| SA | 9° / 23° |
| SO | 12° / 22° |
Wir erzählen Ihnen heute einmal die Geschichte ...
... vom Nikolaus.
Bischof Nikolaus von Myra wurde wahrscheinlich zwischen 270 und 286 in Patara geboren und starb angeblich am 6. Dezember 326 oder 345 oder 351 in Myra, Kleinasien (heute Demre, Türkei).
Sein Todestag wird seit dem 6. Jahrhundert in der orthodoxen Kirche und seit dem 11. Jahrhundert in der katholischen Kirche gefeiert.
Als Sohn reicher Eltern soll er sein ererbtes Vermögen unter den Armen verteilt, eine Hungersnot gelindert, ...
... drei Jungfrauen vor der Prostitution gerettet haben und vieles mehr.
Die ihm zugeschriebenen Taten sind allerdings eine Verschmelzung der Taten des Nikolaus von Myra und des gleichnamigen Abts des Klosters von Sion, nahe Myra.
Dieser war später Bischof von Pinora und starb am 10. Dezember 564.
Während wir in Deutschland am Nikolaustag vor allem an Geschenke für die Kinder denken,...
... in Form von Schokolade und anderen Süßigkeiten, ...
... wird der kirchliche Feiertag in orthodoxen Ländern, wie z.B. in Griechenland, entsprechend feierlich begangen.
Auch das Aussehen des Nikolaus' ist in jedem Land verschieden, ebenso Sitten und Bräuche.
In einigen Ländern hat Nikolaus Gehilfen, z.B.:
In Deutschland Knecht Ruprecht (links), ...
... in den Niederlanden den Zwarte Piet, der einen gezähmten Teufel darstellen soll, ...
... in Österreich und Bayern den Krampus.
Der Brauch, in der Nacht den Stiefel zu füllen, geht übrigens auf die Rettung der drei Jungfrauen zurück.
Der heilige Nikolaus soll den drei Jungfrauen in drei aufeinanderfolgenden Nächten je einen Goldklumpen durchs Fenster geworfen haben.
Die Erzählung, dass St. Nikolaus die bösen Kinder mit der Rute bestraft, beruht auf dem Gleichnis der Talente (Matthäus 25, 14 - 23): ...
... Drei Knechte bekamen je ein Talent (Geldstück) und mussten dann Rechenschaft ablegen, was sie mit dem Geld gemacht hatten.
Ob Kinder im letzten Jahr gut oder böse waren, steht in einem goldenen Buch.
Im Mittelalter war es außerdem üblich, die Kinder in den Klosterschulen am Nikolaustag einen "Kinderbischof" aus ihren Reihen wählen zu lassen, der die Erwachsenen tadeln durfte.
Briefe an den Nikolaus zu schreiben, ist eine Idee der Eltern.
Für die Nikolauspost gibt es extra Weihnachtspostämter, wo die Briefe meistens auch beantwortet werden.
"Das ist das Haus des Nikolaus" ist übrigens ein uraltes deutsches Zeichenspiel. Es hat nur dem Namen nach etwas mit Nikolaus zu tun.
Der heißt jedoch nicht überall Nikolaus, sondern Klass, Sint Nicolaas, Sveti Nikola (Serbien), Sinterklaas (Niederlande), Samichlaus (Schweiz) oder Kleeschen (Luxemburg).
Das Wesentliche ist in allen Ländern gleich:
Am Nikolaustag gibt es etwas geschenkt.
Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.
Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.