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Die Achttausender-Giganten: Messner hatte sie alle

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Es war ein Kampf gegen die Natur, den Körper und die anderen Gipfelstürmer: Am 16. Oktober 1986 stand der Extrembergsteiger Reinhold Messner ... (Foto: dpa)

Es war ein Kampf gegen die Natur, den Körper und die anderen Gipfelstürmer: Am 16. Oktober 1986 stand der Extrembergsteiger Reinhold Messner ...

Es war ein Kampf gegen die Natur, den Körper und die anderen Gipfelstürmer: Am 16. Oktober 1986 stand der Extrembergsteiger Reinhold Messner ...

... auf dem 8516 Meter hohen Gipfel des Lhotse (Mitte) im Himalaya. Er hatte damit als erster Mensch alle Achttausender der Welt erklommen.

Die 14 mächtigen Berge im Himalaya und im angrenzenden Karakorum zu besteigen galt als besondere Sensation, weil Messner bei seinen Touren auf Sauerstoffflaschen verzichtete.

Der Südtiroler Messner und sein österreichischer Seilpartner Peter Habeler (Bild von 1975) brachten den Alpinstil in den Himalaya: Sie setzten auf Schnelligkeit und Selbstgenügsamkeit ...

... und kämpften sich allein oder in kleinen Seilschaften durch den Schnee. (Hier werden sie am 22. Mai 1978 bei ihrer Ankunft aus Nepal in München von ihren Frauen, Regine Habeler und Uschi Messner, begrüßt, nachdem sie als erste Menschen den Mount Everest ohne Sauerstoffgeräte und andere technische Hilfsmittel bestiegen hatten.)

Zuvor waren die Expeditionen oft riesige Materialschlachten. (Bergsteigerteam im Himalaya mit einheimischen Führern und Trägern im Jahr 1954)

Die Bergsteigergruppen zogen oft eine Schlange von hunderten Trägern hinter sich her. Die Sherpas brachten Tonnen an Material mit und kochten in den Lagern. Der Aufstieg zum Gipfel wurde gespurt und mit kilometerlangen Seilen und Leitern gesichert. (britische Himalaya-Expedition 1972 beim Beginn ihrer Tour in Lamo Sanghu, Nepal)

Messner erklomm alle Achttausender ohne diesen Aufwand. Der höchste davon, zugleich der höchste Berg der Welt, ...

... ist der Mount Everest (tibetisch Chomolungma, nepalesisch Sagarmatha). Er ist beeindruckende 8848 Meter hoch ...

... und liegt im Grenzgebiet von Nepal zu China (Tibet) im Himalaya, wo sich zehn der vierzehn höchsten Berge der Welt finden. (Mitte rechts: der Lhotse, links daneben der Mount Everest)

Am 20. August 1980 stieg Reinhold Messner (hier auf dem Zugspitzplatt in Bayern) als erster Mensch allein auf den Mount Everest - ohne Begleiter und zusätzlichen Sauerstoff. Damit schrieb er Alpingeschichte.

Der schroff aufragende K2 (chinesisch: Qogir) im Karakorumgebirge in Kaschmir gilt unter Bergsteigern wegen seiner steilen Wände als schwierigster Achttausender.

Der "Berg der Berge", wie Reinhold Messner ihn nannte, liegt an der chinesisch-pakistanischen Grenze und ist mit 8611 Metern der zweithöchste Berg der Erde.

Der Kangchendzönga (tibetisch gangs chen mdzod lnga, englisch Kanchenjunga), liegt an Nepals Ostgrenze zu Indien ...

... und ist mit 8586 Metern der dritthöchste Berg der Welt und der östlichste Achttausender.

Der Lhotse (rechts, neben dem Mount Everest) im Himalaya, an der Grenze zwischen Nepal und China, ist mit seinem Nachbarberg Mount Everest durch einen fast 8000 Meter hohen Sattel verbunden ...

... und mit einer Höhe von 8516 Metern der vierthöchste Berg der Erde.

Obwohl immerhin Nummer fünf in der Weltrangliste, ist der 8463 Meter hohe Makalu (oben rechts, neben dem Chomo Lonzo, 7818 Meter) kaum bekannt. Er liegt im Himalaya östlich des Mount Everest an der Grenze zwischen Nepal und Tibet.

Ebenso wenig bekannt: der Cho Oyu, erst dank einer erneuten Vermessung 1984 als sechsthöchster Berg auf der Liste. Er ist 8188 Meter hoch und liegt im zentralen Himalaya. Die Grenze zwischen China und Nepal verläuft über seinen Gipfel.

Auch Nummer sieben findet sich im Himalaya: der Dhaulagiri. (Aufnahme von der ISS aus)

Der "weiße Berg" ist 8167 Meter hoch und liegt in Nepal, ebenso wie ...

... der Manaslu (links der Nordgipfel, rechts in den Wolken der Hauptgipfel). Mit 8163 Metern ist er der achthöchste Berg der Erde.

Der Nanga Parbat wird "Schicksalsberg der Deutschen" genannt: Im 20. Jahrhundert waren viele deutsche Bergsteiger an dem Riesen im Himalaya gescheitert und ums Leben gekommen. Auch Reinhold Messners Bruder Günther kam von einer gemeinsamen Nanga-Parbat-Expedition 1970 nicht mehr zurück.

Mit 8125 Metern ist der Nanga Parbat der neunthöchste Berg der Erde. Er liegt in Gilgit-Baltistan, dem pakistanischen Teil der Region Kaschmir.

Auch Nummer zehn findet sich im Himalaya, auf dem Gebiet von Nepal: der Annapurna. Er misst 8091 Meter.

Obwohl nicht der höchste, ist der Annapurna doch der am seltensten bestiegene Achttausender. (der baskische Bergsteiger Edurne Pasaban 2010 auf dem Gipfel des Annapurna)

Der Grund: eine extrem hohe Lawinengefahr, die schon viele Bergsteiger das Leben kostete.

Der Annapurna trägt daher den Beinamen "tödlichster Berg des Himalaya". Mehr als 60 Bergsteiger sind dort bereits umgekommen. Auf weniger als drei erfolgreiche Besteigungen kommt ein Todesfall.

Der elfthöchste Berg ist Gasherbrum I, auch Hidden Peak genannt. Er ist 8080 Meter hoch und liegt im Karakorum-Gebirge im chinesisch-pakistanischen Grenzgebiet. Gleich daneben und auf Platz 13: Gasherbrum II (früher K4), mit 8034 Metern Höhe. (die österreichische Bergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner beim Aufstieg auf den Gasherbrum, undatiert)

Dazwischen hat mit 8051 Metern der Broad Peak (ehemals K3) Platz 12 in der Rangliste der Achttausender inne. Auch er liegt im Karakorum und zählt zur Gasherbrum-Gruppe, die sich im Süden anschließt. Sein nördlicher Nachbar ist der K2. (der deutsche Alpinist Ralf Dujmovits und seine Frau Gerlinde Kaltenbrunner während einer Bergtour auf dem Broad Peak, 2007)

Die illustre Reihe der 14 Achttausender beschließt der Xixabangma (auch Shishapangma oder Shisha Pangma). Er ist immerhin 8027 Meter hoch, ragt im Himalaya auf und ist der einzige Achttausender, der vollständig auf chinesischem Territorium (Tibet) liegt. (Dujmovits 2005 auf dem Xixabangma) (Text: Andrea Beu, mit dpa)

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