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Dienstag, 18. Juli 2017

Wie bei "Kampfstern Galactica": Ukrainer baut Holz-Roboter

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Das ist "Amazon", eine Roboterfrau aus Holz. Sie verdankt ihre Existenz dem  Ukrainer Dimitrij Balandin. (Foto: REUTERS)

Das ist "Amazon", eine Roboterfrau aus Holz. Sie verdankt ihre Existenz dem Ukrainer Dimitrij Balandin.

Das ist "Amazon", eine Roboterfrau aus Holz. Sie verdankt ihre Existenz dem Ukrainer Dimitrij Balandin.

Der Kranführer nennt seine Figuren "Zylonen", nach den Robotern aus der Sci-Fi Serie "Kampfstern Galactica".

Er ist schon immer Fan der Serie aus den 1970er-Jahren.

Für die Herstellung der drei ersten "Roboter" hat er ungefähr 18 Monate gebraucht.

Die Figuren entstehen alle in seiner kleinen Wohnung in Saporischschja im Osten der Ukraine.

Inzwischen gehören zur Familie Balandin Centurion, Amazon und Kid.

Die Holzmodelle bestehen nur aus Sperrholz und Schrauben. Die Materialkosten für ein Model liegen bei knapp 300 US-Dollar.

Die großen Figuren wiegen 30 Kilogramm, Kid nur 10.

Zunächst wollte Balandin sie aus Metall bauen, aber das erwies sich als zu aufwändig und zu teuer.

Er plant die Figuren vorab nicht. Das Design und die Funktionen der Figuren erstellt der Hobbybastler während der Arbeit an ihnen.

Bisher ist keine Figur kaputt gegangen, er musste lediglich ein paar Schrauben nachziehen.

Inzwischen kommen Journalisten aus aller Welt, um die Figuren zu sehen.

Balandin hat bereits mehreren Fernsehsendern aus der Ukraine aber auch aus Russland oder den USA ...

... Interviews gegeben oder mit den Figuren posiert.

Als echte Personen sieht Dmitrij seine "Zylonen" nicht. Er spricht auch nicht mit ihnen.

Aber schon als Kind liebte er es, mit Figuren zu spielen. "Das hier ist das Gleiche, nur größer."

Er benutzt sie auch oft einfach als praktische Unterstützung in seinem Alltag.

Dmitrij hat auch eine echte Familie, aber die Figuren sind längst ein Teil davon.

Verkaufen möchte er seine Figuren nicht. Es sei einfach unrentabel, da jede Figur Handarbeit ist und die Herstellung sehr lange braucht.

Außerdem ist seine Drei- Zimmer-Wohnung für eine Massenproduktion zu klein und einen anderen Ort zum Bauen hat er nicht.

Aber er würde seine "Zylonen" gern als Kunst ausstellen - und "vielleicht auch mal einen Preis gewinnen".

Gewinnen kann er hier nicht: Der Arm von Centurion ist zu steif, als dass Dmitrij ihn nach unten drücken könnte.

Spaß hat er mit seiner "Zylonen"-Familie aber trotzdem.

Demnächst soll ein weiteres Mitglied hinzukommen, er schraubt schon daran.

Vielleicht wird es ein Toaster, das würde dann zu "Kampfstern Galactica" passen. (gje)

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