Bilderserie

Wenn Krieg und Terror ihre Spuren hinterlassen: Unicef-Fotos 2012

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... von 120 Fotografen ... (Foto: Christian Werner/laif)

... von 120 Fotografen ...

Nach der Beurteilung der insgesamt 1310 eingereichten Aufnahmen ... (Fotograf: David Berehulak)

... von 120 Fotografen ...

... aus 37 Ländern ...

... entscheidet die Jury über die Unicef-Bilder des Jahres 2012.

Zum besten Foto des Jahres 2012 wird Alessio Romenzis Aufnahme eines syrischen Mädchens auserkoren. Die Kleine wartet nach einem Sturz verschreckt in einem Krankenhaus im syrischen Aleppo auf ihre Behandlung. Auf dem Boden vor ihr sind Blutspuren zu erkennen, ein Mann in unmittelbarer Nähe hält eine Waffe in der Hand.

Mit seinen Arbeiten zeigt der italienische Fotograf äußerst einfühlsam die Verzweiflung der Kinder in Syrien.

Die Gesichter der durch den Bürgerkrieg Betroffenen sprechen in den Bildern von Romenzi Bände.

Mehr als 2,5 Millionen Menschen werden von den Kämpfen in Syrien in Mitleidenschaft gezogen. Etwa die Hälfte davon sind Kinder.

Platz zwei belegt das Bild des Inders Abhijit Nandi. Es zeigt ein auf einem Drahtseil balancierendes und in einer Schüssel stehendes Mädchen. Mit atmosphärischem Feingefühl schafft es der Fotograf, das Leben der Kinder in Indien, die unterhalb der Armutsgrenze leben, nachzuzeichnen.

Die Langzeitstudie des Fotografen in Schwarz-Weiß macht die Situation der Kleinen, die oftmals völlig auf sich allein gestellt sind, deutlich. Straßenkinder oder ...

... Kinderarbeiter, die als Kameltreiber, Seiltänzer, Bettler, Fischereihelfer oder ...

... als Göttinnen verkleidet um ihr tägliches Überleben kämpfen.

Auf Platz drei wird das Bild von Andrea Gjestvang gewählt. Die Fotografin aus Norwegen setzt in ihren Bilder junge Menschen ins Bild, die den Anschlag des Attentäters Anders Breivik auf der Insel Utøya überlebten. Cecile ist eine von ihnen. Ihr rechter Arm musste amputiert werden. Durch das Ereignis sei ihr das Leben wirklich wertvoll geworden, erzählt die 17-Jährige.

Gjestvang hat 43 der insgesamt 495 Jugendlichen getroffen und in Szene gesetzt. Die Bilder zeigen deutlich sowohl die körperlichen als auch die seelischen Verletzungen, die die Heranwachsenden davongetragen haben.

Die Fotografin nennt ihr Projekt "Ein Tag in der Geschichte" und möchte damit ein tieferes Verständnis für die Opfer entwickeln.

Das Bild von zwei übermäßig aufgerüschten und frisierten Mädchen, die noch nicht einmal dem Windelalter entwachsen sind, belegt Platz vier. Das Bild der dänischen Fotografin Laerke Posselt zeigt, wie Eltern in den USA ihre Kinder für Schönheitswettbewerbe inszenieren.

Beispielsweise als winzige Marilyn-Variante lernen die Mädchen im frühesten Alter, dass Anpassung und Aussehen wichtig sind, um Anerkennung zu bekommen.

Die Eltern der Mädchen sind der Meinung, genau das stärke das Selbstwertgefühl der Kinder.

Kritiker dagegen sprechen von Kindesmissbrauch.

Posselt fand im April 2012 Zugang hinter die Kulissen von Kinder-Schönheitswettbewerben in mehreren Städten und bekam, obwohl sie mit Offenheit und Sympathie empfangen wurde, selbst ein großes Unbehagen.

Ehrenvolle Erwähnungen wurden für die Arbeiten von insgesamt acht Fotografen ausgesprochen. Daniel Berehulak, ...

... Andrea Diefenbach, ...

... Hossein Fatemi, ...

... Diana Markosian, ...

... Alex Masi, ...

... Michelle Sank, ...

... Åsa Sjöström ...

... und Christian Werner.

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