welt des 21. Jahrhunderts inmitten von Umweltverschmutzung, Exkrementen und Abfall im Elend versinken.Bild 18 von 45 Bedenklich in Hinsicht auf den Klimawandel ist auch die Autodichte in einem Land wie China. Künftig wird dort jeder Zweite ein Auto fahren.Bild 19 von 45 Infektionen wie die Lungenseuche SARS und das Dengue-Fieber tauchten zuerst in großen Städten auf.Bild 20 von 45 Noch gefährlicher sind aber die permanenten Bedrohungen wie die Verschmutzung der Luft und des Wassers sowie Krankheiten.Bild 21 von 45 Riesige Städte sind verletzlicher, weil schon Katastrophen mittlerer Größenordnung dort verheerende Folgen haben können.Bild 22 von 45 Flächennutzungspläne oder Raumplanung allgemein finden in vielen Entwicklungsländern als "Steuerung" gar nicht statt.Bild 23 von 45 Dies setzt allerdings Planung voraus. Ein Problem ist aber vielerorts die Art und Weise des Wachstums: Vor allem in Asien und Afrika verläuft die Entwicklung in der Regel ungeordnet.Bild 24 von 45 Zu den Vorteilen der Ballungsräume zählen auch der geringere Pro-Kopf-Flächenverbrauch und der effizientere Umgang mit Ressourcen.Bild 25 von 45 In So Paulo verachtfacht …Bild 26 von 45 In Neu Delhi hat sich die Zahl der Bewohner zwischen 1950 und 2005 laut UN verelffacht.Bild 27 von 45 1950 gab es zwei Städte dieser Größe: New York-Newark und Tokio - mittlerweile sind es 19.Bild 28 von 45 Viele von ihnen leben in so genannten Megacitys und riesigen Vororten mit zehn Millionen und mehr Einwohnern.Bild 29 von 45 Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 2008 mit etwa 3,4 Milliarden erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land.Bild 30 von 45 Das Datum verstreicht unbemerkt - und wird dennoch als ein Wendepunkt in die Geschichte der Menschheit eingehen.Bild 31 von 45 Und möglicherweise zieht in Brasilien ein Bauer mit seiner Familie in die Favelas von So Paulo.Bild 32 von 45 Vielleicht sucht in Ostchina ein junger Mann vom Land sein Glück in Schanghai.Bild 33 von 45 Vielleicht bringt dann in Teheran eine Frau ein Kind zur Welt.Bild 34 von 45 … und in Mexiko-Stadt fast versiebenfacht.Bild 35 von 45 39 Metropolen mit jeweils fünf Millionen oder mehr Menschen gibt es bereits heute - im Jahr 2015 werden es nach UN-Schätzungen 60 sein.Bild 36 von 45 Oft bedeutet eine Umsiedlung in die Stadt mehr Lebensqualität - wegen einer besseren medizinischen Versorgung und vielfältigeren Bildungsmöglichkeiten.Bild 37 von 45 Die Gründe für den Zustrom sind vielfältig: In Asien locken vor allem die Verdienstmöglichkeiten die arme Landbevölkerung in die Städte.Bild 38 von 45 Dagegen mutet Europas größte urbane Region, das Rhein-Ruhr-Gebiet, mit etwa 14 Millionen Bewohnern recht klein an.Bild 39 von 45 Mexiko-Stadt rangiert mit 19,4 Millionen Menschen auf einer Ebene mit Australien (20,6 Millionen).Bild 40 von 45 Im Ballungsgebiet der größten Stadt der Welt, der Meta- oder Hypercity Tokio, leben mit rund 35 Millionen Menschen schon jetzt mehr als in ganz Kanada (32,9 Millionen).Bild 41 von 45 Das Perlfluss-Delta in Südchina hat mit 48 Millionen Einwohnern mehr Bewohner als ganz Spanien.Bild 42 von 45 Viele Städte haben schon jetzt die Dimension von Ländern erreicht.Bild 43 von 45 Dann wird nach Meinung von Wissenschaftlern die Welt die große urbane Wende erleben.Bild 44 von 45 Mehr als zwei Drittel dieser gewaltigen Ballungsräume werden in Entwicklungsländern liegen.Bild 45 von 45