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Unsere Erde!
Atemberaubend schön ist unser Planet, oder besser: Kann er sein.
Die Naturdokumentation "Unsere Erde - Der Film" zeigt spektakuläre Bilder.
Am 7. Februar 2008 kommt der Film, der in anderen Ländern bereits viele Zuschauer begeistert hat, in die deutschen Kinos.
Allein in Frankreich sahen das Werk mehr als eine Million Zuschauer.
Der Mensch wird in diesem Film nicht gezeigt.
Er kommt aber indirekt vor.
Zum einen ist er es, der fähig ist, solch einen faszinierenden Film zu erschaffen.
Zum anderen ist er derjenige, der die gezeigten Lebensräume in Gefahr gebracht hat.
Regisseur Alastair Fothergill, der mit "Deep Blue" bereits mit Ozeanbildern begeisterte, hat wieder überwältigende Szenen zu einem Film zusammengefügt.
Sie entstanden hauptsächlich zwischen November 2004 und Juni 2006.
Unterlegt wird der Film mit der Musik der Berliner Philharmoniker.
Der deutsche Erzähler ist der Schauspieler Ulrich Tukur.
Einige vergleichen "Unsere Erde" mit dem Film "Die Reise der Pinguine", allerdings würde hier nicht ganz so schlimm vermenschlicht.
Die 99-minütige Reise um den Globus beginnt im Norden, im arktischen Winter.
Nicht schon wieder Knut, möchte man sagen, jedoch: ...
... Die beim Thema Umwelt in den Medien inzwischen unvermeidlichen Eisbären geben sich natürlich ein Stelldichein.
Die Doku zeigt eine Eisbärenmutter und ihre Probleme mit zwei eigenwilligen Jungen.
Einem männlichen Eisbären und Einzelgänger schmelzen indes bei der Nahrungssuche die Eisschollen unter den Tatzen weg.
Früher hatte er es besser.
Mit Überlebenswillen führt eine Elefantenmutter ihr Kleines in einem scheinbar endlosen Treck durch die ausgedörrte Kalahari-Wüste in Südafrika.
Die Herde sucht frisches Wasser.
Und als sie es findet, ...
... muss sie es mit einem gefährlichen Löwenrudel teilen.
Eine Buckelwalmutter und ihr Kalb treten gemeinsam eine lange Reise an.
Von den Tropen bis in die Antarktis sind es 6000 Kilometer. Doch dort gibt es (noch) ausreichend Futter.
Der Film besucht noch viele weitere Tiere und Pflanzen. Der Zuschauer kommt kaum aus dem Staunen heraus.
In der deutsch-britischen Co-Produktion stecken fünf Jahre Arbeit.
Gefilmt wurde an mehr als 200 Drehorten und in 26 Ländern.
Mehr als 40 Kamerateams waren im Einsatz.
Sie machten etwa 250 Tage Luftaufnahmen und sammelten insgesamt etwa 1000 Stunden Filmmaterial, wie es in den Unterlagen zum Film heißt.
Mit Hilfe eines nepalesischen Aufklärungsflugzeuges wurden erstmals Aufnahmen vom Himalaya in 8800 Metern Höhe gemacht.
Kameras, die sonst für das Filmen von Crashtests verwendet werden, wurden umgebaut und für den Dreh in freier Natur angepasst.
Nie zuvor gesehene Aufnahmen der Beutejagd des Weißen Hais und des Geparden entstanden.
Auch wenn der Film die Brutalität der Natur nicht leugnet, ist sie sparsam dosiert. Der Film ist damit ausdrücklich für Kinder geeignet (FSK-Freigabe ab sechs Jahren).
Regisseur Fothergill (r) will dem Zuschauer "eine Art Flucht aus dem Alltag" ermöglichen.
"Ich möchte, dass die Menschen Naturereignisse miterleben, die nur wenige von uns jemals selbst erfahren können. Der Mensch muss kennen, was er schützen soll."
Und Fothergill gibt zu bedenken: "Würden wir diesen Film in zehn oder zwanzig Jahren drehen, könnten wir viele dieser außergewöhnlichen Bilder, die wir jetzt auf der großen Leinwand zeigen, gar nicht mehr einfangen." (Alle Fotos: Universum Film)
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