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Spektakuläre Kollision in den USA: Raketenfrachter rammt Brücke

 
Spektakuläre Kollision in den USA: Raketenfrachter rammt Brücke

Ungewöhnliche Verkehrsdurchsage für Autofahrer im Südosten der USA: Ein Teilstück der Routen 68 und 80 auf Höhe des Örtchens Aurora bleibt wohl für längere Zeit gesperrt.

Der Grund: Im US-Bundesstaat Kentucky reißt ein Frachtschiff auf Abwegen ein riesiges Loch in eine viel befahrene Straßenbrücke. Etwa 2800 Pkw überqueren hier jeden Tag den "Kentucky Lake".

Mike Hancock (l.) ist entsetzt: Als Verkehrsbeauftragter von Kentucky fällt die Brücke in seinen Zuständigkeitsbereich. Medienvertreter bestürmen ihn mit Fragen. Bezirksrichter Stan Humphries vesucht ihm beizustehen.

Was war geschehen? Der Kapitän eines mit Raketenteilen für die Raumfahrtbehörde Nasa beladenen Frachters wählt in der Nacht die falsche Durchfahrt - eine verhängnisvolle Fehlentscheidung.

Das Schiff ist für eine Unterquerung an dieser Stelle viel zu groß: Der mehr als 90 Meter lange Spezialtransporter "MV Delta Mariner" kracht ungebremst in eines der Segmente der historischen Stahlbogenbrücke.

Tonnenschwere Träger verbiegen sich, als wären sie aus schmelzender Schokolade. Der Kapitän hat Glück im Unglück: Zum Zeitpunkt des Aufpralls befinden sich nur wenige Autos auf der zweispurig befahrbaren Verkehrsverbindung. Sie können rechtzeitig halten.

Das Schiff kann das nicht: Es reißt ein komplettes Teilstück aus der Verankerung. Mit ohrenbetäubendem Krach durchtrennt der fast 4000 Tonnen verdrängende Irrläufer die "Eggner's Ferry Bridge". Am Morgen danach starren die Ermittler auf eine klaffende Lücke von fast 90 Metern Länge.

Es grenzt fast an ein Wunder: Niemand kommt zu Schaden - weder auf dem Schiff, noch auf der Brücke. Auch die für Cape Canaveral bestimmte Ladung bleibt unversehrt.

Jetzt gibt es nicht nur für die Behörden viele Fragen: Wie konnte das geschehen? Das Schiff befand sich auf seiner üblichen Route vom Boeing-Raketenwerk in Decatur, Alabama über den Fluss Tennessee in Richtung Golf.

Die Brücke, die das Westufer des Lake Kentucky mit dem Naturpark "Land Between the Lakes" verbindet, ist auch bei Nacht kaum zu übersehen. Und: Sie steht bereits seit 1932 an ihrem Platz.

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