Bilderserie

Papst zeigt sich der katholischen Welt: Noch einmal breitet er seine Arme aus

Bild 1 von 21
Bei der Generalaudienz am Petersplatz in Rom begrüßt Papst Benedikt XVI. am Aschermittwoch mit päpstlicher Geste Tausende Gläubige. Die Empfangshalle fasst 12.000 Plätze. Sie ist bis zum letzten Platz belegt. Die Spannung unter den Anwesenden ist so groß, weil ... (Foto: REUTERS)

Bei der Generalaudienz am Petersplatz in Rom begrüßt Papst Benedikt XVI. am Aschermittwoch mit päpstlicher Geste Tausende Gläubige. Die Empfangshalle fasst 12.000 Plätze. Sie ist bis zum letzten Platz belegt. Die Spannung unter den Anwesenden ist so groß, weil ...

Bei der Generalaudienz am Petersplatz in Rom begrüßt Papst Benedikt XVI. am Aschermittwoch mit päpstlicher Geste Tausende Gläubige. Die Empfangshalle fasst 12.000 Plätze. Sie ist bis zum letzten Platz belegt. Die Spannung unter den Anwesenden ist so groß, weil ...

... Benedikt bald nicht mehr auf diesem Stuhl sitzen will. Ende Februar möchte er als Papst zurücktreten - ein historischer Schritt, der ...

... die Presselandschaft in Aufruhr versetzt. Dass der Papst zurücktritt, ist die Sensation. Bislang ist das erst einmal vorgekommen.

1294 gab Papst Coelestin V. freiwillig sein Amt auf.

Aber noch ist Benedikt ja im Amt. Und seine Anhänger verehren ihn, wie sich auch am Aschermittwoch in Rom zeigt. Sie alle fragen sich, ...

... ob der noch amtierende Papst bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit seiner Rücktrittserklärung seinen Schritt noch einmal erläutert. Als er kommt, grüßt der 85-Jährige erst einmal freundlich, ...

... passiert seine Leibgarde, ...

... erreicht wohlbehalten den Stuhl ...

... und setzt sich. Die Gläubigen jubeln ihm zu. Seine Entscheidung habe er "in voller Freiheit" zum Wohle der Kirche gefällt, sagt er. Aber er habe nicht mehr die für das Amt notwendige Kraft. Der Papst wirkt gelöst und entspannt, aber auch erschöpft. Seit 2005 ist er im Amt. In den kommenden Wochen wird sich entscheiden, wer sein Nachfolger wird.

Er vielleicht? Der 64-jährige Kurienkardinal Peter Turkson aus Ghana wäre der erste schwarze Papst.

Genau wie Francis Arinze aus Nigeria. Er ist 80 Jahre alt und damit der älteste der Kandidaten auf die Benedikt-Nachfolge.

Aber auch dieser Mann aus Fernost kann sich Chancen ausrechnen. Erzbischof Luis Antonio Tagle ist erst 55 Jahre alt und Erzbischof der philippinischen Hauptstadt Manila. Aussichtsreiche Kandidaten kommen aber auch aus Lateinamerika.

Kurienkardinal Leonardo Sandri ist Argentinier und wäre damit erster Lateinamerikaner auf dem Heiligen Stuhl. Das gilt aber auch für ...

... den Erzbischof von Sao Paulo, Odilio Scherer, hier gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. Scherer ist erst 63 Jahre alt. Doch auch aus Nordamerika gibt es Aspiranten ...

... etwa diesen Herrn. Kardinal Marc Ouellet kommt aus der kanadischen Provinz Quebec. Neben dem 68-Jährigen gilt auch ...

... der New Yorker Erzbischof Timothy Dolan, 63, als "papabile", also papsttauglich. Vielleicht wird es aber auch wieder ein Italiener.

Und da hat der 71-jährige Mailänder Erzbischof Angelo Scola die größten Chancen, Joseph Ratzinger auf dem Heiligen Stuhl zu folgen.

Der freute sich nun aber erst einmal sichtlich über den warmherzigen Empfang am Aschermittwoch. Nach seiner Erklärung und Grüßen in die ganze Welt verabschiedet er sich rasch wieder.

Schließlich steht ja noch die Messe für Aschermittwoch an, dem Beginn der Fastenzeit. Die wird wegen großen Andrangs von der Kirche Santa Sabina in den Petersdom verlegt.

Am 28. Februar endet Benedikts Weg als Papst. Er möchte sich in ein Kloster im Vatikan zurückziehen.

15 bis 20 Tage nach seinem Rücktritt beginnt dann das Konklave, das seinen Nachfolger wählt. Dem Gremium gehören voraussichtlich 117 Kardinäle an, darunter sechs aus Deutschland. Bis Ostern soll feststehen, wer neuer Papst wird. Eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche: "Wir" werden nicht zweimal hintereinander Papst.

weitere Bilderserien