| SA | 9° / 23° |
| SO | 12° / 22° |
Es sind Bilder wie aus dem Bürgerkrieg.
Schwer ausgerüstete Polizisten rennen durch die Straßen, ...
... Dutzende Gebäude brennen, ...
... Randalierer liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei.
Schon während der Abstimmung des griechischen Parlaments zu dem umstrittenen Sparpaket ...
... kommt es auf den Straßen Athens zu schweren Krawallen.
Während zehntausende Griechen friedlich gegen die Sparmaßnahmen protestieren, ...
... die neue Entlassungen und Kürzungen vorsehen, ...
... versuchen rund 200 Vermummte die Absperrungen zum Parlament zu durchbrechen.
Sie sind mit Knüppeln bewaffnet ...
... und werfen Steine und Feuerwerkskörper auf die Polizisten.
Diese setzen Tränengas ein, das bis zum Parlament vordringt.
Die Randalierer schmeißen auch mit Molotow-Cocktails und setzen 45 Gebäude in Brand.
Einige brennen vollständig aus.
Auch das 1870 errichtete Attikon-Kino und ein Lichtspielhaus, ...
... in dem die Gestapo während des Zweiten Weltkriegs politische Gegner folterte, gehen in Flammen auf.
"Wir haben enorme Schäden", konstatiert der Bürgermeister der griechischen Hauptstadt Giorgos Kominis.
Zivilschutzminister Christos Papoutsis spricht in einer Mitteilung von "extremen Faktoren", ...
... die zu Brandstiftungen und "Vandalismus" in der Hauptstadt geführt hätten.
Allein bis zum späten Sonntagabend werden etwa 40 Brände gelegt.
Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.
Allerdings kann sie oft wegen der Menschenmassen gar nicht zu den brennenden Gebäuden vordringen.
Dutzende Menschen werden verletzt.
Unter ihnen viele Polizisten, ...
... die auch nur bedingt durch Helme und Schutzschilde geschützt sind.
Immer wieder kommt es auch zu Plünderungen von Läden und Banken ...
... in diesem Rausch des Zerstörens.
Dem staatlichen Fernsehen zufolge greift die Gewalt auch auf die Inseln Korfu und Kreta über.
Auch in Thessaloniki wüten Randalierer und greifen Banken an.
Es sind die schlimmsten Unruhen in Griechenland seit 2008.
Damals versank das Land nach tödlichen Polizeischüssen auf einen 15-jährigen Schüler in wochenlangen Unruhen.
Empörte Händler stehen am Morgen danach ratlos vor den Trümmern ihrer Geschäfte.
Regierungschef Lucas Papademos verurteilt die Gewalt.
Sie habe "in einer Demokratie keinen Platz", sagt er im Parlament kurz vor der Abstimmung über das Sparpaket.
Politiker aller Parteien schließen sich ihm an und machen "dunkle Kreise" für das Chaos verantwortlich.
Die Randalierer werden diese Worte nicht beeindrucken.
Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.
Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.