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Es gibt für ihre Existenz keine Belege - trotzdem sind viele Menschen überzeugt, dass es sie gibt: unheimliche Lebewesen, unter denen Nessie und der Yeti nur die bekanntesten Vertreter sind.
Auch Godzilla, Frankenstein von Mary Shelley und King Kong dürften dem modernen Medienkonsumenten vertraut sein.
Aber was ist ein Oni oder ein Chupacabra?
Und wer waren doch gleich Fenrir, Yowie und Skylla?
Wir haben uns auf die Suche begeben und die wichtigsten Ungeheuer aus Legenden, Mythen und Medien aufgespürt.
Die meisten Monster stammen aus Mythen und alten Schriften. Für die Antike waren sie keine Fantasiegebilde, sondern echte Bedrohungen des Alltags. So waren die alten Griechen davon überzeugt, ihnen stehe nach dem Tod eine Begegnung mit dem Höllenhund Cerberus bevor.
Weniger schrecklich im Anblick (ein geflügelter Löwe mit dem Kopf einer Frau), aber nicht minder gefürchtet war Cerberus' Schwester - die Sphinx. Der griechischen Mythologie zufolge hielt sie sich auf einem Berg vor Theben auf und gab den vorbeikommenden Reisenden ein Rätsel auf. Wer falsch antwortete, wurde erwürgt und gefressen.
Das Rätsel lautete übrigens: "Was geht am Morgen auf vier Füßen, am Mittag auf zweien und am Abend auf dreien?" Erst Ödipus löste das Rätsel, dessen Antwort "der Mensch" ist. Damit entging er als Einziger dem Ungeheuer, welches sich aus Scham in den Tod stürzte.
Die Kyklopen oder Zyklopen waren die Riesen der griechischen Mythologie mit nur einem Auge auf der Stirn.
Oni sind Yokai, Figuren des japanischen Volksglaubens. Die Vorstellung reicht von dummen, ...
... ogerähnlichen Unholden (wie z.B. der Oger aus "Der kleine Däumling") bis zu abgrundtief bösen Dämonen.
Oni werden gewöhnlich als hässliche, riesige Kreaturen mit scharfen Klauen, wildem Haar und ein bis zwei Hörnern auf ihrem Kopf dargestellt.
Kraken sind in Seefahrerlegenden Meeresungeheuer von gigantischem Ausmaß, welche Schiffe angreifen und in die Tiefe ziehen. Der Kraken wird zum Teil wie eine Riesenkrabbe beschrieben, zum Teil wie ein Tintenfisch.
Der Fenriswolf ist in der nordischen Mythologie das gefährlichste aller Ungeheuer, Bruder der Hel und der Midgardschlange, das mit der unzerreißbaren Schnur Gleipnir gefesselt wurde. Den Göttern stets feindlich gesinnt, kommt er beim Götteruntergang los und verschlingt Odin und die Sonne.
Die Indianer in Nordamerika zitterten bei Gewitter vor dem Donnervogel. Mit dem Schlag seiner Flügel soll er Stürme ausgelöst und Wolken zusammengeballt haben.
Viele Legenden über alte Ungeheuer überlebten und erschreckten die Menschen noch Jahrhunderte später. Der Basilisk etwa, ein todbringendes Mischwesen, das der Römer Plinius zum ersten Mal vor 2000 Jahren beschrieb, wurde noch im 16. Jahrhundert gefürchtet – und angeblich auch gesichtet.
Das Mischwesen mit dem Oberkörper eines Hahns, auf dem Kopf eine Krone und dem Unterleib einer Schlange regt die Fantasie der Menschen auch heute noch an und ist ein beliebtes Motiv in der Literatur. So ist der Basilisk das gefährlichste Geschöpf in der Welt der ...
... Harry-Potter-Romane. Basilisken sind bei Rowling Schlangen ähnelnde Wesen von leuchtend grüner Farbe, die bis zu 17 Meter lang werden können.
Auch der Drache gehört zu den "mythischen Monstern", die man aus vielen alten Geschichten kennt.
Oft beschrieben als schlangenartiges Mischwesen vereint der Drache Eigenschaften von Reptilien, Vögeln und Raubtieren. Dass Drachen Feuer speien, weiß jedes Kind.
Dass viele Monster reine Erfindungen sind, wissen wir spätestens, nachdem wir den Kinderschuhen entwachsen sind. So wurde King Kong 1933 für das Kino geschaffen ...
... und Godzilla ist seit mehr als fünf Jahrzehnten ein Star in Film und Büchern.
Mit dem Krümelmonster wurde vor über vierzig Jahren ein neuer Monstertyp erschaffen: liebenswert, humorvoll und mit nie enden wollendem Appetit auf Kekse.
Graf Dracula ist der berühmteste Vampir der Geschichte. Erfunden von Bram Stoker im Jahr 1897. Dennoch schworen und schwören zahllose Zeugen in allen Zeiten, dass sie die Ungeheuer mit eigenen Augen gesehen haben.
Eine, wenn nicht sogar DIE Monster-Ikone, ist Nessie - das Ungeheuer von Loch Ness in Schottland.
Dabei ist Nessie eher eine sagenumwobene Legende als eine klassische Schauergestalt. Niemand hat ihm je irgendwelche Untaten unterstellt. Die erste überlieferte Sichtung stammt aus dem Jahre 565.
Damals soll der heilige irische Mönch Columba im River Ness auf ein Seemonster getroffen sein.
Da sich das Ungeheuer trotz intensiver Bemühungen von Freund und Feind bislang einer näheren Erforschung geschickt entzogen hat, wird nach wie vor gestritten, ob es existiert.
Bei dem Yeti - auch bekannt als Schneemensch - soll es sich um ein Wesen handeln, das etwa zwei bis drei Meter groß und über 200 kg schwer ist. Die Fußabdrücke von bis zu 43 cm wurden mehrmals und von unterschiedlichen Expeditionen auf 5000 bis 7000 Meter Höhe im Schnee gefunden.
Einige Zoologen und auch der Südtiroler Bergsteiger Reinhold Messner vertreten die Auffassung, dass der Yeti mit dem Tibetischen Braunbären identisch ist.
Im buddhistischen Kloster von Khumjung im nepalesischen Khumbu kann ein angeblicher Yeti-Skalp besichtigt werden.
Seit 50 Jahren kennt man Fußspuren von Bigfoot. Auch Filme und Fotos zeigen Amerikas mysteriösen Riesenaffen. Trotzdem ist seine Existenz umstritten.
Was den Nordamerikanern Bigfoot, den Schotten Nessie und den Völkern im Himalaya der Yeti ist, ...
... ist seit Mitte der 1990er in Mittel- und Südamerika der Chupacabra: Ein mythisches Untier, das alle Jahre wieder das Sommerloch der Boulevardmedien füllt.
Aber anders als seine Kollegen, die längst Teil der Pop-Kultur sind, taugt der Chupacabra kaum zum Sympathieträger. Bisherige Beschreibungen erinnern eher an bösartige Aliens aus trashigen Science-Fiction-Filmen, die sich blutsaugend über Ziegen und Hühner hermachen.
Schon um einiges länger ranken sich Geschichten um den Teufel von Jersey: Seit 260 Jahren soll der Jersey Devil die Menschen zwischen Philadelphia und New York City in Angst und Schrecken versetzen. Leider wurde bis heute kein einziges Foto von ihm aufgenommen.
Auch die Australier haben ihr Monster: den Yowie. Das Wesen wird als ungefähr zwei Meter groß beschrieben, mit dunklem Fell und dem Körperbau eines Affen. Wer's nicht glaubt, soll nach Kilcoy kommen und sich selbst überzeugen: "Aber Vorsicht beim Spazieren in der Umgebung der Stadt. Der Yowie wird dich beobachten!"
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