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Tödlicher Sturm: "Xynthia" fegt über Westeuropa

 
Tödlicher Sturm: "Xynthia" fegt über Westeuropa

Ein Haus direkt am Meer - dieser Traum wurde für viele an diesem Wochenende zu einem Alptraum.

Am Sonntag wütet das Sturmtief "Xynthia" über Westeuropa ...

… und hinterlässt besonders an der französischen Atlantikküste eine Schneise der Verwüstung.

Fast 50 Tote bergen die Helfer in Frankreich nach dem Unwetter.

Die Suche nach weiteren Vermissten läuft auf Hochtouren.

Zwar war "Xynthia" nicht so stark wie der Orkan zur Jahrtausendwende - doch der Sturm kam mit einer mächtigen Flut daher.

Der Wind fegte mit bis zu 160 Stundenkilometern über die Küstenregion, …

… meterhohe Wellen überschwemmten die Feriensiedlungen an der Küste.

"Das Haus war innerhalb einer halben Stunde überschwemmt", berichtet ein Betroffener, der mit seiner Frau und den vier Kindern die Ferien in La Faute-sur-Mer verbrachte.

Die Familie rettete sich in die obere Etage, im Erdgeschoss stand das Wasser bald bis knapp unter der Decke. "Gegen vier Uhr morgens hatten wir fürchterliche Angst", ergänzt seine Frau.

Ihre Nachbarn konnten sich in letzter Minute auf das Dach ihres Hauses retten. Dort harrten sie frierend in nasser Kleidung acht Stunden lang aus, bevor die Rettungskräfte sie befreien konnten.

"Das Meer hat uns angegriffen", fasst ein Einwohner von La Rochelle die Lage zusammen.

"Jetzt ist die Stunde der Solidarität", sagt Innenminister Brice Hortefeux auf die Frage nach Fehlern und Verantwortlichen.

Doch die Diskussion hat längst begonnen. Sind die Bauvorschriften zu lax? Inwiefern werden sie umgangen, damit sich gut zahlende Interessenten den Traum vom Häuschen am Strand verwirklichen können?

Erstmal aber hat die französische Regierung schnell reagiert.

Das Innenministerium stellt eine Million Euro Soforthilfe zur Verfügung. "Wir müssen als erstes die Opfer versorgen, die Deiche verstärken und die Stromversorgung wieder herstellen", sagt Premierminister François Fillon.

Auch über Deutschland fegte das Orkantief hinweg.

In Deutschland sind besonders Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen betroffen.

Mindestens sieben Menschen starben.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 180 Kilometern pro Stunde ...

... riss der Sturm Bahn-Oberleitungen herunter, …

… entwurzelte Bäume …

… und deckte Dächer ab.

Der Schaden geht in die Millionen.

Auf den Autobahnen, in der Luft und auf der Schiene geht über Stunden kaum etwas.

Die A3 ist gesperrt, …

… alleine am Frankfurter Flughafen fallen rund 160 Starts und Landungen aus …

… und bei der Bahn kommt es wegen Sturmschäden zu zahlreichen Verspätungen und Zugausfällen.

Mittlerweile ist "Xynthia" abgezogen, …

… die Aufräumarbeiten beginnen …

… und der Verkehr normalisiert sich wieder.

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