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Das Auseinanderbrechen eines russischen Öltankers verursacht im Schwarzen Meer eine der größten Umweltkatastrophen seit Jahren.
Mindestens 2.000 Tonnen (das entspricht unglaublichen 2,3 Millionen Liter!!!) Öl flossen nach der Havarie ins Meer.
Das Todesurteil für zehntausende Vögel und Fische.
Die "Wolganeft" verunglückte wenige Kilometer vor der Küste in stürmischer See.
Der Kapitän soll zwar gewarnt worden sein, doch blieb er machtlos. Der Öltanker, ein Modell aus Zeiten der Sowjetunion, war nicht für schwere Stürme ausgelegt.
Wie durch ein Wunder konnten die 13 Besatzungsmitglieder gerettet werden.
Insgesamt hatte der Tanker 4800 Tonnen Schweröl an Bord.
Wegen des stürmischen Wetters konnten die Einsatzkräfte die Ölpest zunächst nicht eindämmen.
Das schlechte Wetter wurde nicht nur der Wolganeft zum Verhängnis. Bis zu zehn andere Schiffen gerieten in Seenot.
In der Straße von Kertsch, einem engen Korridor zwischen dem Schwarzen und dem Asowschen Meer, sanken zwei Frachter, die 6.500 Tonnen Schwefel geladen hatten.
Das stelle eine noch größere Gefahr für die Umwelt dar als die Ölpest, warnte die Umweltschutzorganisation Grünes Kreuz.
Es ist ein trauriger Anblick, der sich an den einst so schönen Stränden auf der Halbinsel Krim derzeit bietet.
Ölverschmierte Vögel, ...
... unfähig zu fliegen,
... kämpfen ums Überleben.
Es ist ein aussichtsloser Kampf. Mehr als 30.000 Vögel sind bislang verendet.
Etwa 800 Helfer sind im Einsatz, um den Ölteppich abzutragen. Aber es wird vermutlich viele Jahre dauern, bis die Umweltverschmutzung beseitigt ist.
Dem russischen Wetterdienst zufolge tritt weiter Heizöl aus dem gesunkenen Tanker in das Asowsche Meer aus.
An immer mehr zunächst nicht betroffene Küstenabschnitte wird Öl geschwemmt.
Der Leiter der nationalen Fischereibehörde, Alexander Saweljew, spricht von einer "gewaltigen Umweltkatastrophe", ...
... deren Ausmaß erst in den nächsten Tagen abzuschätzen sei.
Ekosaschtschita schätzte den Schaden auf vier Milliarden Rubel (110 Millionen Euro).
Ukrainische Umweltschützer warnen bereits davor, dass ein Sommerurlaub auf der so beliebten Halbinsel Krim demnächst "gefährlich werden könnte".
Nicht zum ersten Mal kritisieren Umweltexperten, dass die für die Flussschifffahrt gebauten Frachtschiffe derartigen Unwettern auf dem Meer nicht standhalten können. Sie fordern die Regierung auf, schärfere Gesetze zu erlassen. (alle Bilder AP, dpa)
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