| FR | 8° / 23° |
| SA | 9° / 23° |
Der Treibstoff bildet eine bis zu 15 Zentimeter dicke Schicht auf der Wasseroberfläche.
Italien hat den Wettlauf gegen die Zeit angetreten: Hunderttausende Liter Öl, die nach einem mutmaßlichen Sabotageakt in den Fluss Lambro gelaufen sind, haben nun auch den Po erreicht.
Trotz schwimmender Barrieren konnten die Helfer nicht verhindern, dass das Öl den mit 650 Kilometern längsten Fluss Italiens erreicht hat und sich dort weiter verteilt.
Die starke Stömung beschleunigt die Ausbreitung der schwarzen Flut, denn der Po ist nach dem regenreichen Winter stark angeschwollen.
Dutzende Wasservögel und Wildtiere sind bereits verendet. Auch für die Menschen besteht eine unmittelbare Gefahr.
Ein Wasserkraftwerk hat die Ölpest bereits erreicht. Die Behörden raten den Bewohnern in den betroffenen Gebieten davon ab, Leitungswasser zu trinken.
Die Lombardei fordert die Regierung auf, den Notstand für die Region auszurufen und auch andere Regionen, durch die der Po fließt, bereiten sich auf die Ölflut vor.
Die Hintergründe der Umweltkatastrophe sind noch unklar. Unbekannte haben mehrere Tanks einer stillgelegten Raffinerie bei Monza geöffnet und das Öl in die Natur gelassen.
Zwar wurden zwischen zwei und zehn Millionen Liter des Heiz- und Dieselöls durch eine Kläranlage in Monza aufgefangen, der Rest, bis zu 700.000 Liter, lief jedoch in den Lambro - der "Todesstoß" für den Po-Nebenfluss, wie Medien titeln.
Die Verseuchung der Kläranlage stellt ein weiteres Problem dar, denn Abwässer von rund 800.000 Bewohnern der Gegend fließen nun ebenfalls ungeklärt in den Lambro.
Es wird davon ausgegangen, dass die Tat einen kriminellen Hintergund hat. Die Ursache könnten Bauspekulationenen sein.
In der Nähe der Raffinerie seien Großbauprojekte geplant, schreiben Medien. Die Staatsanwaltschaft in Monza ermittelt gegen Unbekannt.
Das Öl, das nicht abgeschöpft werden kann, wird in den kommenden Tagen die Po-Mündung erreichen, glaubt der Zivilschutz.
Damit wären weitere 10.000 Tier- und Pflanzenarten in der Adria bedroht, befürchten Experten. Umweltorganisationen kritisieren die Langsamkeit der Behörden.
Die Umweltkatastrophe wird die Region für sehr lange Zeit belasten.
Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.
Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.