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Lenin, Kim Jong Il, Mutter Teresa: Promi-Leichen als Ausstellungsstücke

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Hugo Chávez ist tot. Der langjährige venezolanische Staatschef starb an Krebs. (Foto: REUTERS)

Hugo Chávez ist tot. Der langjährige venezolanische Staatschef starb an Krebs.

Hugo Chávez ist tot. Der langjährige venezolanische Staatschef starb an Krebs.

Er selbst, besser: sein Leichnam, soll dem Land, dem Volk erhalten bleiben.

Sein Körper wird einbalsamiert - und dann zu einem öffentlichen Gut, dem gehuldigt werden kann. Ein Experte von den Philippinen ist schon unterwegs nach Venezuela.

Die Idee, Leichen für die Ewigkeit zu erhalten, ist natürlich nicht neu.

Der altägyptische Pharao Tutanchamun etwa gehört zu den weltweit bekanntesten Einbalsamierten. Hier das Bild einer computertomographischen Untersuchung.

Seit Jahrzehnten ziehen nicht nur er, sondern auch seine konservierten Verwandten, Massen von Touristen an.

Die Technik des Einbalsamierens ist in vielen Kulturen bekannt - hier eine Leiche aus San Bernardo in den Anden.

Und hier gut erhaltene Tote in Palermo.

Und hier ein einbalsamierter afrikanischer Buschmann, der seit 1916 in einem spanischen Museum steht.

Er hier liegt dagegen ganz ruhig in seinem Glassarg: Lenin.

Der Unterhalt seines Mausoleums in Moskau ist extrem kostspielig.

Dafür wirkt der kommunistische Führer noch ein kleines bisschen lebendig.

Er wird von Wissenschaftlern "frisch gehalten".

Kim Jong Il gehört auch in den Kreis der dauerhaft Aufgebahrten.

Nordkorea verehrt den "Großen Führer" - zumindest laut Staatsdoktrin.

Auch Kim Il Sung, sein Vater, ist ein Schaustück geworden.

Mao Zedong, von 1943 bis 1976 Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas, liegt unter einer entsprechenden Fahne.

Mutter Teresa ist in ihrer Wirkstätte Kalkutta aufgebahrt.

Die barmherzige Friedensnobelpreisträgerin starb 1997.

Vietnams Oberrevolutionär Ho Chi Minh ist in Hanoi ausgestellt. Dabei wollte er das gar nicht.

Seine Asche sollte eigentlich in Nord-, Mittel- und Südvietnam verstreut werden - doch die Nachwelt änderte die Pläne.

Der Leichnam von Ferdinand Marcos wird nicht von einem Staat betreut, sondern privat von dessen Frau Imelda. Er liegt in einem gekühlten Glassarg. Der ehemalige philippinische Diktator starb 1989.

Es gibt auch weniger bekannte, aber nicht minder beeindruckende Einbalsamierte. Nikolai Iwanowitsch Pirogow etwa, der 1881 starb. Er war ein berühmter russischer Chirurg und Pädagoge. Er gehört zu den ältesten Einbalsamierten der Neuzeit.

Heutzutage, in Zeiten der Tabubrüche, kann die Erhaltung von Leichen durchaus verstörend wirken. Bestes Beispiel: die "Plastinate" des umstrittenen Gunther von Hagens.

Vor allem die Inszenierung von Szenen, hier ein Liebesakt, erregt dabei natürlich Anstoß.

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